• Puerto Vallarta

    25. januar 2025, Mexico ⋅ 🌙 22 °C

    Die Nacht war erstaunlich ruhig für eine mexikanische Stadt. Wir genießen das Frühstück in unserem Palmenpark und fahren dann wieder ins Stadtzentrum. Wir lassen uns dahin bringen, wo wir uns gestern abend haben abholen lassen. Wir flanieren den Malecon entlang. Heute ist Samstag und viele Mexikaner sind unterwegs. Eine Gruppe von vier indianischen Mänern zeigen den Flug der Voladores. Dabei klettern alle vier einen Mast rauf. Oben ist ein umlaufender Ring auf den sie sich hinsetzen. Sie haben Seile mit nach oben genommen. Diese drehen sie im den Mast. Dann setzen sich alle vier gleichmäßig verteilt auf den Kreis und beginnen zu musizieren. Dann lassen sie sich gleichzeitig nach hinten fallen und kreisen an den Seilen, welche sie um ihren Fuß geschlungen haben, kopfüber um den Mast. Dadurch, dass sich die Seile abrollen, kommt die kreisende Bewegung zustande und die Männer fligen förmlich langsam nach unsten. Dabei musizieren sie kräftig weiter. Ein wirklich tolles Schauspiel. Thomas meint diese Voladores seien eigentlich in Papantla in der Provinz Veracruz beheimatet. Aber offensichtlich hat es ihre Kunst bis hierher nach Puerto Vallarta geschafft. Nach diesem faszinerenden Spektakel gehen wir weiter den Malecon entlang. Diesmal noch weiter wie gestern. Wir machen einen kurzen kulinarischen Stop am Wochenmarkt. Hier erwerben wir ein verführerisch duftendes Körnerbrot, welches aussieht wie in Deutschland. Danach essen wir noch an einem argentinischen Stand eine Bratwurst und eine Empanada. Sehr, sehr lecker. Die Promenade geht am Ende in einen langen Strand über, den wir bis zum Ende wandern. Dann überqueren wir noch eine Felsspitze und sind an einer kleinen verwunschenen Strandbucht, welche von fotogenen Felsen gerahmt wird. Wir lassen uns im Schatten eines großen Baumes nieder und dösen etwas. Dann laufen wir zurück zur Kirche. Um 17 Uhr ist Abendgottesdienst auf Englisch. Wir kommen ein paar Minuten früher an und bekommen noch das Ende einer Hochzeitsfeier mit. Der Bräutigam ist schon ziemlich alt und die deutlich jüngere Braut bekommt in ihrem festgezurrten Brautkleid kaum Luft. Dafür wird fleißig fotografiert mit den verschiedenen Gästen in verschiedenen Konstellationen. Dann beginnt der Gottesdienst und die gesamten amerikanischen und kanadischen Wintertouristen im Rentenalter sind verstreten. Die große Kirche ist wirklich voll. Der Predigt des Pfarrers auf englisch kann man kaum folgen, so stark ist sein Akzent. Ich hätte wahrscheinlich genauso viel verstanden, wenn er spanisch gesprochen hätte. Wir genießen danach den Sonnenuntergang am Malecon, welcher allerding kurz ausfällt, da es heute sehr bewölkt ist. Dann nehmen wir uns einen Uber zum Campingplatz, da dieser in einem neuen und angesagten Ausgehviertel von Puerto Vallarta liegt. Wir haben das heute morgen zufällig im Reiseführer gelesen. Wir gehen in ein tolles Reatstaurant, keine fünf Minuten zu Fuß vom Campingplatz entfernt. Das Ambiente ist sehr nett, das Publikum gemischt. Viele Touristen aber auch viele Mexikaner. Das Essen ist ein wirkliches Gedicht. Gehobene mexikanische Küche. Ich habe ein rosanes Tunfischsteak und Thomas Mahmahi. Echt super lecker. Und so geht ein gemütlicher Tag im dem schönen Badeort Puerto Vallarta zu Ende.Læs mere