• México - Centro und Alameda

    9 febbraio 2025, Messico ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels, schlendern wir zum Zocalo und besuchen die Sonntagsmesse in der eindrucksvollen Kathedrale. Danach besichtigen wir auf dem Plaza Major die Ausgrabungen der ursprünglichen Aztekenstadt. Die Azteken hatten hier nämlich schon ihre Hauptstadt errichtet, als die Spanier im Jahre 1519 ankamen. Gut geschützt auf einer Insellage innerhalb einer riesigen Lagune auf diesem Hochplateau auf knapp 2300 Metern über dem Meeresspiegel. Die Ausgrabungen sind eindrucksvoll, obwohl die Spanier viel davon abgetragen haben, um die Kirchen und die riesigen Paläste der Stadt darüber zu bauen. Das dazugehörige Museum zeigt einzigartige Funde aus der Aztekenstadt. Viele religiöse Gegenstände, Waffen, Schmuck und die riesigen Kultsteine mit feinen Steinmetzreliefs. Das gefällt uns ausgezeichnet, obwohl wir vor 26 Jahren schon mal da waren. Aber man vergisst ja doch ziemlich viel. Wir schlendern durch die Stadt mit ihren herrschaftlichen Häusern und unzähligen Kirchen mit goldstrotzenden Altären. In einer riesigen Bäckerei kaufen wir uns ein paar Stückchen und gehen damit in den Allende Park. Vorbei an dem Palast der schönen Künste. Ein wirklich prachtvolles Bauwerk. Ein wunderschönes Mädchen mit einem Cinderella-Kleid lässt sich davor fotografieren. Sie feiert ihre Quinze, ihren 15ten Geburtstag. Das ist das aufwändigste und am teuersten gefeierte Fest im Leben einer mexikanischen Frau. Dafür wird mehr Geld ausgegeben, als für die Hochzeit. Daher sind die Kleider super teuer und üppig. Hoffentlich hat das Mädchen ein schönes Fest. Wir schlendern in den Park. Am Sonntag Nachmittag ist hier wirklich was los. Jede Menge Essensstände, Kleinkünstler vom Musiker bis zum Clown und Leute, welche große Reden schwingen. Leider ist unser Spanisch nicht so gut um alles zu verstehen. Wir setzen uns auf eine Parkbank und genießen das Treiben und unsere leckeren Stückchen. Dann schauen wir uns das große, bunte und eindrückliche Wandgemälde von Diego Riviera an und stolpern dann über eine Pulqueria. Pulque ist der vergorene Saft von Agaven und wird in dem vergorenen Zustand getrunken, wie bei uns der Federweiße. Das Getränk war früher bei dem einfachen Volk sehr beliebt. In einer Pulqueria wird ausschließlich Pulque ausgeschenkt. Früher gingen auch ausschließlich Männer in ein solches Lokal. Doch mittlerweile ist das Publikum dieser Pulquerias sehr gemischt und das Getränk gilt heute unter jungen Leuten wieder als besonders angesagt. Wir nehmen also Platz und bestellen zwei Gläser Pulque. Erst mal die kleinsten Gläser, jeweils ein viertel Liter. Wir stoßen an und trinken. Es schmeckt etwas wie Federweißer, nur sehr viel süßer. Dazu ist die Konsistenz sehr dickflüssig, eher wie ein Smoothie. Mir schmeckt es überhaupt nicht, aber Thomas mag die Pulque und trinkt auch mein Glas aus. Hoffentlich geht das mal nicht auf den Darm. Aber die Mexikaner trinken alle kräftig. Wir kommen auch gleich mit einem Paar am Nachbartisch ins Gespräch und es wird gleich gelacht und fotografiert. Das war wirklich lustig. So gehen wir noch den Palast der schönen Künste besichtigen und danach in der Casa de los Azulejos essen. Der Innenhof ist wunderschön und es spielt sogar ein Stehgeiger zum Essen. Wirklich stilvoll. Danach steuern wir das Gran Hotel an und lassen den Abend auf der Dachterrasse bei einem Bierchen und den Blick über den Zocalo ausklingen.Leggi altro