Hierve el Agua und Temazcal
20 febbraio 2025, Messico ⋅ ☀️ 18 °C
Nach einer ruhigen Nacht genießen wir das Frühstück mit Blick. Dann geht es weiter zu den etwa 45 Kilometer entfernten Hierve el Aqua, den versteinerten Wasserfällen. Hier haben sich über die Jahre hinweg Sinterterassen mit kleinen Wasserpools gebildet. Diese sind übergelaufen und haben wunderschöne versteinerte Wasserfälle hinterlassen. Die Fahrt dorthin führt durch eine wunderschöne Berglandschaft und vorbei an Agaven und Bauernhöfen auf denen Mezcal gebrannt wird. An einem halten wir an. Ein Maultier dreht einen schweren Stein und zermahlt die gekochten Agavenherzen und presst den Saft raus. Der Saft wird vergoren und dann gebrannt. Thomas probiert und nimmt gleich eine halben Liter mit. Dann kommen wir an den Wasserfällen an. Wir wandern im Uhrzeigersinn um diese Naturwunder herum. Es ist sehr heiß und steil, also ziemlich anstrengend. Doch die Aussichten und die tolle Bergwelt sind wirklich einmalig. Danach gönnen wir uns noch ein paar Taccos und Quesadillas. Wir haben um 4 Uhr einen Temazcal-Termin vereinbart und sollen etwa zwei Stunden vorher nichts essen. Temazcal ist eine prä-hispanische Dampfbad-Zeremonie, ein bisschen wie eine Sauna, aber dann doch wieder ganz anders. Also essen wir für unsere Verhältnisse früh. Nichts besonderes, eben ein Stand am Straßenrand. Es geht wieder ein Stück zurück, an den Mescalbauern vorbei bis Santiago Matatlan. Dort suchen wir nach frischem Obst und werden nach einem kleinen Spaziergang an ein paar Marktständen fündig. Dann fahren wir zum Temazcal, welches auf einer Bergkuppe liegt. Ein netter Mexikaner winkt uns ein. Es ist etwas eng und tricky, da auch noch ein Baum am Eingang im Weg steht. Aber Thomas zirkelt uns einwandfei in die Einfahrt, wo wir nach dem Temazcal auch übernachten wollen. Es ist noch eine amreikanische Gruppe von etwa 10 Frauen dort. Diese ziehen sich umständlich an und brechen dann auf. Für uns ist eine kleine aus Backsteinen gemauerte Hütte für zwei Personen vorbereitet. Zunächt macht eine ältere Frau eine Rauchzeremonie mit verbrannten Kräutern mit uns. Dann bringt der Mexikaner die im Feuer erhitzten Vulkansteine mit einer Schaufel in die Hütte in die Ecke. Dann können wir diie Hütte betreten. Es ist angenehm warm und der Boden ist mit Bastmatten ausgelegt. Darauf nehmen wir Platz und das Schwitzen geht los. Ab und zu wird der warme Tee über die Steine gegossen, was zur Dampfentwicklung beiträgt. Wir werden gelegentlich mit dem kalten Tee übergossen und wir bekommen Kräutertee zum trinken angeboten. Der Mexikaner erklärt uns diese Tradition, welche in gesamt Mesoamerika verbreitet war. Im Temazcal wurden die Kinder geboren und die Krieger auf den Krieg vorbereitet. Wir genießen die Wärme und draußen bläst der abendliche Wind laut um die Ecken. Zum Abkühlen geht man nicht raus, sondern öffnet kurz die Saunatür. Nach etwa 1,5 Stunden ist das Zeremoniell vorbei und wir begeben uns in die danabenliegende Hütte zur Massage. Etwa 30 Minuten und wir sind tiefentspannt und fallen nur so in unsere Betten.Leggi altro




















