Copan
25. april 2025, Honduras ⋅ ⛅ 28 °C
Wir fahren heute noch so etwa zwei Stunden und stehen dann auf dem Parkplatz der weltberühmten Mayaruinen von Copan. Wir beschließen dort zu bleiben und zunächst die Ruinen zu besuchen und dann einen Stellplatz für die Nacht zu suchen. Der Eintritt ist wirklich exorbitant. Sie preisen alles extra aus. Die Ausgrabungen, die unterirdischen Stollen, die beiden Museen (eines am Ausgrabungsfeld und ein zweites in der Stadt). Wir nehmen das volle Programm und fangen mit dem Ausgrabungsfeld an. Das ist wirklich sehr beeindruckend, seit Teotihuacan haben wir keine so imposanten Pyramiden und Bauten mehr gesehen. Dazu gibt es ganz viele sehr kunstvoll gearbeitete Stelen, das haben wir überhaupt nochnirgends in der westlichen Hemisphäregesehen, wirklich sehr eindrucksvoll. Leider ist in dem teuren Eintritt kein Plan und auch sonst keine Information enthalten, aber Claudia findet im Google-Play-Store einen Audio-Guide. Damit können wir die Erklärungen zu den einzelnen Stationen - Pyramiden und Stelen/Skulpturen anhören. Das ist sehr interessant - ohne diese Infos wäre es sehr schade, einfach nur durchzulaufen. Reiseführer sind für diese Region auch nicht einfach zu bekommen, Costa Rica gibt es noch sehr gut, aber für Mittelamerika ist es schwierig und Honduras gibt es schon gerade gar nicht. Wir sind also froh über den Audio-Guide und genießen den damit noch imposanteren Spaziergang durch die antike Stadt. Copan war zwischen 400 und 800 n. Chr. Bewohnt und damals eine der vier großen Maya-Städte, zusammen mit Tikal, Uxmal und Palenque. Nach 800 war die Maya-Kultur überall im Niedergang, die Wissenschaftler sind sich bis heute nicht ganz einig, warum. Es scheint eine Kombination aus Überbevölkerung und Raubbau an der Natur, Klimawandel (schon damals!) und inneren Zwistigkeiten gewesen zu sein. Als Teil des Rundgangs besuchen wir auch die Tunnels, von denen wir aber eher enttäuscht sind. Man kann gut sehen, daß die Pyramiden immer wieder über bestehende Bauwerke drüber gebaut wurden und damit auch immer höher und größer wurden, aber wirklich viel sehen kann man nicht, zumal nur sehr kleine Teile der existierenden Tunnels zugänglich sind. Das hätten wir uns auch sparen können, aber die Maya-Stadt selbst hat uns wirklich sehr beeindruckt. Sie erinnert tatsächlich in gewisser Weise an Palenque (das wir vor 26 Jahren besichtigt hatten und wo wir auch auf dieser Reise noch hin wollen), weil viele Bauten von der Natur überwuchert waren und erst mühsam freigelegt und teilweise auch rekonstruiert werden mußten. Am Ende des Rundgangs finden wir eine Sitzgelegenheit auf dem Hauptplatz, wo wir unseren mitgebrachten Tee und ein paar Plätzchen genießen können. Hier am Rand der Augrabungsstätte stehen auch große, schattenspendende Bäume, in denen Scharen großer roter Aras leben und sich lautstark bemerkbar machen. Die Aras werden offensichtlich angefüttert und scheinen zu Copan dazu zu gehören. Sehr schöne Tiere. Als wir genug haben, gehen wir zurück zum Buschen und fahren zu dem Campingplatz, den wir uns für heute ausgesucht haben. Auf dem Weg zuum Parkplatz treffen wir noch die Familie aus Quebec, die wir bei Guido in Costa Rica bereits kennengelernt hatten. Sie erzählen uns, dass sie gestern auch auf den von uns ausgesuchten Campingplatz wollten, der hatte da aber wegen Probleme mit dem Wasser geschlossen und sie sind dann im Garten eines Hotels nahebei gelandet. Na gut, wir probieren es auch - aber auch heute ist der Platz geschlossen und der Besitzer läßt sich auch nicht davon überzeugen, daß wir ja autark sind und eigentlich nur den Platz zum Stehen brauchen. Der wäre nämlich gut und recht weit von der lauten Straße entfernt. Also auch für uns Plan B, das Hotel. Am Ende sind wir eher froh darüber, dar Platz dort ist sehr viel schöner, mit schattenspendenden Bäumen, auf denen auch viele Aras zu sehen sind - und wieder in Nachbarschaft der Familie aus Quebec. Wir stellen uns auf und gehen dann in die Stadt. Dort gibt es ein von einem Deutschen namens Thomas betriebenes Restaurant mit eigener Brauerei, da wollen wir hin. Wir laufen hoch in das Stätchen, ein sehr schönes Städtchen mit Zocalo und kleinem Park und Kirche, sehr sauber und schön aufgemacht. Vorher gehen wir noch in einer Bäckerei vorbei, um uns für das Frühstück morgen ein paar Brötchen mitzubringen. Im deutschen Restaurant sind wir die ersten Gäste, Florian, der Junior-Chef begrüßt uns sehr freundlich. Das Weißbier überzeugt uns nicht, aber das Pils ist sehr lecker, auch das Essen ist sehr gut, echte deutsche Küche mit hausgemachten Kässpätzle und einer vorzüglichen Bratwurst. Das war sehr gut, wir nehmen uns ein Tuk-Tuk zum Hotel und fallen müde ins Bett.Læs mere




















