• Uaxactun

    1. maj 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 34 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir nach Uaxachtun. Die Straße ist nicht durchgehend geteert aber auch nicht so schlecht, wenn man langsam fährt. Wir brauchen mehr als eine Stunde für 24 Kilometer und stellen dann unser Buschen mitten im Dorf unter einen Baum im Schatten ab. Das wirklich ursprüngliche Dörfchen gruppiert sich entlang einer ehemaligen Flugzeuglandebahn, welche nun mit Gras bewachsen ist und in der Mitte sogar einen Zocalo hat. Zunächst besuchen wir zwei Ausgrabungsgruppen oberhalb der Landebahn. Das Ballfeld ist gut ausgegraben. Von den Tempelruinen sind viele noch überwachsen. Einige sind freigelegt. An der Akropolis hat man den höchsten Tempel freigelegt, inklusive des Tempelchen darauf. Er ist zu besteigen und oben im Tempel gibt es sogar noch Fledermäuse. Wir haben eine tolle Sicht von oben auf das Ausgrabungsfeld und das Dörfchen. Hier treffen wir auch die erste guatemaltekische Familie, welche das Gelände besichtigt. Ansonsten hatten wir das ganze Gelände für uns alleine, was eine wunderbare Atmosphäre hat. Wir beschließen, zu den anderen Ausgrabungsgruppen auf der anderen Seite des Dorfes zu gehen. Auf dem Weg hält uns ein kleiner Junge an und fragt ob wir eine Kokusnuß wollten. Die Mama steht am Zaun und winkt uns zu. Wir sagen zu und der Junge bringt uns zu seiner Hütte. Mehr ist der Holzverschlag nicht, in dem die beiden Eltern mit zwei Söhnen leben. Sie machen jedem von uns eine Kokusnuß auf und wir sitzen mit ihnen auf ihrem Hof im Schatten und unterhalten uns. Eigentlich gehen die Kinder zur Schule, welche von acht bis ein Uhr stattfindet. Wir haben jedoch elf Uhr und die Kinder sind offensichtlich zu Hause. So eng sieht man das hier anscheinend nicht. Die Kokusnuß ist erfrischend. Dann bekommen wir sie sogar noch aufgehackt und können das glibbrige Fruchtfleisch auslöffeln. Das war ein guter Zwischenstopp. Die Frau will zehn Qetzales pro Kokosnuß. Thomas hat nur 100 Quetzal. Wechselgeld lässt sich auch im Geschäft nicht auftreiben. Also lassen wir es dabei und verbuchen es unter Entwicklungshilfe. Weiter geht es. Wir besichtigen noch eine Gruppe von astronomischen Bauwerken, welche zur Ermittlung der Sonnenwende und der Tag- und Nachtgleiche verwendet wurde. Die Maya hatten einen sehr präzisen Kalender. Die Pyramiden wurden für diese Berechnugen genutzt. Die nächsten Ausgrabungsgruppen finden wir leider nicht mehr. Wir beschließen, wieder zurück zu laufen und fahren die unbefestigte Straße zurück auf den Campingplatz von Tikal. Wir gehen essen und besuchen die beiden Museen. Diese sind etwas enttäuschend. Für eine so große Ausgrabungsstätte wird extrem wenig gezeigt. Das Museum von Copan war dagegen gigantisch.Læs mere