Mary Sharp's Hot Sauce
6. maj 2025, Belize ⋅ ☁️ 31 °C
Heute geht es auf zur Karibik. Wir frühstücken gemütlich und verabschieden uns von der netten Wirtin. Zunächst fahren wir bis Belmopan und dann den Hummingbird Highway zur Küste. Die Strecke wird in den Reiseführern als eine der schönsten Strecken in Belize beschrieben. Und tatsächlich schlängelt sie sich durch dschungelige Berglandschaften und landwirtschaftlich genutzte Täler. Sehr schön. Kurz vor der Karibikküste machen wir einen kleinen Zwischenstopp bei der Factory von Mary Sharp. Das ist die scharfe Soße von Belize. Sozusagen das Tabasco von Belize. Wir werden freundlich empfangen und eine nette junge Dame gibt uns sofort eine Tour durch di0e Fabrik, in der mehrere tausend Flaschen täglich produziert werden. Angefangen hat es mit einer Ladung Chile Habanera, welche Marry Sharp in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts von einem Nachbarn geschenkt bekommen hat. Um die vielen Habaneras nicht verkommen zu lassen, hat sie eine scharfe Soße daraus gekocht und die abgefüllten Flaschen verkauft. Diese wurden ihr aus den Händen gerissen und so fuhr sie mit der Produktion fort. Mitlerweile gibt es 17 verschiedene Soßen. Dazu noch leckere Marmeladen aus tropischen Früchten und Liköre auf Fruchtbasis. Alles sehr lecker. Wir können das gesamte Sortiment am Ende verkosten und nehmen so einiges mit. Schade, dass wir so gute Marmeladen nicht schon zu Beginn unserer Reise kaufen konnten. Dann fahren wir nach Dangriga an die Küste. Die Bevölkerung ist rein schwarz und der Ort sehr ärmlich. Wir stoppen an einer Apotheke, weil Thomas immer noch ein hartnäckiger Husten quält. Ich steige aus und da kommt ein riesiger Rasta-Mann mit weit ausgebreiteten Armen schreiend auf mich zu. Ich flüchte in die Apotheke. Der Typ war definitiv nicht normal oder auf Droge. Die Leute in der Apotheke meinten er sei "loco", was so viel heißt wie verrückt. Na ja. Thomas hat nichts davon mitbekommen, da es im toten Winkel des Buschens stattgefunden hat. Auf den Schreck hin suchen wir uns ein Restaurant am Meer. Davon gibt es exakt eines im ganzen Ort. Dafür ist die Aussicht auf die türkisfarbene Karibik und den Strand hervorragend und das Essen auch sehr lecker. Im Anschluß fahren wir zum Hafen, von dem aus es morgen auf die Tabacco Cayes gehen soll. Der Hafen ist eine kleine Mole und auf Privatgeläne. Wir suchen uns ein Plätzchen am Meer unter dem Schatten einer Pinie und lassen den Abend mit einem Birchen und einen Sonnenuntergang über dem Meer ausklingen. Schon bald treiben uns aber die kleinen Mücken, welche auch Sandflies oder No-Seens genannt werden ins Buschen.Læs mere

















