• Calakmul

    15 maja 2025, Meksyk ⋅ ☀️ 35 °C

    Prompt verschlafen wir. Um 7 wollten wir los und um viertel vor sieben sind wir wach. Also flott frühstücken. Während des Frühstücks merken wir, dass wir die Uhr eigentlich bei Überquerung der Grenze nach Campeche eine Stunde hätten zurückstellen müssen. So haben wir eine Stunde gewonnen und können doch noch gemütlich frühstücken. Dann fahren wir zusammen mit Aaron, dem Engländer los. Er ist noch ganz jung, erst 20 Jahre und ist ein begeisterter Reisender. Letztes Jahr war er in Asien. Dieses Jahr hat er sich drei Monate für Mexiko, Mittelamerika und Peru gegeben. Also ein strammes Programm. Die 50 Kilometer bis zur Ausgrabungsstätte ziehen sich und wir brauchen 1,5 Stunden. Dort angekommen, ist schon einiges los. Wir parken das Buschen unter einem schattenspenden Dach und bieten Aaron an, ihn auch wieder zurück mitzunehmen. Eine genaue Zeit können wir nicht sagen. Er spurtet also los und wir lassen es gemütlich angehen Das Ausgrabungsgelände ist riesengroß und die ersten Pyramiden sind auch sehr eindrucksvoll. Wir klettern alle drei vollständig ausgegrabenen Pyramiden hoch und genießen die Aussicht über den unberührten Dschungel. Die Maya haben eindeutig andere Kriterien für die Errichtung von Städten gehabt wie wir. Calakmul liegt weit abgelegen in der Natur. Auf der letzten Pyramide treffen wir eine Gruppe junger Franzosen aus Paris. Die eine junge Frau meint, dass sei ja toll, dass wir das alles in unserem Alter in der Hitze schaffen würden. Da merkt man dann doch wie alt man ist, ha. Nichtsdesto Trotz, wandern wir weiter über das weitläufige Gelände zu den Ballspielplätzen und zur Akropolis. Chalakmul ist wirklich riesig und kann sich von seinen Ausmaßen mit Tikal vergleichen. Historisch war es in der klassischen Maya-Zeit die mächtigste aller Maya-Städte, zeitweise mächtiger noch als Tikal. Hier gibt es auch noch wirklich viel für Archäologen auszugraben. Es wird immer heißer und das Ausgrabungsgelände wird immer leerer. Wir gehen auch zum Ausgang und sehen uns noch ausgiebig das Museum an, welches sehr angenehm während der Hitze ist. Aaron sitzt draußen und wartet auf uns. Wir wollen noch gerne etwas unter den Picknikplätzen essen. Es gibt die Reste von den beiden vorgehenden Abendessen. Sehr lecker. Dann fahren wir zu der neuen Lodge und laden Aaron auf ein Bierchen ein. Hier sitzt man angenehm gekühlt, aber leider ohne schönen Blick. Die Lodges in den amerikanischen Nationalparks sind da schon viel schöner. Dann noch mal 1,5 Stunden zurück zum Campingplatz und wir lassen den ereignisreichen und eindrucksvollen Tag bei einem Kaffee und Keksen ausklingen. Czytaj więcej