• Tulum

    19 maja 2025, Meksyk ⋅ ☀️ 32 °C

    Wir genießen noch ein letztes Mal den Blick auf den türkisfarbenen See von unserem Wohnmobil aus zum Frühstück. Danach noch ein kleiner Hop in den See und weiter geht es Richtung Tulum. Auf der 275 Kilometer langen Strecke gibt es nichts zu sehen und auch keine Stadt, welche sich für einen Stop anbietet. Nur Annanas kaufen wir am Straßenrand. Dieser werden hier offensichtlich angebaut. In Tulum angekommen ist es schon fast drei Uhr. Das ist gut, dann ist es nicht mehr so heiß. Wir parken und gehen Richtung Ausgrabungsgelände. Zunächst einmal muß man eine heftige Summe für den Eintritt in den Nationalpark zahlen. Das Ausgrabungsgelände liegt inmitten eines Nationalparks. Guter Trick. Dann geht es mit einem elektronischen Bähnchen zum eigentlichen Eingang, so etwa 500 Meter. Dort muß man nochmals Eintritt für die Ausgrabung selber bezahlen. Das nenne ich mal unverschämt. Thomas beschwert sich bei einem Polizisten, welcher da steht. Aber der erklärt uns das genau so. Dann ist es wohl so. Mexikaner zahlen übrigens keinen Nationalparkeinntritt und nur die Hälfte für die Ruinen. Nur die Touristen werden zur Kasse gebeten. Könnte man auch mal bei uns in Deutschland einführen. Also nicht ärgern, nur wundern und rein geht es in die Ausgrabung. Tulums Ausgrabungen sind weder viel noch groß. Aber die unmittelbare Lage am Meer ist wunderschön und sehr fotogen. Es ist auch irgenwie anders, als wir es von vor 27 Jahren in Erinnerung haben. Wir genießen das Gelände und gehen dann an den breiten weißen Sandstrand mit dem Aircon Sand. Trotz der direkten Sonneneinstrahlung ist der Sand schön kühl. Doch leider ist zur Zeit Seegras Saison. Am Strand liegen Unmengen Sargasso und auch im Wasser schwimmen riesige Teppiche. Das sonst so klare türkisfarbene Wasser ist so eine einzige braune Masse und das Segras am Strand vergammelt und stinkt. Schade, das war damals nicht. Hinterher lese ich im Google, dass dieses Sargasso seit 2022 an die Küsten Yucatans gespült wird, so zwischen April und August. Ist das auch dem Klimawandel geschuldet, wer weiß. Zumindest schadet es der Tourismusindustie in Yucatan. Wir trinken noch ein Bierchen am Strand und lassen uns mit den Bimmelbähnchen zurück zum Eingang fahren. Von dort fahren wir in die Hotelzone zum Strand. Zunächst essen wir in einem guten mexikanischen Restaurant. Dann stellen wir uns an den Straßenrand direkt ans Meer und direkt hinter ein deutsches Expedimobil. Der lässt sich nicht blicken und so schlafen wir mit den Meeresrauschen ein. Mitten in der Nacht wache ich auf. Drei junge Männer haben sich hinter unserem Buschen versammelt und diskutieren lautstark und trinken Bier dazu. Da es so windig ist, kommen sie immer mal wieder nahe ans Buschen um sich i dessen Windschatten eine Zigarette anzuzünden. Das behagt mir gar nicht. Also fährt Thomas das Buschen ein paar Kilometer weiter in eine kleine Parkbucht, ohne Blick dafür aber ruhig. Czytaj więcej