• Fahrt zum Chicamocha Cañon

    November 10 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Morgens geht es los in Los Playa de Belen. Wir genießen noch ein letztes Frühstück mit dem genialen Blick über die Felsformationen des Tals und reißen uns dann schweren Herzens weg. Die Fahrt geht wieder über den Pass und vorbei an den vielen Obst- und Fleischständen. An einem stoppen wir und fotografieren die tolle Sicht in die Ebene. Dann noch einen Bund Bananen und ein paar Avocados gekauft und weiter geht es nach unten. Wir tanken noch mal voll, da es hier ultimativ preiswert ist. Umgerechnet 52 Cent für einen Liter Diesel. Das ist mit Abstand der günstigste Preis unserer Reise. Dann geht es entlang des Andenkamms immer in der Ebene. Wir kommen gut voran. Doch dann geht die Straße nach Bucaramanga ab in die Berge. Die Straßße wird steil, viele Schlaglöcher, sehr kurvenreich und viel Schwerlastverkehr. Wir kommen nur langsam voran und werden kräftig durchgeschüttelt. Bucaramanga ist eine Zweimillonenstadt. Große Hochhäuser erwarten uns auf den Bergrücken und bunte Favelas an den den Berghängen. Die Stadt ist ein Mix aus einer hochentwickelten US amerikanischen Stadt mit modernen Shopping Malls und breiten mehrspurigen Straßen und Stadtteilen mit Wellblech und ungeteerten Straßen. Ein Spiegel Kolumbiens. Super reich oder super arm. Thomas fährt souverän mitten durch das Stadtgewühl. Vor allem die vielen Motorräder sind schrecklich. Sie halten sich an keine Regeln und scheren einfach kreuz und quer irgendwo ein, ständig sind sie vor, hinter und neben einem, man muß wirklich aufpassen wie ein Luchs. Aber dann ist es geschafft. Wir wollen gerade aufatmen als es hinten einen riesen Knall gibt. Die Kühlschranktür ist aufgesprungen und alle Lebensmittel fallen im hohen Bogen in den Mittelgang. Unter anderem auch unsere 10 Eier. Die Eiermasse verteilt sich über alles. Was eine Riesenschweinerei. Thomas stoppt am Straßenrand und wir machen alles schnell sauber. Hoffentlich hat sich nicht zuviel Ei in die Ritzen unter die Schränke geschoben. Da kommen wir so leicht nicht dran zum sauber machen. Wir wischen alles weg und hoffen, dass wir alles so aufgewischt haben. Der Stopp hat uns eine halbe Stunde gekostet und so holt uns die Abenddämmerung ein, als wir in den Chicamocha Canyon einfahren. Es gibt ein eindrucksvolles Bild in der warmen untergehenden Sonne. Es sieht so faszinierend aus, dass wir uns doch noch ein paar Fotostops gönnen. Dann biegen wir zu unseren Stellplatz auf eine unbesfestigte Straße ab. Den letzten Kilometer fahren wir nun entgegen unserer guten Vorsätze im Dunklen und kommen dann wohlbehalten an. Wir müssen noch etwas nivellieren und die Blöcke unterlegen, damit wir halbwegs eben stehen und machen dann noch Abendessen, um dann todmüde ins Bett zu fallen. Das war schon eine anstrengende Fahrt heute für Thomas, der alleine fährt.Read more