Pandi
12. december 2025, Colombia ⋅ ☁️ 25 °C
Wir haben gut und ruhig beim Rauschen des Baches geschlafen. Heute erwarten sie hier jedoch eine Hochzeitsgesellschaft. Alle sind sehr geschäftig damit, alles schön herzurichten und zu schmücken. Also ist es ganz gut, wenn wir heute weiter fahren. Wir frühstücken noch in Ruhe. Die frischen Mangos sind herrlich saftig und süß. Wir werden nie mehr welche zu Hause essen können, denn jetzt wissen wir wie sie wirklich schmecken müssen. Weiter geht es auf der Autobahn. Die Fahrt führ durch herrliche Berglandschaft und über eine riesiege zweispurige Autobahnbrücke, welche sich riesig über das Tal spannt. Also sie können doch Straßenbau, was man auf den Nebenstrecken sonst immer stark bezweifelt. Heute steuern wir das kleine Bergörtchen Pandi an. Das letzte in der Kette der Kaffee-Örtchen. Der Ort selber liegt auch nur bei knapp tausend Meter Höhe und ist wieder sehr heiß. Die Temperatur hier in Kolumbien ist eine Frage der Höhe und nicht der Jahreszeit. Sehr ungewohnt für uns als Europäer. Wir kommen in dem Örtchen an und suchen nach einem Stellplatz. Etwas außerhalb liegt wieder ein so multifunktionaler Campingplatz. Wir lassen das Buschen auf der Straße stehen und gehen die letzten Meter rauf um zu sehen wie die Zufahrt ist. Sie ist aber super steil und unbefestigt. Nichts für uns. Die Besitzerin ist auch super unfreundlich und sagt gleich, dass es heute keinen Service gibt. Also fällt der Stellplatz aus. Wir fahren an den Marktplatz, parken das Buschen und laufen durch den kleinen verschlafenen Ort. Am anderen Ende soll es noch einen Campingplatz geben. Die Zufahrt ist ok und gut befestigt und flach. Aber leider rührt sich keiner. Die Hunde bellen heftig. Thomas ruft die Rufnummer an, welche wir im iOverlander gefunden haben. Der Mann hebt ab und verspricht in fünf Minuten da zu sein. Er zeigt uns die verwilderte Wiese, welche zum Zelten sein soll und völlig desolate Duschen und Toiletten. Da kommen wir mit dem Buschen sowieso nicht hin. Wir können aber in der flachen Einfahrt stehen. Kein Problem und er bietet uns auch das Bad im Haus an, denn plötzlich ist auch eine Frau im Haus die uns freundlich begrüßt. Warum sie vorhin nicht aufgemacht hat wissen wir nicht. Wir holen also unser Buschen vom Marktplatz und stellen uns in die Einfahrt. Die Hunde sind freundlich, aber das Haus und das gesamte Gelände sind völlig verwahrlost. Das Häuschen von innen vermüllt und das Bad eine Katastrophe. Sowas haben wir selbst in Mexiko noch nicht gesehen. Wie können Menschen nur so leben, denn daran könnte man schon etwas ändern, das kann man nicht durch Armut entschuldigen. Naja, wir schlafen im Buschen und haben eine schöne ruhige und sicher Umgebung. Abends gehen wir noch mal auf den Marktplatz und bewundern die wirklich üppige Weihnachtsbeleuchtung. Wer bezahlt so was in einem so kleinen Ort. Er hat weniger Einwohner als Naurod und bei uns zu Hause gibt es gerade einmal einen beleuchteten Weihnachtsbaum. Ich trinke einen Tinto und Thomas ein Bierchen und so klingt der Abend weihnachtlich aus.Læs mere









