• Bogotá - Taufe und Montserrate

    20. december 2025, Colombia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute morgen nehmen wir uns einen Uber zu der Wohnung von den Schwiegereltern meines Neffen Felix. Seine Frau stammt aus Bogota und ist hier aufgewachsen. Heute sind wir zu einer Taufe eingeladen. Felix und Sofia sind Taufpaten bei ihrer kleinen Nichte Alana, welche wir letztes Jahr auf ihrer Hochzeit kennengelernt haben. Sie wohnen in einem riesigen Gebäudekomplex in einer Gated Community. Wir lassen uns absetzen und gehen uns beim Pförtner anmelden. Dann kommen schon Felix uns Sofia runter und begrüßen uns. Wir fahren in den 11. Stock. Geraldine begrüßt und freundlich in der weihnachtlich geschmückten Wohnung. Sie gibt uns sogar ihr Ehebett als Gästebett. Wir sind sehr gerührt über so viel Gastfreundschaft. Doch dann brechen wir auf zur Taufe, bzw. erst mal zu der Kirche, wo diese stattfinden soll. Wir sind wie immer spät, aber der Täufling selber ist auch noch nicht da und so sind wir für kolumbianische Verhältnisse früh. Es kommen etwa 70 Personen zur Taufe. Der Gottesdienst wird von einem alten Pfarrer extra dafür abgehalten. Nach der Taufe geht es wieder etwa eine halbe Stunde mit dem Auto quer durch die Stadt bis zu einem Kulturzentrum in dem die Feier stattfindet. Es ist schon ein Tisch mit einer großen Tauftorte aufgebaut. Ein Caterer ist auch da, aber es wird erst mal gekocht. Die Kinder der Gesellschaft bekommen eine Hüpfburg aufgeblasen und zwei nette Frauen, welche sich um die Bespaßung kümmern. Wir lernen, dass in Kolumbien jeder Kindergeburtstag von professionellen Betreuern bestritten wird. So was könnten wir uns in Deutschland nicht leisten. Der Täufling wird herumgereicht und jeder bekommt das kleine und liebe Mädchen mal in die Hand gedrückt. Wir freuen uns auch nach so langer Zeit mal wieder ein kleines Kind im Arm zu haben. Dann gibt es Hotdogs für die Kinder und noch etwas später auch das Essen für die Erwachsenen. Dann gehen wir noch etwas um den Block spazieren und verpassen die Rede der Täuflings-Eltern. Dafür bekommen wir aber ein Stück super süße Torte. Sie schmeckt sehr nach Amerika. Diese Torte hätten wir auch in den USA serviert bekommen. Am späten Nachmittag löst sich die Feier auf und wir fahren mit Sofia, Felix und Geraldine noch zum Monserrate. Eine ganze Stunde stellen wir uns an der Zahnradbahn an. Als wir oben auf dem Berg ankommen, ist es schon dunkel. Überall strahlt die bunte und farbenfrohe kolumbianische Weihnachtsbeleuchtung. Wir wandern zur Kirche und wir frieren. Wir sind über 3.000 Meter hoch und der Wind ist eisig. So frieren wir so nahe am Äquator. Es soll noch einen speziellen Weihnachtsgesang geben, aber Thomas und mir ist es zu kalt und so fahren wir zurück. Es war ein wirklich schöner und ereignisreicher Tag.Læs mere