Pasto und Laguna de la Cocha
26 gennaio, Colombia ⋅ 🌧 14 °C
Wir haben ruhig geschlafen trotz der Nähe zur Panamericana. Besser als beim lauten Autohupen im Hotel in Popayan. Wir frühstücken wie immer gemütlich und dann misst Thomas den Reifendruck. Schlechte Nachrichten. Der Reifen verliert immer noch Druck. Da müssen wir dringend was unternehmen. Das geht so nicht weiter. Thomas pumpt den Reifen wieder auf. Juan hat uns einen Kontakt in Pasto gegeben. Der soll uns helfen, eine gute Werkstatt zu finden. Die Fahrt geht durch eine gigantische Berglandschaft. Wir schlängeln uns hoch und runter. Die grünen Berge glänzen in der Sonne. Das Wetter spielt gerade mal ein paar Stunden mit und wir genießen diese wunderschöne Bergkulisse. Kurz vor Pasto zieht es sich aber zusammen. Wir geben dem Kontakt Bescheid, dass wir in 30 Minuten in Pasto sind. Er meldet sich nicht. In Pasto angekommen beschließen wir eine Goodyear Filiale anzufahren, da die neuen Reifen von Goodyear sind. Die Werkstatt hat jedoch geschlossen und es sieht aus als ob dort nichts mehr offen ist. Wir fahren nochmal die Panamericana zurück und siehe da, der nächste Goodyear Shop hat offen. Da Juans Kontakt sich nicht meldet, müssen wir es wohl selbst in die Hand nehmen. Der Mann misst den Reifendruck nach und meint, der sei doch ok. Thomas erzählt wieder, dass er über Nacht Druck verliert und jeden morgen aufgepumpt werden muss. Also montiert er den Reifen ab. Er hat eine tiefe Wanne mit Wasser durch die er den Reifen dreht. Und siehe da, es gibt ein winziges Loch an der Außenseite des Reifens und nicht auf der Lauffläche. Er markiert das Loch, montiert den Reifen wieder und schickt uns zu einem Vulcanisador, welcher den Reifen flicken muß. Er kann es leider nicht. Seine Wegbeschreibung ist so unverständlich, dass wir Juan anrufen, der sich mit dem Mann unterhält und uns dann einen Goggle Maps Punkt schickt, wo wir die Werkstatt finden. Wir fahren dorthin. Die Jungens dort sind sehr hilfsbereit und nehmen uns sofort dran. Also Reifen abmontiert, Loch nochmal in Wasserwanne geprüft, Reifen von der Felge, einen Flicken von innen gegen das Loch geklebt und etwa eine Stunde unter Hitze und Druck abwarten. Wir haben Hunger und ich gehe so die Straßen entlang da steigt mir ein köstlicher Duft von Croissants und Brot in die Nase. In einem Haus in einer offenen Garageneinfahrt ist ein Bäcker. Kein Schild, kein nichts. Der Mann sieht sehr europäisch aus und hat ganz blaue Augen. Ich spreche ihn an und es ist tatsächlich ein Franzose, welcher hier seit 20 Jahren Baguettes, Croissants und andere französische Leckereien backt. In 15 Minuten sei alles fertig. Ich gehe zu Thomas zurück und berichte von meiner Entdeckung. Zusammen gehen wir zum Franzosen und erwerben ofenfrisches Baguette und leckere Croissants. Wir unterhalten uns noch ganz nett. Ihn hat die Liebe nach Kolumbien verschlagen. Aber er findet das Leben hier sehr arbeitsreich und will eigentlich nach Frankreich zurück. Bei der Werkstatt gibt es eine Cafeteria. Wir bestellen einen Kaffee und essen unsere frischen Croissants dazu. Dann ist unser Reifen fertig und unser Auto startbereit. Das ganze hat 12 Euro gekostet und wir hoffen, dass jetzt unser Problem behoben ist. Wir verlassen Pasto und fahren hoch zur Laguna de La Cocha. Dort suchen wir uns einen Stellplatz wunderschön am See bei einem schweizerisch aufgemachten Hotel. Wir essen noch lecker Forelle zum Abendessen und fallen mit dem Froschquacken in den Schlaf.Leggi altro

























