• Santuario de Las Grutas de la Paz

    28 gennaio, Ecuador ⋅ 🌧 17 °C

    Wir haben wunderbar ruhig geschlafen und frühstücken gemütlich, bevor wir zum Grenzübergang fahren. Es sind nur zwölf Kilometer und so sind wir nach 20 Minuten da. Die Geldwechsler und sonstige selbsternannte Führer bedrängen uns. Dafür lassen sie uns nirgends parken. Wir fahren bis auf die Brücke an den Straßenrand hinter drei andere geparkte Autos. Zur Sicherheit bleibe ich im Buschen und Thomas meldet das TIP ab, was problemlos funktioniert. Ein Glück. Wir dachten schon, dass wir Probleme bekommen könnten wegen unserer drei Wochen Ausreise nach Deutschland. Auch die Immigration geht einfach. Nach nur 10 Minuten ist Thomas wieder da und ich gehe mich ausstempeln. Kein Mensch ist vor mir und so bekomme ich innerhalb von zwei Minuten meinen Ausreisestempel aus Kolumbien in den Pass gedrückt. Wir fahren über die Brücke nach Ecuador und parken direkt neben der Grenzpolizei. Auch hier wieder gleiches Prozedere. Wir gehen zur Immigration und bekommen den Stempel für unsere 90 Tage Einreiseerlaubnis nach Ecuador. Es sind nur zwei Leute vor uns und so geht auch das sehr zügig. Dann geht Thomas zum Zoll und bekommt seine 90 Tage TIP für unser Buschen. Das dauert etwas länger. Papiere müssen ausgefüllt werden. Die Fahrgestellnummer wird geprüft, Bilder von Außen und Innen werden gemacht. Dann sind wir drin. Das hat auch etwa 30 Minuten gedauert. Also insgesamt nichtmal eine Stunde. Das ist ein schneller Grenzübergang. Wir fahren in das Örtchen Tulcan. Hier steuern wir einen Parkplatz an und besuchen den Friedhof. Die Zypressen und Tujas auf dem Friedhof sind in Form von Figuren geschnitten. Das sieht aus wie ein riesiges Skulpturenkabinett. Wir fotografieren und da kommt eine Beerdigungsprozession rein. Hier werden die Särge nicht in die Erde gelassen wie bei uns sondern in Mauernischen reingeschoben und anschließend eingemauert. Davor gibt es dann in der Wand eine kleine Nische, welche an den Bestatteten Menschen erinnert. Meist mit Namen und Sterbedatum. Das Geburtsdatum steht nur selten dabei. Daneben gibt es kitschigen und geschmackvollen Grabschmuck. Alles nicht groß, da die Nische klein ist. Eine interessante Form seine Toten zu bestatten. Solche Beerdigungswände finden wir neben Friedhöfen auch in Kirchen. Das ist sehr interessant. Dann gehen wir ins Örtchen um uns eine Claro Sim Karte zu besorgen und wieder Online zu sein. Im ersten Shop werden nur Pakete verkauft und keine SIM Karten. Dann finden wir einen Claro Laden. Die Dame ist freundlich und schwatzt Thomas einen eSIM Vertrag auf. Diese Karte kann er überall wieder aufladen Die Esim mit den ersten 4 Wochen kostet 21 Dollar. Ich entscheide mich für die einfache Variante. Ich bekomme eine normale physische SIM Karte, welche 5 Dollar kostet und einen Dollar mit 2 GB für die ersten 7 Tage. Danach kann ich da auch das jeweilig gewünschte Paket aufladen. Ich hatte noch eine zwanzig Dollar Note einstecken und Thomas ein paar einzelne Dollarnoten. Das ist insgesamt nicht genug. Also gehen wir zur Bank und heben 400 Dollar ab. Wir rechnen und rechnen und kommen zu dem Schluss, dass das eSIM Angebot doch eher mäßig ist. Wir wollen den Vertrag rückgängig machen. Das geht aber nicht. Thomas Pass ist hinterlegt. Damit wir keinen Ärger bekommen, bezahlen wir einfach. Wir fühlen uns aber schon irgendwie gelinkt. Wir machen einen kurzen Zwischenstopp am Markt, da es anfängt aus Kübeln zu regnen. Wir kaufen etwas Obst und Gemüse und warten das gröbste ab. Dann kauft Thomas einen Schirm für mich und wir laufen zurück zum Buschen. Bei strömendem Regen fahren wir aus Tulcan und weiter zu den Grutas de la Paz. Auf dem Weg gehen wir noch lecker essen. Das Essen ist noch billiger als in Kolumbien. Wir biegen von der Panamericana ab und fahren etwa elf Kilometer zu der Pilgerstätte. Auch hier gab es eine Marienerscheinung. Sie haben eine Kapelle in einer Tropfsteinhöhle errichtet. Durch die Höhle fließt ein reißender Bergbach. Das Rauschen und die Höhle selber geben eine besondere spirituelle Atmosphäre. Wir sind fast alleine und es ist wunderschön. Nach einem kleinen Spaziergang gehen wir schlafen.Leggi altro