• Auf ins rote Meer

    September 12 in Egypt ⋅ 🌬 31 °C

    Der Wecker klingelt früh - ein harter Start in den Tag für meinen Morgenmuffel.
    Gut, dass ich Elan für uns beide habe.

    Wir schnappen uns unsere 7 Sachen und marschieren zur Tauchschule der Hotelanlage. Von dort werden wir mit dem Taxi zum Hafen von Marsa Alam gebracht.
    Da Ägypten darauf ausgelegt ist, dass Touristen die Hotelanlage i.d.R. nicht groß verlassen, genieße ich die 20 minütige Taxifahrt um mir einen Eindruck von der Ortschaft zu machen, in der wir uns befinden.
    Der Eindruck bleibt jedoch überschaubar: Marsa Alam besteht ausschließlich aus einer wenig hübschen Wüste und verschiedenen Hotelkomplexen am Meer. Dazwischen: tonnenweise Müll.
    Die Stadt selbst hat ebenfalls nur wenig zu bieten: eine riesige leer stehende Mall, mehr oder weniger intakte Häuser und einen Hafen mit mehr oder weniger intakten Booten.

    Gut, dass wir nicht hier sind um Sightseeing zu machen.
    Mit dem Zodiac werden wir auf das Schiff gebracht - zum Schutz des Korallenriffs liegen die großen Boote hier nämlich nicht direkt am Hafenufer.

    Und schon geht es los: auf zum Dolphin House!
    Dort erlebe ich einen großartigen Tauchgang, der uns mitten durch einen Canyon führt. Es sieht fantastisch aus wie das Licht durch die Öffnungen fällt und im Wasser tanzt.
    Außerdem ist es ein beruhigendes Gefühl für mich, zu erleben, dass Tauchen tatsächlich wie Fahrradfahren zu sein scheint: einmal gelernt, funktioniert es ganz von selbst, wenn man erstmal unter Wasser ist. Egal wie viel Zeit dazwischen liegt.

    Paul macht derweil einen langen geführten Schnorchelgang.
    Einen zweiten machen wir dann noch zusammen.

    Nach einer Stunde Schnorcheltour auf dem offenen Meer werden wir von dem Zodiac wieder eingesammelt.
    Nacheinander zieht der Zodiac-Fahrer uns alle aus dem Wasser in das Boot hinein. Die kleineren Personen haben das Glück am Rand des Bootes abgesetzt zu werden. Bei den größeren Personen bemötigt der Fahrer etwas mehr Kraft und Schwung, sodass die Personen mit Karacho in der Mitte auf dem Boden des Bootes landen.
    Wenn auch nicht immer elegant, ist es doch beeindruckend zuzusehen, wie leicht der Fahrer Person um Person aus dem Wasser zieht.

    Trotz dass das Riff ein Wohnraum für Delfine sein soll, haben wir leider keinem einzigen gesehen.
    Dafür viele bunte Fische, schöne Korallen, Rochen und eine Muräne.

    Geschafft von dem Tag, verbringt Paul den Abend im Bett; während ich mit unserer Urlaubsbekanntschaft dass all inclusive Angebot ausgiebig nutze und zur späteren Stunde die Strandbar abschließe.
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