• NÜRNBERG II: LIEBE, KUNST UND BRATWÜRSTE

    July 24 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Frauen kommen da in der Kunst etwas gewalttätig zum Zuge. Im Germanischen Museum schlägt Venus den kleinen Amor. Ist deshalb die Auswirkung der Liebespfeile von Amor so kompliziert, wie es der Künstler Jürgen Weber mit seinem Brunnen "Das Ehekarussell" ausdrückt. Da wird geschwärmt, gezüchtigt, betrogen, entfremdet und schliesslich ermordet. Interessant sind auch die Darstellungen der schwangeren Mutter Maria mit offenem Bauch und das medizinische Modell der schwangeren Frau aus dem 17. Jahrhundert.

    Und auch in dieser Stadt stossen wir auf die Wurzeln berühmter Persönlichkeiten. Der deutsche Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker Albrecht Dürrer ist hier geboren (1471) und hat bis zu seinem Tod (1528) da gewirkt. Mit seinen Gemälden, Zeichnungen und Kupferstichen zählt er zu den herausragenden Vertretern der Renaissance. Neben seinem künstlerischen Schaffen schrieb Dürrer u.a. Werke über das Perspektivenproblem in der Malerei und das erste Mathematikbuch in deutscher Sprache.
    Fast 200 Jahre später bereicherte ein anderes Talent den Ruhm der Stadt: der Komponist und Organist Johann Pachelbel, bei uns vor allem bekannt durch seinen Kanon in D-Dur, der seit den 1970er Jahre in einer Vielzahl von Popsongs verwendet wird. Pachelbel war nach mehreren Tätigkeiten (u.a. Musiklehrer von J.S. Bachs Bruder) im "Ausland", Organist in seiner Heimatstadt Nürnberg.

    Bratwürste kannten wohl schon beide berühmten Männer. Sonst würde es wohl kein Museum der Bratwürste geben. Aber ob diese heute so schlecht sind, dass sie gleich mit den Bananenschalen im Abfall landen? Wir haben es nicht ausprobiert.
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