Verflixt und verteufelt in Solvær
Jun 24–25 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Heute Morgen zeitig aber in aller Ruhe gefrühstückt. Die Fähre zwischen Melbu/Vesterålen und Fiskebøl/Lofoten fährt so oft, dass ich keine Sorge habe, es heute nicht zu schaffen. Genau so ist es: nach 90min mit Lasse verabschieden wir uns von den verregneten Vesterålen und begrüßen die letzte der drei Inselgruppen dieser Reise mit zartem Sonnenschein. Der Tradeoff mit Lydia Regen für Deutschland im Austausch gegen 15Grad und Sonne scheint zu funktionieren 🙌🏻 Völlig enthusiastisch geht’s weitere 25min nach Solvær zur nächsten Unterkunft. Eigentlich viel zu früh, aber ich hab Glück und komm mit Online-Code in mein Apartment für die nächsten zwei Tage.
Nach einer Dusche wird das Wanderequipment angelegt und der Rucksack mit Köstlichkeiten gefüllt. Regenjacke und Regenponcho bleiben zurück.
Ziel heute ist der Hausberg von Solvær. Ziel in 527hm ist das sogenannte Teufelsportal. Der Weg dort hoch geht über die Teufelsstufen. Diese haben nepalesische Sherpas in den Fels eingebracht aber herrgott man hätte ihnen die DIN 18065 wirklich näher bringen sollen. Das Verhältnis von Stufenhöhe, Auftrittstiefe kombiniert in einer 63cm Schrittmaßregel würde mich heute dermaßen frohlocken lassen. Stattdessen wird der Gluteus maximus gottlos bis an die Belastungsgrenze gebracht. Stairmaster im Fitneßstudio auf höchstem Schwierigkeitsgrad ist Kindergarten dagegen.
Nach unendlich vielen Stufen oben angekommen geht der Spaß des Tages erst so richtig los, es folgen die Teufelswände. Mir fehlt die Kreativität nach der fünften Wand eine gangbare Route für die sechste zu finden. Vor allem so eine, die auch wieder runter komme. Ich hab bissle Bedenken dem Katze-im-Baum Phänomen zu folgen. Ich hätte dem Teufel im Portal weiter oben gerne meine Meinung gegeigt aber auch der Fløya hat heute kein Gipfelbild für mich.
Stattdessen geht es tippeltappeltour die Wände und diese verdammten Stufen wieder nach unten zum Parkplatz. Nach dem ich wiederum die fehlende DIN 18065 bemängelt habe und der Groll darüber verflogen ist, stelle ich fest, dass das Wetter immer besser wird. Deswegen geht es mir Lasse in das 25min entfernte Henningsvær - schicker Fischerort und vielleicht einer der bekanntesten Fußballplätze der Welt, weil er auf einer Insel liegt. Diese ganze Inselgruppe kann man bei diesem mittlerweile Traumwetter (danke Lydia 🙏) sehen indem man bis zum Stausee des Festvågtind aufsteigt. 220hm später genieße ich la Dolce vita mit Knorr-Napoli und frisch gekochtem Pfirsisch-Tee. Dabei stimm ich mich mit den Daheimgebliebenen schon mal auf die neue Zweitligasaison ein. Als nach 45min meine Aussicht gestört wird, trete ich den Rückzug nach unten an.
Es folgt noch ein Abstecher zum Stadion bevor es zurück nach Solvær geht. Auf halber Strecke guck ich mir noch den Fischerort Kalle an. Schick schick hier mit Strand und kleinem süßen Hotel.
Zurück in der Unterkunft verbessere ich mein Norwegisch und schaue auf dem 90Zoll TV noch Fußball während ich die Tour für morgen plane. Ich will Lasse frei geben und mit einer Fähre zu einer vorgelagerten Insel fahren. Das Bar-und Nachtleben von der größten Stadt der Lofoten muss bis morgen warten. Die zwei Anstiege heute haben ganz schön reingeschallert 😅Read more




























TravelerIch warte doch aber iiiiimmer noch auf deine Hälfte des Deals ;)