STRABAG Sommerfest
Jun 10–12 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C
Zwei intensive Tage mit den Kollegen von unserer Direktion STRABAG Brückenbau und der Stuttgarter Familie der Zentralen Technik von ZÜBLIN in Marburg. Insgesamt ein runder Aufgalopp in meinen bevorstehenden Solotrip nach Norwegen.
Mittwoch begann mit einem entspannten Fingerfood und Cocktailabend als Coming Together. Die Drinks waren echt ausgefeilt und ich musste mich mich nicht durch die Karte würfeln sondern hab sie einfach alphabetisch von A bis durchprobiert. Besonders gefreut habe ich mich über den Austausch mit meinen Stuttgarter Kollegen, die ich sonst entfernungsbedingt nur im TeamsChat treffe.
Nachdem am Donnerstag vormittag es einen offiziellen Teil mit Präsentationen gab, wobei das Thema BIM eine große Rolle gespielt hat(💪🏻),ging es nach dem Mittag zur Nachmittagsaktivität - ich hatte mich für Geocaching durch die Marburger Altstadt entschieden - beste Entscheidung.
Marburg zeigt sich nicht auf den ersten Blick. Die Stadt erschließt sich Schritt für Schritt – durch verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser, überraschende Kunstwerke und kleine Details, an denen man sonst vorbeilaufen würde. Zwischen Ziegenköpfen der sieben Geißlein , Spiegeln der Stiefmutter von Schneewitchen im Efeu und riesigen Insekten an Hausfassaden des tapferen Schneiderleins wirkt die alte Studentenstadt manchmal fast ein wenig verspielt. Vielleicht ist genau das ihr Reiz: Hier scheint Geschichte nicht im Museum zu stehen, sondern mitten auf der Straße zu leben.
Der Mittwochabend mit Cocktails war bereits ein gelungener Auftakt, doch die Abendveranstaltung in Dagobertshausen setzte noch einmal einen drauf: großartiges Essen, kreative Cocktails – einer sogar mit Chili – und gleich drei Eisfahrräder. Sensationell. Fast so gut wie ein Eis in Beeskow.
Heute Morgen klingelte der Wecker bereits um sechs Uhr. Nach vier Stunden Schlaf ging es weiter nach Frankfurt. Zum Glück nahm mich ein Kollege mit zum Züblin-Fußballcup auf dem DFB-Campus. Und nun stellt sich im Flughafenhotel die entscheidende Frage: Zählt der DFB-Campus als erster Stadionpunkt? Die Groundhopper werden vermutlich diskutieren, ich bin bereit für beide Urteile.
Aktuell läuft jedenfalls nur noch das Regenerationsprogramm: Hotelobby, leicht asozial auf dem Sofa liegen und auf den Early Check-in warten.
🍻🏗️⚽️Read more
Restday
Jun 12–13 in Germany ⋅ 🌧 13 °C
Johannes mein Kollege setzt mich 8Uhr am Zleep Hotel Kelsterbach ab. Leider kann ich erst 12Uhr einchecken und lungere deswegen erst 4h in der Lobby rum, die zum Glück sehr bequem ist und ich gut was schlafen kann.
12Uhr zieh ich um und häng noch mal drei Stunden dran bevor es zum nächstgelegenen Edeka geht. Viel mehr passiert heute nicht mehr, da ich Anfang August schon wieder in FFM bin, belass ich es heute dabei.Read more
Frankfurt - Tromsø - Sommaroy
Jun 13–14 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
Heute Morgen klingelte der Wecker um 7Uhr, schnell ein Frühstück eingenommen. Zleep Hotel Kelsterbach kann man empfehlen für eine Nacht vor dem Flug. Der Hoteleigene Shuttlebus fährt direkt vor dem Hotel ab - praktisch. 10 Minuten später steh ich im Terminal 1 am automatischen Lufthansa Baggage DropOf. Eine Punktladung mit 23kg später geht’s direkt in die Sicherheitskontrolle. Irgendwie bin ich maximal verwirrt das keiner meinen Pass sehen will - aber auch wurscht. Ganze 2h vor Boarding Time am Gate A20 - ich konnte es wohl irgendwie nicht erwarten schätz ich. Einen NetflixFilm später gehts auch schon in den Airbus A321neo auf Sitz 30F nach Tromsø. Neben mir sitzt Eileen, die in Norwegen zwei Wochen Bikepacking macht - vollster Respekt.
Die Versorgung im Flieger ist üppig es gibt ein Wasser und ein Stück Schokolade aber ich will nicht meckern.
Pünktlich 14:30Uhr landen wir in Tromsø. Das Gepäck ist schnell eingesammelt und dann geht’s zu Ole am Avis Schalter mein Auto abholen. Es wird ein VW ID.4. Im Parkhaus verräum ich mein Kram und taufe mein Auto Lasse.
Keine fünf Minuten später lande ich im REMA1000 und lass die Kreditkarte glühen. Das ich relativ hungrig beim Einkaufen bin, schont nicht gerade den Geldbeutel aber ich kann alles finden - besonders wichtig CampingGas.
Draußen auf dem Parkplatz gibt’s das erste Erinnerungsfoto mit Lasse und danach geht es knapp 60km an der wunderbaren Küstenstraße 862 nach Sommaroy. Etliche Fotostops später erreich ich das Sommaroy Artic Hotel, wo ich eine Nacht bis morgen bleibe. Für Lasse gibt’s feinsten Strom zum Abendessen und ich dreh noch eine Runde zurück bis zur Brücke Sommaroy - berufsgeschädigt ich weiß. Norwegen bedankt sich artig und begrüßt mich mit dem ersten Regenschauer. Nichts was der Hotelfön abends nicht mehr trocken bekommt.
Die Fähre von Brensholmen nach Bothamn und damit von der Insel Kvaløya auf die Insel Senja geht morgen 10:15Uhr.Read more
Fähre nach Senja - erster Gipfel
Jun 14–15 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C
Heute Morgen gab’s pünktlich 7:30Uhr Frühstück. Wenn ich nicht die Fähre bekommen hätte müssen, hätte ich bestimmt noch mehr vom fantastischen Buffet genommen - wirklich sensationell.
Tag2 - zweiter Rentnermove nachm Flughafen. Ich steh als zweiter in der Schlange für die Fähre hinter einem deutschen Camperpärchen aus Dortmund. Wenn die Fähre 10:15Uhr geht, ist man halt schon 8:30Uhr da 😅 Das muss noch besser werden im Urlaub. Die Fähre schluckt ca. 50 Fahrzeuge und Camper und fährt mich von Brensholmen auf die Insel Senja nach Bothamn.
Ich gönne mir einen kleinen Nap an Board und bin 75 Minuten später im Zielhafen Bothamn.
Das Ziel für heute ist der 15Minuten entfernte Riven - mein erster Berg. Lasse und ich rauschen am Wanderparkplatz vorbei bis nach Husøy, wo GoogleMaps dann zur Besinnung kommt und wir wieder umdrehen. Die erste Intuition war richtig, der Parkplatz vor dem Tunnel ist der Startpunkt. Überhaupt Tunnel sind wild: Schmal und grob mit Spritzbeton ausgekleidet - durchweg beleuchtet wie in einem schlechten Horrorfilm. Lasse erkennt zuverlässig alle Fahrradfahrer. Absolute Maschinen. Eine dieser Maschinen erreicht zeitgleich mit mir den Parkplatz. Danach sattle die Dame wie beim Biathlon ihre Sachen auf, ich zögere und verliere sie aus den Augen.
Dadurch wird der 1km hart, da ich den Einstieg in die Route nicht finde und an der steilstmöglichen Stelle querfeldein gehe. Entweder die Frau kann beamen denn oben am Horizont sehe ich sie- damit ist der erste Fixpunkt klar. Suunto steigt an dieser Stelle mit ein - also doch Verlass auf die Navigation.
Oben am Gipfel werde ich mit einem atemberaubenden Blick auf den König der Insel Senja - den Segla - belohnt. Unten im Fjord sind einige Lachszuchten zu sehen. Nach ner kurzen Stärkung trete ich den Rückweg und ich schwöre bei Gott diese Frau taucht wieder aus dem Nichts auf und überholt mich mit einem Affenzahn - unmöglich zu folgen. Bloß gut, dass sie Mitte fünfzig ist und überhaupt nicht fit 😅 Hej - Hej wird ausgetauscht und weg ist sie. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kommen mir Vorzeigewanderer entgegen. 8 Leute ohne Wanderschuhe - viel Spaß im Match und feuchten Moos.
Auf dem Parkplatz wieder ein Hej - Hej und Ciao mit der fitten Wanderin und ein letztes Winken von Lasse und mir auf dem Weg nach Hamn I Senja.
Zwei wunderschöne Fotospots folgen noch: Die Wanderdühne und Strand Ersfjord und die Aussicht der Teufelszähne sowie auf den Segla von der anderen Seite. Ich verlasse die 862 und bin nun auf der 86 unterwegs.
Kurz vorm Ziel gibt’s dann Haute Cuisine am Straßenrand mit Brückenblick.
Hotelzimmer in Hamn ist ein Traum - zeig ich bestimmt die nächsten 5 Tage noch - solange bleib ich jetzt hier als Basis für die umliegenden Gipfel.Read more
Husfjellet
Jun 15–16 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C
Heute morgen ging es für mich und Lasse zum Startpunkt der heutigen Tour ein kleines Stück zurück nach Skaland. Der Wanderparkplatz ist schnell gefunden und mit EasyPark für 4h bezahlt. Im Gegensatz zu gestern ist der Einstieg der Tour kinderleicht zu finden. Die Etappen sind grün, blau und rot gestaffelt und ich entscheide mich natürlich für den vollen Weg nach oben. Nach 50m frage ich wie groß eigentlich das Moor ist über das wir laufen, als ich die Familie mit dem Golden Retriever eingeholt habe. Wird nicht der letzte Hund heute sein, der sich nach der Hälfte der Strecke schöne braun-schwarze Schuhe anzieht :)
Die grüne Etappe ist nach 20min geschafft und damit die erste Wasserpause verdient. Danach gehts rechts in den Birkenwald rein. Nach weiteren 20Minuten lichten sich die Bäume und der Blick entschädigt schon jetzt. Auch heute gibt’s wieder die Trailrunner die kaum da, auch schon zack an mir vorbei sind. Nach 60min ist die Hälfte geschafft und damit die blaue Etappe. Wer bis hierhin geht, verpasst das Beste, denn…
Es kommt das Moor. Als geübter PrinceOfPersia Spieler Mitte der 90er weiß ich die teils wackligen und abenteuerlich verlegten Holzbohlen und Bretter zu nehmen. Bloß gut, dass ich bereits heute in Level2 also Tag2 die Wandersöcke zum Ausbalancieren freigeschaltet hatte.
Danach geht es nochmal gottlos nach oben, aber hey „The View on Top is totally worth the Hike“ schreibt man nicht in jedes Gipfelbuch nach 647m Höhenmetern und 1h40min. Ich sauge die Atmosphäre und Umgebung ein, nachdem mein Puls wieder in einem Bereich unter 200 ist und das letzte Wasser ausgetrunken ist. Nach 15min geht’s dann auch schon wieder runter. Viele Hej Hejs - jetzt hätte ich Luft zum Reden, aber bis auf ein nettes Ehepaar aus Colorado am Fuße des Birkenwalds sind die Aufwärtsmarschierenden sichtlich konzentriert - was ich verstehen kann.
Mein Wanderführer hat nicht gelogen. Was auf die Minute die angepeilten 3:30h später stehe ich wieder bei Lasse und es geht ins Joker gegenüber für zwei Bier, zweimal Streukäse und 500g Erdbeeren zahle ich 34€. 18:15Uhr wird mit der Zapferunde per Facetimecall angestoßen mit Blick quer über die Bucht auf den heutigen Berg. Abendessen gibt’s wieder wie gestern unterwegs - das Campingequipment ist Goldwert - tausend Dank dafür an alle noch mal.
Morgen geht’s dann auf den Segla wenn das Wetter so bleibt.
P.S. Die Erdbeeren sind jeden Øre wert und das Senja Tustern Pale Ale schmeckt besser als das Senja Segla Kölsch-Type. Bei der eine Runde belass ich es heute und less am Leuchturm hinter dem Hotel weiter im Buch :)Read more
Mitternachtssonne und Senjaikone Segla
Jun 16–17 in Norway ⋅ ⛅ 9 °C
Gestern Abend hat es mich direkt nochmal gepackt und ich habe den Einstieg der Tour für Donnerstag gesucht - den Sukkertroppen was so viel wie Zuckertropfen auf deutsch heißt. In Hamn i Senja gab es zwischen 1872 und 1886 eine Nickelmine. Die Überreste davon liegen ca. 15Minuten Fußweg entfernt. Gut dass ich rechts der Straße laufe - wäre ich links gelaufen hätte mich vermutlich der Klapptisch vom Camper getroffen, der mich überholt. Der Tisch fliegt wie ein Diskus und knallt links an den Berg. Mein wildes Winken hilft Nix der Tisch bleibt zurück. Neues Equipment für Lasse auch nicht schlecht.
Ich wandere mich zum Leichtturm und genieße das fantastische Wetter am Leuchtturm mit Blick über die Bucht. 0Uhr trete ich den Rückweg an, die Sonne war nicht mal nah am Horizont - völlig verrückt 😅 Auf dem Rückweg bestaune ich die Brücke im Hafen. Ich präferiere die rechte Brücke auf dem Bild nach einer gepflegten Zwicklrunde.
Heute morgen Wecker Wecker sein lassen und leider die deutsche Reisegruppe beim Frühstück verpasst - schade wirklich sehr schade. Ich ergattere die Reste und stelle von deftig auf süß um - mein Magen dankt es mir wie sich rausstellen sollte. Das Wetter passt es geht zur Ikone der Insel Senja dem Segla. Ursprünglich wollte ich entweder noch den Hesten oder den Barden dazu machen, aber ich brauch ja nochn Grund nochmal wieder zu kommen ;) Außerdem hab ich dafür keine Suunto GPX-Daten😅 Der Parkplatz in Fjordgård ist problemlos gefunden und per EasyPark für 4h bezahlt. And LuckyMe auch direkt den Einstieg zur Tour gefunden. Den Dynamoaufkleber am ersten Wegweiser (unten) ist nicht von mir. Danach gehts die ersten 600m ein Forstweg gemach nach oben bis zu einer Grillhütte. Links lasse ich den Barden liegen. 100m weiter gehts links zum Segla und rechts zum Hesten. Ab hier wechseln sich hölzerne Einfeldträger und Durchlaufträger ab, denn es geht wieder übers Moor. Bevor ich die Herleitung des Durchlaufträgers abschließen kann, gehts wie gestern durch ein Birkenwäldchen nach oben. Der Wanderführer sagt links halten - turns out aufm Rückweg rechts wäre viel leichter gewesen 🙃
Ich erreiche Heia und denke intensiv über ein Schläfchen nach. Was danach folgt ist sowas von gottlos - dass es jeder Beschreibung spottet. Wohl gemerkt, dass soll eine Allermanns/Allerfrauenstour sein laut Wanderführer. Also auch heute wieder Hunde in allen Formen und Größen und die ohne-Wanderschuhe-is-besser Fraktion. Es bleibt mir ein Rätsel.
Wir erinnern uns nochmal an das „Linkshalten“ nah am senkrechten Abgrund weil sehenswerter und planen eine Sechsstopstrategie aller 50-75 hm ein. 100hm unterm Gipfel teste ich wie weit eine 2l Wasserflasche fliegt. Ah ja dachte ich mir. Dinge die es nicht braucht. Aber hey als im Januar geborener aktiviere ich meine Steinbocksuperkraft und sammle meine Flasche wieder ein. Die zusätzlichen Höhenmeter schallern nochmal richtig rein. Nach 1h40min erreiche ich den Gipfel. 40m vorher mache ich Trikottausch - aus Mangel an Alternativen mit mir selbst. Fortan trage ich Farben Schwarz und Gelb zum Gipfel und ernte bewundernde Blicke aufgrund dessen das ich nicht schwitze - Mindgame ;) Heute mache ich oben schön Rast und komm mit allerhand Leuten aus Spanien, Deutschland und Frankreich ins Gespräch.
Danach geht’s bergab und ich häng mich an das deutsche Ehepaar. Unmöglich denen zu folgen. Aber der Weg auf der anderen Hangseite ist sowas von besser - nicht leichter - aber besser.
Im unteren Drittel bin ich einmal kurz maximal genervt und getrieben durch eine Gruppe lauter wirklich sehr lauter Amerikaner und funktioniere den Abstieg für 2m zur Bobbahn um - nichts passiert toi toi toi. Kleine Schramme am Daumen weiter nix.
Ich schwöre mir mich nicht wieder stressen zu lassen und die nächsten Gruppen einfach passieren zu lassen für den Rest der Reise.
Wie drückt es eine weitere Amerikanerin aus, der ich einen meiner beiden Stöcke bis unten verleihe: „We are slow, so we enjoy hiking way much longer“.
Am Parkplatz geht’s auf dem Heimweg noch Abendessen mit Blick auf die Steile Rückseite des Segla und vorher einen Cappucino ungefähr dort wo morgen die Tour zum Knuten startet.Read more
Ånderdalen Nationalpark und Åndervatnet
Jun 17–18 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C
Heute Morgen ging um 8Uhr ans Frühstückbuffet und danach direkt ohne Zähneputzen zu Lasse. Dieser war quasi in der hoteleigenen Zapfanstalt über Nacht und war bereit loszuschlagen mit 100%.
Übrigens Lasse ist auch ein Würger - Gurtstraffung nennt es VW - ich bin demgegenüber völlig wertneutral eingestellt. Das Wetter ist viel besser als gedacht, deswegen wird der ursprüngliche Plan kurzerhand über Bord geworfen heute zu relaxen stattdessen geht es ins südliche Senja in den Ånderdalen Nationalpark. Am Parkplatz wird wieder aufgesattelt nur um nach 500m zu merken, dass das Feuerzeug fehlt, das fällt mir erst ein, als ich die erste Feuerholzhütte sehe.
Aber alles verschmerzbar, denn heute ist es mit 120hm quasi topfeben. Am Parkplatz noch schnell Müll entsorgt und das übliche hej hej mit einem Pärchen ausgetauscht. Die Frau trägt das ca. 1jährige Kind im Rucksack. Das motiviert mich, meinen Rucksack auch vollzuladen mit Karoffelköstlichkeiten und Tee sowie ausreichend Wasser. Nach ca. 1km hab ich die beiden eingeholt und gebe mich als Deutscher zu erkennen indem ich die Lüge verbreite dass es heute nur 120hm sind. Voll motiviert stapfen wir zu dritt los. Emely hat dabei die beste Aussicht und thront hoch oben im mütterlichen Rucksack.
nach einem weiteren km erreichen wir die Endstation für Rollstühle und die Keine-Wanderschuh-Fraktion. Danach gehts wie könnte es anders sein wieder über eine weit ausgedehnte Moor- und Teichlandschaft über unzählige Einfeldträger. Ich bestimme die möglichst ungünstigste Lastfallkombination für drei Erwachsene plus Kind. Wir einigen uns daraufhin auf etwas Abstand :)
Ich überzeuge als Laufstegmodell und weiß die Hüften geschickt einzusetzen um nicht im Moor zu fallen und damit von Ameisen, Pilzen und anderen Tierchen zersetzt zu werden.
Nach weiteren 2km trennt sich unsere Gruppe in Richtung Wasserfall und in Richtung Åndervatnet, was im Grunde genommen ein riesiger See ist, der durch Schmelzwasser gespeist wird. Zum Meer hin fällt er dann als laaang gezogener Wasserfall ab.
An dieser Stelle muss ich mein Wanderführer mal kritisieren, der Track ist längst dicht und aus den versprochenen 12km werden 15km und 120hm waren gelogen, am Ende sind es 500hm. Ich nehms mit Humor. Dafür ist der neue Track abgesteckt wie ein Riesentorlauf - nicht zu verfehlen. Den See erreich ich nach 7km und dann geht es direkt ans Kochen. Tee und Kartoffeln mit Bacon und Ei sind schnell zubereitet. So eine 5Minuten Terrine schmeckt nach 7km und viermal so viel Höhenmetern wie versprochen richtig geil. Emely aus Bremen samt Eltern trifft auch ein aber sie sind einfach am Wasserfall bergauf gegangen - schwierig, machbar aber keineswegs von den Norwegern so gewollt was sie auch einsehen.
Ich verabschiede mich etwas eher weil ich auf dem dafür vorgesehenen Weg noch den Wasserfall sehen möchte, dort gibt’s nochn Riegel und das letzte Wasser und Zeit für 20min Kopfaus.
Als ich wieder auf den Hauptweg zurückkehre, kommen die drei wieder von links und ich entscheide mich, dass entgegen meiner Annahme wohl das der richtige Weg zurück ist 😅 Danach verabschiede ich mich von den Dreien und biege nochmal rechts für die Extra-Höhenmeter zur Aussicht ab - und man das hat sich gelohnt. Riesenrundumblick in den Nationalpark mit Grillplatz und Übernachtungshüttenverschlag Deluxe mit Blick auf den Istinden (hatte ich wegen Schnee schon vorab abgewählt). Es gibt noch zahlreiche Lehrpfade zum Thema Flora und Fauna und paar Schnappschüsse mit Tieren bevor es zum Parkplatz und damit zurück nach Hamn zum Hotel geht.
Morgen folgt dann der letzte Tag auf Senja mit Nickelwerk und Sukkertroppen bevor es dann Freitag mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes auf Andøya geht.Read more
Sukkertoppen & letzter Abend auf Senja
Jun 18–19 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C
Heute Morgen ging es gegen 8:30Uhr zum Frühstück nur um mich danach nochmal bis 12Uhr aufs Ohr zu legen. Und siehe da die Bewölkung ist verzogen und es geht zum letzten Gipfel auf Senja den Sukkertoppen (Zuckerberg), der auch der Hausberg meiner Unterkunft in Hamn ist. Das heißt ich geb Lasse heute frei, schicke ihn in oder an die Zapfe und er gönnt sich feinstes kWh-Zwickl bis ich zurück bin.
Das heißt heute ist der Start direkt am Hafen/Hotel.
Und es geht bis zum Wanderparkplatz, wo die Tour eigentlich startet. Dann geht’s entlang der Stromtrasse landeinwärts. Mir kommt ein französisches Ehepaar mit strahlend weißem Husky entgegen. Die weißen Pfoten lassen darauf schließen, dass es heute ausnahmsweise mal nicht in oder übers Moor geht :)
Danach treff ich drei junge Frauen, die aus Richtung des alten Staudamms kommen und Richtung Utsikten abbiegen, also der etwas abgeschwächten Variante für heute. Ist verlockend, aber ich hab ja kein frühen Mittagsschlaf gemacht, um jetzt die blaue Tour zu laufen. Schließlich wartet meine Suunto-Followerschaft auf weitere Höhenmeter 📈
Es geht also rechts Richtung Sukkertoppen hinauf. Als ich das Mittelplateau erreiche, überlege ich wie hoch gleich nochmal die norwegischen Strafen für Nacktbaden im Bergsee sind und entscheide mich dagegen. Stattdessen aktiviere ich meine Steinbockfähigkeit erneut - Januar geboren sei Dank und krachsel bis kurz unter den Gipfel.
Und ja, ich muss euch und mich an dieser Stelle enttäuschen Heidi oder besser der Sukkertoppen hatte heute kein Gipfelfoto für mich. Stattdessen Trikottausch in Schwarz/grün/rot 💙🤍 und die wahnwitzig schöne Aussicht über die Bucht rüber Richtung Skaland/Husfjellet für mehr als 30min wirken lassen und einfach Höhenmeter Höhenmeter sein lassen. Das Wasser ist dermaßen klar und türkis-blau. Bilder können das nur teilweise widerspiegeln.
Schön finde ich in Norwegen - die Alpenwanderer mögen mich gegebenenfalls berichtigen - dass es auf jedem Gipfel oder knapp darunter die Tradition gibt einen Stein zu einem Haufen dazuzupacken, bis wohin man es geschafft hat. Dies mach ich auch heute und trete die Flucht nach unten an, als zwei Deutsche von unten hoch kommen und sich laut redend kurz überhalb meines Traumspots niederlassen.
Auf dem Weg nach unten schau ich mir noch den alten Stausee des Elektritätswerks an. und bin bald zurück am Parkplatz und am Hotel. Noch zwei Sidefacts: 1882 war das 6,5kW Kraftwerk das erste Wassergetriebene Elektritätswerk Europas und das fast zeitgleich mit der Eröffnung der Edison Electric Illuminating Company in Manhattan. In der Hinsicht ist Norwegen wohl schon immer ein Pionier. Zu Spitzenzeiten leben in Hamn dank Nikkelwerk, Kirche, Taverne ca. 650 Leute, heute gerade mal noch zehn.
Einfach Danke Hamn und Senja. Das waren fantastische fünf Tage die ich hier verbringen durfte. Senja hat alles übertroffen, was ich mir erhofft habe. Ich komm definitiv nochmal zurück für den Hesten, Barden,… und den drei Tages Trekk durch den Ånderdalen Nationalpark um Rentiere nicht nur auf der Straße mit Lasse sondern in freier Wildbahn zu sehen🫶
Morgen geht’s dann in aller Früh für Lasse und mich auf die nächste Fähre, die uns von Gryllefjord/Senja nach Andenes/Andøya bringt wo direkt die nächsten Highlights warten 🐋🏖️⛰️Read more
Puffins & Muffins und Walsafari
Jun 19–20 in Norway ⋅ ☀️ 11 °C
Da ich nach Recherche mit der Rezeption in Hamn und dem Campingstaff in Stave (nächster Overnightstop auf Andøya) feststellen musste, dass die einzig verfügbare Walsafari schon 14:30Uhr startet, entscheidet ich mich Lasse abends an der Fähre in Gryllefjord abzustellen und mich von Philiberto - Italiener der jetzt in Norwegen wohnt und in Hamn arbeitet - für die letzte Nacht abholen zu lassen.
Ich genieße bei perfektem Wetter Fischsuppe mit Safran (Olé) und einen Salat mit Lachs, Käse und Himbeerdressing - scheint mir ein würdiger Abschied von der Insel Senja und Hamn.
Morgen gegen 9Uhr gehts das letzte Mal ans Frühstückbuffet bevor Sandra zwei weitere Gäste und mich zurück zu Lasse und zur Fähre fährt.
Lasse und ich haben Im Qualifying gestern Abend nur die dritte Position bzw Lane erreicht demzufolge geht es etwas später aufs Boot, dass ich fast verpasse als ich noch in aller Seelenruhe Streetart in Gryllefjord fotografiere.
Danach lege ich mit handgestoppten 30,9s auf 150m einen neuen undokumentierten Suunto-Rekord hin, um rechtzeitig mit Lasse vereint am heutigen Tetris in den Fährschiffbauch teilzunehmen.
Lasse nimmt es als Kompliment dass er rechts in die Motorradbucht eingewiesen wird, ich schwitze wie ein Weltmeister, sterbe tausend Tode und seh die Kaution davon fliegen 💸
Als es selbst Lasse zu eng wird, haue ich die Bremse rein und gehe an Deck.
Die See ist heute rau. Deswegen versuche ich den Längs- und Querschwankungen adäquat mit Gipfelrum und erlaubten 0,19999 Promille zu begegnen. Der Blick zurück auf die Bugwelle und Senja mit flatternder norwegischer Fahne ist magisch. Auf zu neuen Ufern. Andøya und damit die Vesterålen voraus ⛴️
Zwei Sachen die mich enttäuschen: Trotz hervorragender Leiter wird aus Mangel an Möglichkeiten kein anderes Schiff geentert und trotz hervorragendem Equipment lässt sich auf Gedeih und Verderb niemand als zweiter Würger outen, die Seile hätten es hergegeben. Nach 1h40min geht es an pünktlich an Land.
Danach geht es mit einem Nerdstop beim Andøya Aerospace Center direkt weiter zum nächsten Highlight meines Trips: Wal- und Puffinsafari mit Brigitte und Sophie. Brigitte ist Kapitänin seit 30Jahren und kommt wie Sophie unsere Meeresbiologin aus Frankreich. Zuerst gibt’s die obligatorische Sicherheitseinweisung und -ausrüstung. Seid ehrlich der Fit und das OOTD steht mir. Danach gehts ohne Speedlimit im RIB Boot 20 Seemeilen aufs offene Meer. Als es fast schon aussichtslos scheint zack waren sie da. Insgesamt 15 Pottwale, mal zu fünft als Gruppe und was üblicher ist alleine und das keine 5m vom Boot entfernt. Neues CoreMemory unlocked 🐳 Einfach gigantisch und von Sophie alles meisterhaft erklärt. Wir sind viel länger als geplant draußen. Selbst die als erfahrene Meeresbiologin ist von den Socken - schön jemanden zusehen und das gilt für beide die ihren Traumjob und Passion gefunden haben.
Ich schieße sprichwörtlich den Film alle, sprich den Akku meines Handys.
Auf dem Rückweg geht es an Bleiksoøya einer vorgelagerten Insel vorbei. Hier ist eines DER Sommerquartiere für Puffins (Papageitaucher). Es leben wohl so 30.000 Brutpaare auf der steil zu Meer abfallenden Insel. Einfach magisch wie sie auf dem Wasser chillen oder durch die Luft schwirren.
Es geht über 2h später als gedacht zurück zum Bleik harbour und wir lassen bei Tee und Muffins - hier ist der Anfangsbuchstabe entscheidend (!) die phänomenale Tour Revue passieren und alle sind sich einig, dass wir irgendwann mal im November nach Tromsø fliegen um Orcas und Buckelwale zu sehen.
Danach geht es noch 10km mit Lasse weiter nach Stave zum Campingplatz. Cabin No.9 ist meine - glaube auch, dass es einen gleichnamigen Horrorfilm gibt aber hier ist einfach nur geiles Wetter, Sonne zwei Handbreit weit oben, Chefkoch Marcus hat Arrabiata gezaubert und es könnte nicht besser sein.
Damit ich auch wieder schlechte Laune bekomme, geht’s zum Midsommerhike noch entweder rauf auf den Måtinden und zum Høywika-Strand - abgelegen in einer Bucht.Read more
Hoywika & Roadtrip nach Nyksund
Jun 20–21 in Norway ⋅ 🌬 11 °C
An dieser Stelle ein dickes Sorry not Sorry an meine erlesene Suuntofollowerschaft. Gestern schlug das magische Pendel für den abgelegenen Strand Hoywika, den ich von meinem Campingplatz in Stade direkt erlaufen konnte. Gegen 22:30Uhr werden die Wanderschuhe geschnürt und die Wanderstöcke festverzurrt. Was dann auf den nächsten gut 6km folgt ist einfach nur magisch. Perfektes Wetter, kein Wind und ein super toller Hike zu einem Strand der abgelegen und nur zu Fuß so wie ich ihn gehe zu erreichen ist.
Kaum zu glauben, dass ich sowohl Hin als auch Zurück keine Menschenseele treffe.
In der Bucht von Hoywika angekommen, gehe ich vom Laufen ins Schwimmen über und absolviere in Bestzeit 100m Freiwssserschwimmen und ahme die zuvor gesehenen Pottwale mit Delphinzügen nach. Keine Bestzeit aber unvergessliches Erlebnis zur Mitternachtssonne.
Dass in der Bucht gerade mal ein kleines Gehöft steht, bestätigt wieder Lage Lage Lage 😅
Danach gehts genau so schnell zurück, dass mich die letzten Sonnenstrahlen aus der Bucht kehren.
Auf dem Rückweg grüße ich genau die neun Schaffe die super zutraulich sind. Genauso lassen sich zahlreiche vereinzelte Vogelpaare beobachten und hören. Gegen 2Uhr schlage ich in Stave wieder auf und wirklich ein Haus schicker als das Andere - sehenswert vor dieser Topkulisse auf Andøya.
Gegen 9Uhr gehts dann heute hoch, etwas wenig Schlaf aber in Cabin No.9 gibts frische Crossaints von der Rezeption und vom Gaskocher zwei Tassen Tee. Gegen 10:30Uhr gehts in aller Seelenruhe mit frisch geduschtem Lssse in Richtung Süden.
Wir verlassen Andøya, durchfahren das Sortland und drehen auf Kurs Nordwest auf die Inselgruppe Øksnes bei. In Myre - der Hauptstadt - hat der Regen so zugenommen, dass es für mich zum erstmaligen Einkäufe aufstocken geht, während Lasse draußen in den erstmaligen Genuss von satten 150kW-Ladestrom kommt. Als ich 400kr leichter nach 20min zurückkehre, ist Lasse wie berauscht und es geht nach Nyksund.
Alle Strecken heute waren wieder absolut sehenswert aber die letzten 8km auf sandiger Piste zu diesem abgelegenen Fischerort bei Regen, Sturm und peitschenden Wellen geben mir ein wohliges Gefühl.
Hier ist jetzt mein Happyplace bis Montag Nachmittag. Hotel eine 10/10 mit vielen nistenen seltenen Möven, die es nur hier gibt. Café im Ort wird von einer Exildresdnerin geführt und auch der Hotelchef ist ein Düsseldorfer. Schon die ersten 2h reichen, um zu verstehen, warum man hierhin auswandert.
Jetzt gibts im Restaurant die Henkersmahlzeit, danach werden die nordischen und keltischen Gottheiten milde gestimmt, so dass ich morgen die „Königinnenetappe“ Dronningsruta in Angriff nehmen kann 🥾Read more
Mittsommer-Wunder und -Magie in Nyksund
Jun 21–22 in Norway ⋅ 🌧 11 °C
Heute war sie angedacht die große 15,2km Tour zum Nyken, Mælen, Sørkulen, Kjœlen - kurz die Route der Königin die Dronningruta. DIE absolute Ikone der Vesterålen. Aber was soll ich sagen - meine Suuntofollower wissen es seit 15Uhr - die Strecke, das Wetter und nicht zuletzt die Königin haben ihren Tribut gefordert. Den Nyken, den Mælen genommen und danach peitschte der Wind und prasselte der Regen, dass ich mich kurz unterhalb des Sørkulen entschied umzudrehen. Danach dumm wie drei Meter Feldweg blind einem Schweizer Pärchen hinterher, die aber nach Stø wollten und nicht nach Nyksund wie ich. Das merkte ich erst unten am Strand.
Dann folgte meine nächste Glanzleistung des Tages eine unrühmliche Ehrenrunde unten am Strand weil ich den Track nicht mehr gefunden habe. Dummheit wurde heute so richtig bestraft und die nordischen und keltischen Gottheiten meinten es gut mit mir. Nach 30min Irrungen und Wirrungen habe ich den Track wieder gefunden - mein kleines Mittsommer-Wunder, also wieder hoch Richtung Sørkulen dann aber rechts den Weg zurück den ich eigentlich nehmen wollte zurück zum Mælen und Nyken - der Helikopter kann also in der Basis bleiben und die 113App musste nicht aktiviert werden. Ich habs Lucas schon geschrieben, heute war es grenzwertig und ein Stück drüber hinaus.
Zurück in Nyksund geht’s direkt unter die warme Dusche und alle nassen Sachen werden wie Trockenfisch über die Leinen gehangen.
Dann geht’s zur Feier meiner Dusslichkeit zurück in das Café wo ich gestern schon war. Warmer Cheesecake und heiße Schokolade sind eine echte Offenbarung heute und hitten noch mal besonders rein. Am Ende komm ich mit Elias dem netten Bediener -eigentlich deutscher Ökologiestudent aus Tromsø - und Jeanette der noch netteren Cafébetreiberin noch lange ins Reden und Erzählen als die letzten Gäste schon längst bezahlt haben und gegangen sind.
Ich mach’s kurz: einen besseren Platz für Mittsommer hätte ich per Zufall nicht finden können, als diese Hippiekommune, die einen über 30Jahre verlassenen Fischerort mit neuen, kreativen Ideen, viel Schaffenskraft, Passion, Schweiß, Mühe, Herzblut zu so einem Juwel am letzten Ende vor der Arktis kontinuierlich seit 1997 wieder zum Leben erweckt hat, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.
Bitte bitte liebe STRABAG eine Workation, Sabattical call it whatever aber hierhin muss ich definitiv nochmal zurück kommen, seien es Orcas, Polarlichter, die komplette Dronningruta oder diese Community.
Morgen früh um 11Uhr geht’s für zwei Nächte nach Straume auch Vesterålen aber Region Bø und verlasse damit Region Øksnes.
Aber vorher noch Lagerfeuer mit den Locals von Nyksund zum Mittsommer. Die Einladung kann ich mir nicht entgehen lassen 🔥🪵Read more
Roadtrip durch die Vesterålen nach Straume
Jun 22–23 in Norway ⋅ 🌧 10 °C
Heute gab es late late Breakfast gegen 9:30Uhr. Danach hab ich meine sieben Sachen gepackt und alles in Lasse verladen und mich aus Nyksund in Richtung Straume verabschiedet. Am ersten potentiellen Wanderstop ein zweites Vormittagsschläfchen gemacht aber der Regen wollte und wollte heute den ganzen Tag über nicht aufhören. Also weiter Richtung neuer Unterkunft ganz entspannt gefahren und im neuen Zimmer (leider ohne gefiederte Spanner) Nachmittagsschläfchen gemacht. Danach noch ein Tick weiter südlich das Küstenörtchen Bø inkl Diner besucht und ein Montagsbierchen getrunken und Burger gegessen. Beim Mann von der See oder Mannen fra havet habe ich versucht die Wetter- und Meeresgötter milde zu stimmen bevor es zurück zur neuen Unterkunft ging. Morgen geht’s dann hoffentlich wieder in die Wanderschuhe 🥾Read more
„RO!“ und Regen in Straume
Jun 23–24 in Norway ⋅ 🌧 9 °C
Gestern Abend noch spontan im Gemeinschaftsbereich des Hotels bis 4Uhr Fußball geguckt - Vorschlafen sei Dank. Erst lief Frankreich - Irak und danach 2Uhr Norwegen - Senegal. Tatsächlich haben sich immerhin fünf reisende Fußballbegeisterte in der Hotellobby dafür begeistern können und Norwegen ist zu einem 3:2 gerudert. RO! RO!😂
Dementsprechend lange wurde heute unterbrochen durch ein Frühstück um neun Uhr lange bis 11:30Uhr geschlafen. Danach wollte ich meine Suunto-Follower gnädig stimmen, aber auch heute wurde es nur ein kurzer 3km Ausflug in den Straumsjøenfjord von geplanten 13km. Aber die nasse rutschige Felsküste macht mir ein dicken Strich durch die Rechnung. Also peitschte mich der Regen zurück zu Lasse und zurück ins Hotel. Das Beste draus gemacht und einen gemütlichen Buchnachmittag „Bevor der Kaffe kalt wird“ mit Hotelkaffee und Kuchen eingestreut. Lasse genehmigt sich derweil 30% leckere kWh in der Zwischenzeit und wird mich morgen 2h zur Fähre in Melbu fahren. Dann setzten wir nach Fiskebœl auf den Lofoten rüber und verlassen die Vesterålen und lassen den Regen hoffentlich hinter uns 🤞🏻Read more
Verflixt und verteufelt in Solvær
Jun 24–25 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Heute Morgen zeitig aber in aller Ruhe gefrühstückt. Die Fähre zwischen Melbu/Vesterålen und Fiskebøl/Lofoten fährt so oft, dass ich keine Sorge habe, es heute nicht zu schaffen. Genau so ist es: nach 90min mit Lasse verabschieden wir uns von den verregneten Vesterålen und begrüßen die letzte der drei Inselgruppen dieser Reise mit zartem Sonnenschein. Der Tradeoff mit Lydia Regen für Deutschland im Austausch gegen 15Grad und Sonne scheint zu funktionieren 🙌🏻 Völlig enthusiastisch geht’s weitere 25min nach Solvær zur nächsten Unterkunft. Eigentlich viel zu früh, aber ich hab Glück und komm mit Online-Code in mein Apartment für die nächsten zwei Tage.
Nach einer Dusche wird das Wanderequipment angelegt und der Rucksack mit Köstlichkeiten gefüllt. Regenjacke und Regenponcho bleiben zurück.
Ziel heute ist der Hausberg von Solvær. Ziel in 527hm ist das sogenannte Teufelsportal. Der Weg dort hoch geht über die Teufelsstufen. Diese haben nepalesische Sherpas in den Fels eingebracht aber herrgott man hätte ihnen die DIN 18065 wirklich näher bringen sollen. Das Verhältnis von Stufenhöhe, Auftrittstiefe kombiniert in einer 63cm Schrittmaßregel würde mich heute dermaßen frohlocken lassen. Stattdessen wird der Gluteus maximus gottlos bis an die Belastungsgrenze gebracht. Stairmaster im Fitneßstudio auf höchstem Schwierigkeitsgrad ist Kindergarten dagegen.
Nach unendlich vielen Stufen oben angekommen geht der Spaß des Tages erst so richtig los, es folgen die Teufelswände. Mir fehlt die Kreativität nach der fünften Wand eine gangbare Route für die sechste zu finden. Vor allem so eine, die auch wieder runter komme. Ich hab bissle Bedenken dem Katze-im-Baum Phänomen zu folgen. Ich hätte dem Teufel im Portal weiter oben gerne meine Meinung gegeigt aber auch der Fløya hat heute kein Gipfelbild für mich.
Stattdessen geht es tippeltappeltour die Wände und diese verdammten Stufen wieder nach unten zum Parkplatz. Nach dem ich wiederum die fehlende DIN 18065 bemängelt habe und der Groll darüber verflogen ist, stelle ich fest, dass das Wetter immer besser wird. Deswegen geht es mir Lasse in das 25min entfernte Henningsvær - schicker Fischerort und vielleicht einer der bekanntesten Fußballplätze der Welt, weil er auf einer Insel liegt. Diese ganze Inselgruppe kann man bei diesem mittlerweile Traumwetter (danke Lydia 🙏) sehen indem man bis zum Stausee des Festvågtind aufsteigt. 220hm später genieße ich la Dolce vita mit Knorr-Napoli und frisch gekochtem Pfirsisch-Tee. Dabei stimm ich mich mit den Daheimgebliebenen schon mal auf die neue Zweitligasaison ein. Als nach 45min meine Aussicht gestört wird, trete ich den Rückzug nach unten an.
Es folgt noch ein Abstecher zum Stadion bevor es zurück nach Solvær geht. Auf halber Strecke guck ich mir noch den Fischerort Kalle an. Schick schick hier mit Strand und kleinem süßen Hotel.
Zurück in der Unterkunft verbessere ich mein Norwegisch und schaue auf dem 90Zoll TV noch Fußball während ich die Tour für morgen plane. Ich will Lasse frei geben und mit einer Fähre zu einer vorgelagerten Insel fahren. Das Bar-und Nachtleben von der größten Stadt der Lofoten muss bis morgen warten. Die zwei Anstiege heute haben ganz schön reingeschallert 😅Read more
Rainy & Relaxing Day in Svolvær
Jun 25–26 in Norway ⋅ 🌧 11 °C
Heute ist nicht viel passiert. Ich hab wieder mal so richtig lange ausgeschlafen, habe in aller Seelenruhe geduscht und gefrühstückt, denn der Regen hat Lasse und mich wieder eingeholt und nicht nur son bisschen, sondern schönes Grau-in-Grau und ordentliche Schlieren Nasses von oben. Daher habe ich mein Trip auf die Insel Skrova gecancelt und bin stattdessen zum Sightseeing aufgebrochen und hab im Hotel um die Ecke ein Daily Spa mit Sauna gebucht 🧖
Danach ging es zum Nachmittag in ein Café im Hafen und in ein Museeum und eine Kunstgalerie - was man halt so macht wenn das Wetter nicht mitspielen will. Jetzt wird im Apartment gekocht und heute um 22Uhr noch das letzte Gruppenspiel geguckt. Morgen geht’s dann ein Stück weiter nach Leknes und vielleicht vorher doch noch nach Skrova - mal gucken was das Wetter morgen sagt 😊Read more
Museen statt Berge
Jun 26–27 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Heute Morgen gegen 10Uhr in Solvær ausgecheckt und beim Frühstück noch Yr-Wetterapp gecheckt. Leider leider wieder tief hängende Wolken mit jeder Menge Regen, also werden auf dem Weg nach Leknes alle Kirchen und alle Museen abgeklappert.
Startschuss ist die Lofotenkathedrale in Solvær und das Lofotenfischer-Museeum in Kabelvåg. Sehenswert an einem Regentag - Berge wären mir aber deutlich lieber gewesen.
Nächstes Ziel ist das Wikingermuseum in Borg kurz vor Leknes.
Auf dem Weg dahin kurzerhand zwei ältere Damen aus Polen per Anhalter mitgenommen, die zufällig auch das gleiche Ziel hatten und denen ich das Warten an norwegischen Bushaltestellen gerne wegnehme - ohne Fahrplan weiß man nie ob und wann überhaupt ein Bus vielleicht kommt.
Das Wikingermuseum ist deutlich größer und interessanter und lässt an diesem verregneten Tag bissle abtauchen in eine Zeit so 950 n Chr. Alles sehr beeindruckend. Ich laufe 2km zur Bucht um ein Vikingerschiff zu sehen und dann gibt’s zur Belohnung eine Zimtschnecke und heiße Schokolade zurück im Hauptgebäude.
Die beiden älteren Damen wieder eingesammelt geht’s nach Leknes, wo ich die beiden am Busbahnhof wieder in die freie Wildbahn entlasse. Dann wird eingekauft, Lasse gönnt sich 150kW und in der bombastischen Unterkunft wird mit Dresdner Essenz erstmal dick gebadet - Herrlich. Danach gibt’s die nächste Ladung Luxus Erdbeeren und die nächste Batterie Nudeln.
Pünktlich 20:30Uhr schlage ich im örtlichen Pub auf, ein Norwegen-Trikot ließ sich sowohl in Solvær als auch in Leknes nicht auftreiben. Dafür ist die Stimmung beim 1:4 gegen Frankreich trotzdem bestens und es wird wieder gerudert 😅🙌🏻
Die nächsten zwei Tage wird es wieder Wandercontent geben - habe wohl alle Wettergottheiten heute im Musseum ausreichend gehuldigt und auch die Badehose hat ihren zweiten Einsatz. YippiehRead more
Offersøykammen 🫶
Jun 27–28 in Norway ⋅ ⛅ 9 °C
Verrückter Tag aber ganz von vorne. Gegen 11:30Uhr schäle ich mich aus dem viel zu bequemen Bett und frühstücke dann in aller Seelenruhe mein Müsli. Der Plan für heute ist eigentlich easy. Ich will auf den Offersøykommen. Also Lasse noch ein paar bar an der Tankstelle verpasst - er hinkt wohl hinten rechts etwas 🥲
Wird schon noch gehen bis Tromsø. Erster Versuch zum Berg scheitert, erster Parkplatz brechend voll, zweiter Parkplatz ist grad wegen Tunnelerneuerung Baustelle und deswegen gesperrt. Alternativplan ist schnell geschmiedet - es geht zur Wanderung von Hauklandstranda nach Uttakleivstrand. 9km einmal um den Berg drumherum, wirklich schöne Wanderung, noch schönere Strände und jeweils Top-Infrastruktur wohl auch wegen der Kreuzfahrtindustrie, die Leknes regelmäßig anläuft.
Ihr wisst sicher noch dass ich in Tromsø zwei Gaskartuschen gekauft habe. Die erste geht genau leer, als ich am Zielstrand gerade Tee und zwei köstliche Fünfminutenterrinen zubereitet. Egal, dann nur lauwarm, dafür aber 10Minuten ziehen lassen - Passt schon. Danach geht’s zurück zu Lasse und wir starten Versuch zwei zum Offersøykommen - aber selbes Bild alles brechend voll und die Leute parken andere Leute zu weil sie in zweiter Reihe stehen.
Also Rückzug in die Unterkunft. Diese hat wir erinnern uns eine Wanne. Also die nächste Tüte Dresdner Badeessenz aufgeruppt und für gute 90Minuten geplanscht. Herrlich. Danach mach ich es mir auf der Couch gemütlich und lese im letzten Buch was mir noch verblieben ist und trinke ein Pale Ale.
Gegen 22:30Uhr denk ich so ich dann mal ab in die Koje. Dann sehe ich aber dass das Wetter nochmal richtig einen raushaut und es schreit danach Offersøykommen Episode3 - diesmal wirklich. In Windeseile angezogen und mit Lasse die 10Minuten zum Parkplatz gedüst und siehe da - zum vermeintlich besten Wetter des ganzen Tages nur eine Handvoll Autos - kein Vergleich. Die Vorfreude ist immens. Schnellenschrittes ein paar Amerikanerin eingeholt und mich dank Suunto-GPS-Nacigation als Ortskundiger ausgegeben, der den Zugang zur Route schnell findet - wobei es war eher Glück. Seis drum.
Danach 427m Höhenmeter. Ich fliege förmlich den Berg hoch in 60min ohne eine einzige Wasserpause. An diese verrückten Trailrunner komm ich trotzdem nicht mal annähernd heran. Die Bilder auf dem Gipfel sprechen für sich. Es ist meine dritte Mittsommernacht aber heute haut echt nochmal einen raus - einfach nur WOW. Ich sauge jeden Moment auf und bleibe fast 90Minuten auf dem Gipfel. Einfach magisch.
Der Abstieg zu Lasse zurück ist relativ ok und einfach da ich per Uhr einfach dem Trail folge den ich hochgekommen bin. Gegen 2:30Uhr schreibe ich diesen Post und bin super Happy dass ich meinen Arsch nochmal vom Sofa hochbekommen habe. Das hat sich mehr als gelohnt.
Jetzt wird bis 10Uhr geschlafen und dann geht’s 11Uhr in Richtung Reine weiter.Read more
Leknes - Njusfjord - Reine
Jun 28–29 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C
Heute die maximale Checkout-Zeit um 11Uhr vollständig ausgenutzt, danach Lasse wieder eine Ampulle Luft für das rechte hintere Rad verpasst und dann auf in Richtung Reine.
Gestoppt hab ich unterwegs in Njusfjord einem alten Fischerdorf, dass aufwendig um- und ausgebaut wurde. Es gibt perfektes spätes Frühstück aus der Dorfbäckerei. Danach einen schönen Rundgang durchs Dorf und ich erneute ein Andenken für die eigenen vier Wände auch wenn sich in den letzten zwei Wochen schon unzählige Eindrücke tief auf der Netzhaut eingebrannt haben.
Danach gehts die letzten 40km nach Reine. Die Strecke ist wieder malerisch. Wandern geht heute leider nicht. So schön wie es gestern gewesen ist, so schaurig schön ungemütlich ist es heute. Die Road Trip Playlist hittet und gegen 15:30Uhr bin in der Unterkunft für die nächsten vier Nächte genau in Reine mit idealem Ausgangspunkt für den Reinebringen, der noch auf meiner Wunschliste ganz weit oben steht.
Nachdem ich im örtlichen Supermarkt gewesen bin und den Kühlschrank aufgefüllt habe, gibt’s ein wohlverdientes Nachmittagsschläfchen bevor ich mich zur besten Tatortzeit in den Hafen aufbreche und die Atmosphäre auf mich wirken lasse…Read more
Å - südlichstes Ende der Lofoten
June 29 in Norway ⋅ 🌧 11 °C
Heute war es sehr verregnet, also wieder lange ausgeschlafen und dann Lasse eine Erholung gegönnt und zu Fuß entlang der E10 nach Å gewandert, als der Regen ein bisschen nachgelassen hat. Das Städtchen war sehr schön, mit sehr vielen Möven, die rund um das Café und Museeum gebrütet haben. Die Wahl der Straßenschuhe gegenüber der Wanderschuhe war definitiv die Falsche. Egal eine Kaffee und Waffel und zwei drei Kleinigkeiten ausm Souvenirshop später probiere ich die Busverbindung zurück nach Reine aus, was sehr gut funktioniert.
In der Unterkunft gibt’s dann 18Uhr ein lecker Bierchen, Carbloading für den Fall, dass morgen der Himmel aufzieht und zwei K.O.-Spiele. Leider mit dem besseren Ende für Paraguay.
Morgen gehts dann hoffentlich zum Kwalvika-Strand und auf den Ryten.Read more
Kvalvika Beach
Jun 30–Jul 1 in Norway ⋅ 🌬 11 °C
Nachdem die treuen Suuntofollower die letzten beiden Tage in die Röhre geguckt haben, wurde heute wieder der Hiking-Gear aus der Garage geholt und nach einem späten Frühstück nach einem Fußballtraumata gegen Paraguay das Ziel Kvalvika-Beach ins Auge gefasst. Das ist der wahrscheinlich schönste Strand Norwegens und erst Recht der Lofoten aber man muss sich die Füße wund wandern um ihn zu erreichen.
Gleichzeitig mit diesem ambitionierten Ziel trifft heute auch wieder meine Unfähigkeit die norwegische Wetter-App Yr zu lesen und zu verstehen mit dem Hammer.
Nach 40Minuten lockerer flockiger Fahrt mit Lasse erreichen wir den Parkplatz. Es ist bedeckt also zieh ich alles an, was ich finden kann und stopfe die Regenjacke und Regenponcho und Wasser in den Rucksack bevor es losgeht. 10,4km und knapp 400hm - here we go. Wie schwer kann das schon werden. Ich greife nicht vor wenn ich sage - SEHR. Nach 2min verwandelt sich der Wanderweg in das übliche Moorweg-Holzbalancieren. Danach springe ich wieder wie PrinceOfPersia von Stein zu Stein um nicht in den Match treten zu müssen. Die Strecke ist traumhaft schön, vorbei an zwei großen Trinkwassersehen zum Kvalvika Strand. Aber es ist und wird immer matschiger. Nach einem Drittel der Strecke denk ich so, bloß gut dass es ein Rundweg ist und ich hier nicht zurück muss.
Nach der Hälfte der Strecke zum Strand passiert es dann. Ich tauche hüftabwärts mit dem linken Bein einmal komplett in den morastigen Modder ein - hier kurzer Flashback zum Film 126 Hours einfügen - Ich schaffe es aus eigener Kraft wieder raus aber habe fortan eine rote rechte Seite und eine braune linke Seite. Die Waschmaschine wird heute sowas von laufen. Weiter geht’s ein Indianer kennt keine Umkehr. Nach 3/4 der Strecke zum Beach kommt mit einer Dreier Gruppe entgegen, die mir abraten weiter als bis zum Beach zu gehen. Wär ich doch nur so intelligent gewesen gleich umzukehren aber ich will mir die Stelle selber angucken, wo es nicht mehr weiter gehen soll.
Der Strand - kurzum wunderschön und bei Sonne und 15-20Grad wahrscheinlich durch nichts zu toppen und jeden Meter wert. Aber dort endet der Weg oder Path. Ich kann einfach keinen Weg finden, der mich heile auf die andere Seite der Bucht bringt. Kurzum, den ganzen schönen malerischen Weg wieder zurück. Meine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Just in diesem Moment schaltet Petrus alle Schleusen frei und stellt den Föhn auf eine solide Windstärke 5 ein - Christian hätte sich über Top-Wellen zum Surfen gefreut. Wenigstens wird so dass was nass wird, gleich wieder trocken geföhnt. Irgendwie fast schon praktisch. Nach einem Viertel des Rückwegs flieg ein Pärchen an mir vorbei mit Kleinkind in der Rückenkrachse, dass seine Eltern zu unmenschlichen Leistungen peitscht mit einem Deutschen im Schlepptau, der froh ist jetzt bis zum Auto nur noch stupide die Schritte machen zu müssen, die sie vormachen. Ich bin sehr froh, dann wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Aus Dankbarkeit will ich die drei noch ein Stück mitnehmen, aber sie lehnen ab, da ihr Auto nur ein kurzes Stück weiter steht.
Zu Hause im AirBnB wird die letzte Nudelration gekocht, Norwegen ins Achtelfinale gejubelt und die Waschmaschine malträtiert.
Mal gucken was der letzte Wandertag morgen so für mich bereithält.Read more
Offday in Reine
Jul 1–2 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C
Nach meiner gestrigen Odysee zum Kvalvika-Beach hieß es heute Ruhe und die geschundenen Füße hochlegen, Buch lesen, Netflix gucken und dann im örtlichen Café lecker essen und mehr nicht. Das Wetter wechselt munter zwischen bedeckt, leicht bedeckt zurück zu Regen. Wahrscheinlich könnt ich doch noch zum Reinebringen hoch aber drei intensive Wochen - fast wie bei der Tour de France - haben ihre Spuren an Mensch und Material besonders meinen Wanderschuhen hinterlassen. Morgen steht dann Teil1 der Rückreise Richtung Tromsø auf dem Plan mit Übernachtung in Narvik auf halber Strecke. Ich nehme nicht die Fähre nach Bodø sondern fahre die E10 rauf und durchquere nochmal komplett die Lofoten.Read more
Roadtrip nach Narvik
Jul 2–3 in Norway ⋅ ⛅ 14 °C
Heute Morgen in Reine das letzte Müsli gegessen und alle meine sieben Sachen in Lasse verladen, seine rechte hintere Pfote sieht gar nicht gut aus. Irgendein Witzbold aus den Staaten hat den örtlichen Luftdruckkompressor von Bar auf Psi umgestellt. Eine Google-Frage später weiß ich dass 2,7bar ungefähr 39psi sind - nochmal gut gegangen.
Danach geht‘s statt mit der Fähre nach Bodø (leider kein Stadionpunkt bei Bodø Glimt) TippelTappelTour die E10 über Leknes, Solvær zum Tagesetappenziel Narvik. Ein Höllenritt direkt zum Flughafen mit ~9h Fahrt wollt ich mir am Ende ersparen. Und da stand er auch schon Jas - einfach so am Straßenrand. Ein in Polen geborener, in Edinburgh abstrakte Physik studierender junger Typ Mitte 20. also kurzer Hand das Chaos in Lasse verräumt und ihn eingesackt. Die Fahrt verging wie im Flug, wir haben soviel gelacht und erzählt und uns über unsere Wandererfahrungen in Norwegen ausgetauscht. Fast schade, dass er schnell weiter muss um seinen Zug nach Malmö mit Interrail zu erwischen. Für mich gibts ein vorletztes Festmahl am See mit 5Minuten Terrine und Tee, bevor das vorletzte Apartment in Narvik frei und bezugsfertig ist.
Wenn ich den ganzen Kram so reintrage, könnte man denken ich bleib für weitere drei Wochen, aber nach einer Dusche wird der Koffer dann Probe endgepackt. Das wollte ich nicht morgen in Tromsø machen, wo das Auto weiter wegstehen wird.
Danach geht’s eine Runde zum Hafen und auf dem großen Bogen zurück bin ich im Heavy Heaven und dann der „Heavy Heaven“ in mir - kein Skandinavien Urlaub ohne Pizza 🍕
Morgen dann letzter Tag und viel Zeit in Tromsø worauf ich mich schon sehr freue und noch viel liquide Mittel im Gipfelflachmann. Details dazu habe ich zuvor bereits mit Dario abgeklärt. Tromsø ich komme.Read more
Where it all began - Zurück in Tromsø
Jul 3–4 in Norway ⋅ ⛅ 16 °C
Lasse und ich haben es tatsächlich zurück nach Tromsø geschafft. Heute morgen in Narvik ausgecheckt und dann immer die E8 nach Norden. Diese weiß auch zu Gefallen und ich reiche bei einigen Brückenbaustellen unterwegs unverbindlich meine Bewerbung ein.
Auch ein letztes Mal mit dem Gaskocher eine exquisite 5Minuten-Terrine und Tee zubereitet. Das Wetter macht mir den Abschied aus Norwegen die letzten beiden Tage so richtig schwer. Bei 16Grad und Sonnenschein kommt nicht nur Lasse ins Schwitzen, als ich ihn die Pässe rauf und runter jage .
Gegen 15:30Uhr gehts für Lasse in Tromsø ein letztes Mal an die CCS-kWh-Zapfe und ich hab 30Minuten Zeit im Hafen das schöne Wetter zu genießen und die fantastischen letzten drei Wochen Revué passieren zu lassen.
Das Parkhaus des zentralen Hotels ist anschließend schnell gefunden ebenso schnell ist eingecheckt.
Danach geht’s per Pedes eine Runde in die Stadt in ein schönes Café zur Fika mit Cappuccino und Pain au Chocolaté. Danach kurz frisch gemacht im Hotel und zur zweiten Runde in die örtliche Sportsbar. Bei Burger, Bier und Fußball lasse ich den letzten Abend ausklingen bevor mich LH879 morgen 15:20Uhr zurück nach Frankfurt bringt.Read more
Home Seeet Home
Jul 5–6 in Germany ⋅ 🌧 15 °C
Heute Morgen macht Tromsø mir den Abschied relativ leicht. 10Grad und Regen. Nachdem ich mit Kofferwaage ein bisschen Koffermikado gespielt habe, geht‘s fürs Henkersfrühstück nochmal in das gleiche Kaffee wie gestern. Das Mandelcroissant und die Zimtschnecke schmecken Weltklasse. Gegen 11Uhr befreie ich Lasse aus den Fängen des Parkhauses und werde leicht melancholisch wenn ich an die gemeinsame Zeit in den letzten drei Wochen mit ihm denke. Der Parkplatz am Flughafen ist schnell gefunden und dann heißt es leise Servus sagen.
Ebenso schnell ist auch schon der 22,6kg schwere Brocken von Koffer verschwunden. Notiz an mich, hier nächstes Mal den Flachmann exen. Es geht durch die Sicherheitskontrolle und die nette Dame von der Security beanstandet meine vielleicht 200ml Alkohol im Flachmann. Mein Argument dass das medizinisch notwendig sei, ignoriert sie und kippt den schönen Gipfelrum auf der Flughafentoilette emotionslos in den Ausguss.
Ich vertreibe mir die Zeit am Gate mit einem Film und Buch lesen. Gegen 15Uhr stehen alle Deutschen ordentlich zu zweit abgezählt am Gate E18, obwohl Boarding erst 15:20Uhr nach Gruppen ist - ich werde dieses Verhalten wohl nie verstehen.
Sei drum, in Gruppe3 auf 19F eingecheckt. Da sitzt aber schon ein älterer sehr netter Italiener also wird es doch 19D am Gang - völlig Wurscht. Der Flug vergeht wie im Flug mit einem weiteren Film und besagtem Buch.
In Frankfurt dann die Sensation. Nachdem das Koffermonstrum eingesackt wurde, hat sich mein Vater unerlaubter / erlaubter Hilfsmittel bedient diesmal nicht Ankuft und Abflug zu vertauschen. Meine Schwester wartet am Ausgang -zwar ohne Schild- aber hocherfreut und glücklich mich zu sehen. Die Freude ist riesig.
Danach direkt die nächste Üverraschung, direkt am Ausgang steht das weiße Fluchtfahrzeug Ready to go. Ich hiefe mich auf den Fahrersitz und keine 5 Minuten später sind wir auf der A5 gen Norden.
Bereits beim Einstieg hab ich freudig zur Kenntnis genommen, dass ein Riesen Apparat von Kühltruhe mit an Board ist. Am ersten schönen Rastplatz halten wir an.
Meine Mama an der Heimatfront hat sich wirklich nicht lumpen lassen - es gibt alles was sich das Truckerherz wünschen kann. Als Nudel und 5MinutenTerrinengeschädigter lange ich ordentlich zu und gleiche etwaige Gewichtsverluste durch dreiwöchiges Wandern im Nuh wieder aus.
Die Fahrt bis zur Raststätte wurde sehr viel und laut erzählt.
Das nächste Mal regt sich auf dem Beifahrersitz und eine Reihe hinter mir erst wieder was, als wir gegen 0:30Uhr Dresden ohne Stau und ohne wirklichen Verkehr erreichen. Und damit endet dieser Blog. Morgen gibt’s Brunch bei den Eltern und Koffer auspacken und dann wird gegen Brasilien wieder gerudert. In diesem Sinne vielen Dank wer sich diesen ganzen Blog gegeben hat.
Norwegen ist fantastisch- ich kann es jedem nur Wärmsten empfehlen. Tusen Takk 🇳🇴Read more



































































































































































































































































































TravelerEis aus Beeskow 🍦😁