Der ungeplante Inseltag
5 hours ago in São Tomé and Príncipe ⋅ ☁️ 28 °C
Der Plan war eigentlich perfekt: Tauchen.
Und nicht irgendein Tauchgang – der 200. stand an. Kleines Jubiläum unter Wasser.
Dann morgens die Nachricht:
Tauchguide krank.
Der 200. Tauchgang hat sich also kurzfristig krankgemeldet.
Also Plan B: Taxi zum Vanilha Atelier.
Kurz Vanille anschauen, bisschen Gewürzluft schnuppern, kaufen und fertig.
Theorie.
In der Praxis stellte sich nach wenigen Minuten heraus:
Der Taxifahrer hat offensichtlich Zeit und bietet sich als TagesGuide an.
Manchmal ergibt sich der Tagesplan auf São Tomé eben einfach unterwegs. Perfekt.
Erster Halt: Monte Café.
Alte Kaffeeplantage mitten im Nebelwald. Alte Maschinen, knarzende Böden und genug Kaffeeduft in der Luft, um eine ganze Kleinstadt wach zu halten.
Weiter zur Kakaoplantage.
Oder realistischer: Dschungel.
Irgendwo darin wachsen auch Kakaobäume. Riesige Bäume, dichter Wald, tropische Luft wie eine warme feuchte Wand.
Dann der nächste Punkt...um 13:00 Uhr wird hier gegessen darum: „Hier essen.“
Restaurant: Casa Museu Almada Negreiros.
Vier Gänge.
Was genau auf den Tellern lag, blieb teilweise ein kulinarisches Rätsel – aber alles verdammt gut. Verschiedene lokale Sachen, viel Fisch, Gemüse, Gewürze, Schokolade und dazu lokaler Kaffee.
Danach weiter durch den Bergdschungel.
Die Luft wird oben plötzlich kühl, fast angenehm frisch. Gleichzeitig verwandelt sich die Straße in eine Art Überraschungsspiel:
Asphalt./Schotter./Loch./Großes Loch./Wieder Asphalt.
Abenteuer inklusive.
Dann das Naturhighlight:
Wasserfall São Nicolau.
Ein hoher Wasserfall mitten im Dschungel. Alles tropft, alles wächst, alles sieht aus, als hätte jemand beschlossen, hier einfach mal maximal Natur zu bauen.
Danach noch ein schneller Souvenirshop-Stopp – der Ort, an dem plötzlich sehr viele geschnitzte Holzschildkröten und Gewürze ein neues Zuhause suchen.
Zurück im Hotel wartet der Tagesabschluss-Klassiker:
Sonnenuntergang + Bier.
Abends noch ein Abstecher zum Pico Mocambo, empfohlen vom Vanilha Atelier.
Ergebnis: Noch Tot. Komplett leer. Stimmung ungefähr auf dem Level einer Bushaltestelle morgens um 03:00 Uhr im Rheintal.
Also weiter zur 90° Bar wirklich direkt ums Eck🤯😅
Und plötzlich komplett anderes Bild:
DJ, Musik, Tanzfläche, Leute tanzen, essen, lachen, trinken.
Das Beste daran:
Niemand interessiert sich groß dafür, wer von wo kommt. Kein Touristending. Einfach Musik, Tanzen und gute Stimmung.
Ein Tag, der eigentlich nur aus einem Tauchgang und einem kurzen Vanillebesuch bestehen sollte – und am Ende zu einer ungeplanten Inselrundfahrt mit Nachtleben wurde.
Der 200. Tauchgang darf also noch etwas warten.
São Tomé gewinnt Herzen, ganz leve leve....Read more
Nordtour São Tomé – Teil 2/2
March 12 in São Tomé and Príncipe ⋅ ⛅ 29 °C
Im Anschluss der North-Tour direkt in die Turtle Night-Pack tour.
Erster Stopp: Turtle Station von Programa Tato
Eine von vielen kleinen Schutzstationen, die eng mit Paradise Tours zusammenarbeitet. Der Guide meinte vorher ganz locker:
„Chance heute Baby-Schildkröten zu sehen? 99 %.“
.....Ja klar..... Und dann… tatsächlich:
In einer kleinen Sandfläche wurden gerade frisch geschlüpfte Babyschildkröten eingesammelt. Insgesamt 54 Stück. Winzige kleine Panzer, kaum größer als ein Keks, die alle gleichzeitig beschlossen haben, heute ihr Abenteuer Atlantik zu starten.
Eine Tradition:
Jede Babyschildkröte wird „getauft“.
Also bekommt sie einen Namen und einen guten Wunsch für ihre Reise.
Ein ziemlich schöner Moment.
Und definitiv ein Bucketlist-Moment.
Danach ging es mit dem Eimer voller Mini-Schildkröten runter zum Strand – genau zu dem Ort, an dem ihre Eier ursprünglich gelegt wurden. Dort wurden alle während dem Sonne untergang wieder in die Freiheit entlassen.
Beeindruckend diese kleinen Dinger wissen genau wo sie hin müssen.
Alle Richtung Meer.
Zugeschaut, Gänsehaut gehabt ✅️
Nächster Halt: eine kleine Bar im Dorf.
Warum? Ganz einfach: Das Abendessen bei Nina, einer Einheimischen, war noch nicht ganz fertig - also erstmal ein Bier.
Dann kam das nächste typisch-sao-toméische Erlebnis:
Stromausfall.
Kein Problem-Essen gibt es trotzdem.
Also wurde das Abendessen kurzerhand bei Handylicht serviert.
Fisch, Salat, alles auf dem Tisch – romantische Beleuchtung durch iPhone-Taschenlampen.
Um 20:00 Uhr ging es dann nochmal zurück zu einem Strand für die Night Patrol.
Die Aufgabe: Schildkröten finden, die gerade Eier legen. Die Eier werden anschließend von der Organisation eingesammelt und in einer geschützten Brutstation vergraben.
Der Grund ist leider simpel:
Ohne Schutz landen viele Eier einfach auf dem Teller oder in Mägen von Räubern, andere werden direkt nach dem Schlupf gefressen von Schweinen etc..
Und falls jemand auf die Idee kommt, eine Schildkröte zu fangen:
Das gibt hier bis zu 50 Jahre Gefängnis.
Heutzutage ist zum Glück die ganze Insel sehr Pro-Turtle.
Heute hatten wir allerdings kein Glück – die Saison geht langsam zu Ende. Normalerweise passiert das hier fast täglich.
Dafür standen wir mitten am Strand unter einem glasklaren Sternenhimmel, nur das Rauschen des Atlantiks und ein paar Taschenlampen im Sand. Kein Licht, kein Lärm, nur Meer und Sterne.
Um 22:30 ging es dann langsam zurück Richtung Hotel.
Kopf voll mit Eindrücken, Handy voll mit Fotos und ungefähr 300 neue Geschichten, die erstmal verarbeitet werden müssen.
Ganz normaler Tag auf São Tomé eben.Read more
Nordküste entdecken – Teil 1/2
March 12 in São Tomé and Príncipe ⋅ ⛅ 28 °C
Nordtour mit Paradise Tours São Tomé.
Eigentlich nur eine Rundfahrt durch den Norden. In der Praxis: alle paar Minuten anhalten, aussteigen, staunen, wieder einsteigen.
Erster Halt: Denkmal des Sklavenstreiks.
Hier trafen sich damals über 1000 Menschen, um gegen das koloniale System zu protestieren. Die Reaktion der Kolonialmacht war brutal – die Aufständischen wurden gefesselt an Händen und Füssen...und anschließend im Meer ihrem Schicksal überlassen.
Ein kurzer Moment, der zeigt: Diese Insel ist wunderschön, ihre Geschichte aber nicht immer.
Weiter zur großen Plantage – Roça Agostinho Neto.
Früher ein gigantisches Zentrum der Kakaoindustrie.
Breite gepflasterte Allee, Verwaltungsgebäude, Lagerhallen, eigenes Krankenhaus – praktisch eine komplette Plantagenstadt.
Die Struktur dahinter:
85 Portugiesen -- 2000 Sklaven
Ein paar verwalteten, tausende arbeiteten. Kakao war damals das große Geschäft der Insel. Das Gold des Landes.
Dann wieder kompletter Szenenwechsel: Tamarindos Beach.
Traumstrand, Palmen, flaches Wasser.
Und statt überteuerten Strandbars gibt’s hier das wahre Luxusprodukt der Insel:
eine frische Kokosnuss für 1 Euro.
In Europa bekommt man dafür ungefähr einen halben Eiswürfel im Cocktailglas.
Weiter zur Lagoa Azul – erstmal von oben.
Von der Anhöhe schaut man direkt auf die türkisfarbene Lagune. Meer, Felsen, Palmen – einer dieser Ausblicke, bei denen automatisch alle kurz still werden.
Mittagessen im Roça Monteforte Restaurant.
Gegrillter Fisch, Reis, Blick aufs Meer.
Sehr solide Strategie für einen Mittag.
Danach kurzer Halt beim Padrão dos Descobrimentos, dem Denkmal der portugiesischen Entdecker.
1470 kamen sie hier an und stellten fest:
Ganz brauchbare Insel. Die nehmen wir.
Weiter entlang der Küste zum Tunnel von Santa Catarina.
Straße direkt am Atlantik, Tunnel durch eine massive Felswand.
Fotospot der Kategorie: „Hier steigt wirklich jeder aus.“
Dann hoch zum Ecolodge Mucumbli.
Fantastischer Blick über Dschungel und Atlantik.
Dort oben steht auch ein Wal-Skelett, das aus den Knochen eines Wals zusammengesetzt wurde, der unten an der Küste angespült wurde.
Wenn man da oben steht und auf Meer und Wald schaut, versteht man den Wal irgendwie ein bisschen.
Gar kein schlechter Ort, um einfach hier zu bleiben.
Zum Abschluss nochmal zur Lagoa Azul – diesmal unten.
Kurz durch die Bucht gelaufen, Wasser angeschaut, Atmosphäre eingesogen.
Und dann wieder weiter...
Den der Tag ist noch lange nicht fertig.
Teil zwei folgt...Read more
Straße weg. Tank leer. Chicken perfekt.
March 11 in São Tomé and Príncipe ⋅ ⛅ 29 °C
Start in den Tag mit zwei Tauchgängen.
Boot voll mit klassischer DACH-Delegation (ein Deutscher, ein Österreicher, ich -dazu ein Guide aus London)
Internationales Gipfeltreffen unter Wasser.
Die Strömung ordentlich, aber genau richtig: rein ins Wasser, einmal treiben lassen und durch eine kleine Cave gleiten. Tauchen im „Leve-Leve-Modus“ – entspannt, ein bisschen Abenteuer und immer wieder dieser Blick nach oben ins blaue Licht. Kurz gesagt: ziemlich verdammt gut.
Danach Plan: Monte Café, bisschen Jungle.
Der Plan war eigentlich überflüssig – Jungle war sowieso überall.
Die ganze Strecke: riesige Bäume, dichtes Blätterdach, sattes Grün in allen Varianten. Warme tropische Luft, überall Geräusche aus dem Wald. Man fährt da durch und denkt sich ständig: Das ist eigentlich viel zu schön für eine normale Straße.
Wobei „Straße“ hier ein relativ kreativer Begriff ist.
Mal Asphalt, mal Schotter, mal Kraterlandschaft mit vereinzelten Asphaltresten. Zwischendurch endet die Straße einfach komplett und wird spontan zur Idee von einer Straße.
Tankanzeige zeigt langsam „viel Glück“.
Tankstelle gefunden.
Hier wird noch nach sehr traditioneller Methode gearbeitet – Benzin aus Glasflaschen. Vermutlich seit der portugiesischen Kolonialzeit unverändert im Einsatz. Der Tank wurde nicht etwa voll gemacht – nein, einfach 5 Liter rein. Passt schon.
Weiter ging’s vorbei an traumhaften, komplett menschenleeren Stränden.
Palmen, breiter Sand, perfektes Wasser – Postkartenmotiv ohne Menschen.
Im Park Popular noch ein Getränk unter großen Bäumen. Einfache Stühle, gemütliche Umgebung, Leute sitzen zusammen und genießen den Abend.
Dann auf Empfehlung des Guides zur Salama Snack Bar.
Seine Aussage war klar: „Hier gibt es das beste Fried Chicken der Insel.“
Von außen unscheinbar, drinnen gemütliches Treiben, Stimmen, Duft aus der Küche.
Dann kommt das Chicken.
Knusprig, heiß, saftig.
Ein Bissen und sofort klar: Der Mann wusste, wovon er spricht.
Das beste Fried Chicken.
Danach Rückfahrt zum Hotel.
Nachts wird das Straßennetz nochmal spannend: Verkehr, Hunde, spontane Straßensperren, Schlaglöcher mit Kraterpotenzial und zwischendurch wieder Schotterpisten kombiniert mit dunklen Ecken und Volllicht vom Gegenverkehr.
Eine Mischung aus Heimweg und kleiner Rallye.
Aber genau das gehört hier eben dazu. Leve leve.Read more
Chaosmarkt & Burgerglück
March 10 in São Tomé and Príncipe ⋅ ☁️ 29 °C
Der Tag begann früh im Wasser. Zwei Tauchgänge am Morgen, ruhige See, gute Sicht, überall Leben zwischen Felsen und Korallen. Fische ziehen vorbei, alles wirkt entspannt – ein Start in den Tag, den man definitiv schlechter haben kann.
Nachmittags war eigentlich ein gemütliches Essen geplant. Einladung, lockere Runde, gutes Essen – zumindest in der Theorie. In der Praxis hat sich der Gastgeber offenbar entschieden, den Tag besonders konsequent im Unsichtbarkeitsmodus zu verbringen.
Schulterzucken und Plan B gestartet: Stadt.
Erster Halt: Mercado Municipal.
Ein Markt, der wirkt, als hätte jemand einfach alles genommen und einmal kräftig durchgemischt. Obst, Nüsse, Kleider, Gewürze, Plastikeimer, Kabel, Hühner – und mittendrin Dinge, die man auf einem Markt eher nicht erwartet.
Hier gibt es auch unendlich viele Medikamente, Perücken, Fisch trocken-frisch und Whisky in kleinen eingeschweißten Plastiksäckchen – perfekt portioniert als Shot.
Alles liegt irgendwo, alles wird verkauft, und erstaunlicherweise scheint trotzdem jeder genau zu wissen, wo was ist.
Das Beste daran: Als Tourist interessiert sich absolut niemand für dich.
Kein Ansprechen, kein Verkaufstrick. Man läuft einfach mittendurch wie jeder andere auch – fast ein bisschen ungewohnt.
Von dort weiter zur Sé Cathedral an der Praça da Independência. Die große gelbe Kathedrale steht dort wie ein ruhiger Anker mitten in der Stadt und wirkt fast schon zu geschniegelt für das ansonsten angenehm chaotische Umfeld.
Danach ein Abstecher zum Forte de São Sebastião, das heute ruhig über der Küste wacht.
Zum Abschluss noch ein Spaziergang entlang der Ana Chaves Bay Waterfront. Atlantik, Palmen, warme Luft und dieses entspannte Inseltempo.
Und irgendwann landet man dann bei einem kleinen Foodtruck unter großen Bäumen:
Beira Mar Rolotte.
Ein paar rote Plastikstühle stehen locker im Schatten alter Bäume, eine leichte Brise vom Meer, irgendwo läuft leise Musik. Menschen sitzen entspannt zusammen, trinken etwas, reden, schauen auf die Straße – alles wirkt ein bisschen wie ein improvisierter kleiner Inselgarten.
Und genau dort gab es überraschend einen richtig guten Burger. Mit Ei, ordentlich belegt, dazu ein kaltes Bier.
Man sitzt da, schaut auf die Straße und denkt sich:
Der ursprüngliche Plan ist zwar verschwunden.
Aber Plan B hat komplett geliefert.Read more
Heute: Straßenroulette
March 9 in São Tomé and Príncipe ⋅ ☁️ 29 °C
Heute Auto mieten.
Formalitäten? Sagen wir so – die Bürokratie hielt sich angenehm zurück. Führerschein wollte keiner sehen. Offenbar gilt hier das Prinzip: Wenn du den Schlüssel greifen kannst, kannst du auch fahren.
Dafür gab’s serienmäßig eine Klimaanlage ohne Funktion.
Los ging’s Richtung Süden.
Erst perfekte Straßen – fast europäisch geschniegelt. Dann plötzlich Realität: Schlaglöcher, die eher als Landschaftselemente durchgehen, Schotterpisten und Abschnitte, bei denen man kurz überlegt, ob das Navi eigentlich noch optimistisch oder schon ironisch ist.
Die Belohnung kam schnell.
Traumstrände.
Menschenleer.
Kein Hotelklotz, keine Strandbar, kein Jetski-Lärm, keine Sonnebrillenverkäufer. Nur Palmen, Wellen und diese Sorte Ruhe, die man sonst nur aus Reisekatalogen kennt.
Dann kam das logischste überhaupt.
Die Straße war irgendwann einfach… fertig. Schluss. Nicht schmaler oder kleiner...einfach fertig.
Also: Aussteigen, laufen.
In einem kleinen Fischerdorf tauchte ein freundlicher Einheimischer auf, der spontan zum Guide wurde. Ein Rundgang durchs Dorf, Geschichten über das Leben am Meer, Fischerboote im Sand, Kinder zwischen Palmen und Hütten – alles völlig ungefiltert und angenehm authentisch.
Zwischendurch Kakao am Baum, tropischer Dschungel rundherum und immer wieder dieser Blick aufs Meer.
Kurz gesagt:
Von Strand zu Jungle.
Von Asphalt zu Abenteuer.
Von „mal schauen“ zu „genau deshalb ist man hier“.Read more
Leve leve
March 9 in São Tomé and Príncipe ⋅ ☁️ 26 °C
05:00 Uhr morgens in einer Bar, die stark an den 24h-Kebap nach dem Ausgang erinnert.
Dort wurde Sandro kennengelernt.
Breites Grinsen, entspannter Typ, Auto am Start.
Ein Bier, ein bisschen reden – dann der Satz, der jede Reise sofort interessanter macht:
„Komm mit, ich zeig bisschen was.“
Sechs Stunden später: plötzlich im Auto unterwegs.
Erster Halt: Geld wechseln am Straßenrand.
Kein Schalter, kein Automat.
Ein Typ taucht auf, zählt Scheine schneller als jede Bank, Sandro nickt – Deal erledigt.
Tanken und weiter geht’s durch grüne Straßen, Bananenstauden links und rechts, kleine Dörfer überall.
Irgendwann Stop.
Und plötzlich steht man mitten zwischen Sandro und gefühlt seiner kompletten Verwandtschaft.
Niemand fragt groß, wer hier eigentlich aufgetaucht ist.
Stattdessen: Hände schütteln, lachen, Plastikstühle werden aus dem Nichts organisiert.
Dann geht alles schnell.
Vom Straßengrill drückt irgendwer Essen in die Hand, Bier taucht auf, Musik läuft und ein paar Kinder tanzen einfach los.
So läuft es den ganzen Nachmittag.
Ein bisschen fahren.
Wieder irgendwo halten.
Wieder neue Leute treffen.
Wieder irgendwas vom Grill essen.
Vor ein paar Stunden noch fremd in einer random Bar –
jetzt sitzt man irgendwo mitten auf der Insel, trinkt Bier, lacht mit Leuten, die sich verhalten, als würde man seit Jahren dazugehören.
Reisen kann man planen.
-Sowas passiert einfach.Read more
São Tomé ruft an – es wird gefolgt. 🌴
March 7 in Switzerland ⋅ ☁️ 4 °C
Start in Zürich mit einem obligatorischen Bye-bye-Bier an der Bar. Danach Flug nach Lissabon. Dort begann der klassische TAP-Zirkus: Gepäck auschecken und wieder einchecken, weil der Durchlauf natürlich nicht funktioniert. Anschließend die Passkontrolle – eine etwa zehnminütige Warteschlange, die jedoch elegant umgangen wurde.
Am Gate dann die nächste Überraschung: Der Flug dauert plötzlich zwei Stunden länger, weil ein technischer Stopp in Accra (Ghana) eingelegt wird. Offenbar dachte sich TAP, wenn man schon nach Afrika fliegt, kann man auch gleich eine kleine Rundreise draus machen.
Hier passt das lokale Motto perfekt: „Leve leve“ – alles langsam, alles entspannt. In Europa nennt man das Verspätung, auf São Tomé nennt man es einfach Lebensstil.
Spät abends dann endlich Landung auf São Tomé. Gegen 22:00 Uhr im Pestana São Tomé Ocean Resort angekommen. Kurz noch eine kleine Runde ums Hotel gedreht – warme Nachtluft, Palmen, das Meer direkt vor der Tür.
Und dann natürlich der wichtigste Programmpunkt des Tages: das erste lokale Bier. Schließlich muss man sich ja langsam anpassen… leve leve. 🍺🌴✈️Read more














































































































































































