(20) BO: Lagunen und Flamingos
2. März in Argentinien ⋅ ⛅ 29 °C
Auf dem Weg nach Süden tauchen jetzt immer wieder Berge mit Schneegipfeln auf und wir gewinnen auch an Höhe. Auf dem Altiplano sieht man rechts und links Lamas und Vikunjas. Die Lamas sind übrigens wegen des Karnevals geschmückt.
In den nächsten 2 Tagen werden wir jede Menge Lagunen sehen und ‚Hat man eine gesehen, hat man alle gesehen‘ stimmt hier nicht. Es gibt u.a. die grüne, rote, weiße und die schwarze Lagune, ein Zusammenspiel von Mineralien, Algen und Lichtverhältnissen. Und an jeder Lagune leben bestimmte Flamingos, die es ebenfalls mit den Farben haben. Der Andenflamingo zum Beispiel ist hellrosa bis fast weiß, hat gelbe Beine und einen schwarzen Schwanz, die Haut Couture der Flamingos. Ich werde hier noch zum Zoologen, obwohl mich früher Biologie nie so begeistert hat.
Wir verbringen zwei Nächte im Hotel Tayka del Desierto auf 4.600 Metern direkt an der chilenischen Grenze. Witzig, dass wir vor gut 10 Jahren schon mal genau auf der anderen Seite in Chile gestanden sind. Und auch gut, dass wir uns inzwischen an die Höhe gewöhnt haben. In Sucre haben wir zum Beispiel eine junge Hamburgerin getroffen, der der Sprung von Null auf über 4.000 Meter (so hoch lehnt der Flughafen von La Paz) übel zugesetzt hat. Am nächsten Tag werden wir noch höher, nämlich auf 5000 m steigen, der höchste Punkt unserer Reise.
Im rein solar versorgten Hotel gehen um 22:30 Uhr alle Lichter und eine Stunde früher die Heizung, die man hier tatsächlich braucht, denn nächtens wird es satt unter Null. Aber zum Glück gibt es Biberbettwäsche wie zu Omas Zeitenu und vor 10 auch noch warmes Wasser.
Wir steuern weitere Lagunen an, sowie die Siloli Wüste mit dem berühmten Felsen Árbol de Piedra. Auch Salvador Dalí hat diese surreale Landschaft inspiriert, und er hat hier einige Kunstwerke hinterlassen, einen Anklang an seine Werke.
Auf dem Rückweg nach Uyuni halten wir noch an der Condorschlucht, sowas wie der Grand Canyon Boliviens. Man muss schon etwas schwindelfrei sein, um von dem Aussichtsfelsen und ohne Geländer oder Absperrung 80 Meter nach unten zu schauen.
Ich habe übrigens größten Respekt vor unserem Fahrer, der das Fahrzeug sicher durch dieses unwegsame Gelände steuert und auch die Orientierung behält, Sandpiste nach links oder rechts, es gibt keine Schilder wie auf deutschen Autobahnen…Weiterlesen


























ReisenderDas ist ein Viscacha. Dieses ist in Südamerika beheimatet und ähnelt stark Kaninchen.