• Die kleine Reibn

    August 14 in Austria ⋅ ☀️ 17 °C

    Wer jetzt denkt, hier ist der Name Programm, liegt völlig falsch 😅. Von klein kann hier nicht die Rede sein, aber wir wussten ja, auf was wir uns einlassen: Wir sind es schon zweimal gegangen - einmal in umgekehrter Richtung und vor 3 Jahren so wie heute. Wobei: da war sie auch wieder meine „Wander-Demenz“ - ich hatte völlig vergessen wie MEGA-ANSTRENGEND diese Tour ist. Aber von Anfang an:

    Es hieß wieder früh aufstehen und in Richtung Berchtesgaden starten. Diesmal ging es in Berchtesgaden auch richtig rein und rauf auf den Wanderparkplatz Hinterbrand. Man kann diese Tour auch von dort komplett laufen, muss dann aber besser eine Übernachtung auf dem Carl-von Stahl-Haus einplanen. Unser Weg ging über die Jennerbahn, 🚡 mit der wir von der Mittelstation auf den Jenner gefahren sind. Von dort ist es bis zum Stahl-Haus auch noch eine halbe Stunde bis der eigentliche Anstieg auf den Schneibstein losgeht. Der ist nämlich das erste Etappenziel auf 2276 m.

    Gut, dass es noch früh war, so ging es temperaturmäßig noch, es ist ja immer noch Sommer und der Weg lag komplett in der Sonne. Es war ein Bergweg mit ziemlicher Kraxelei und teilweise muss man die Hände mit dazunehmen, Nach etwa 1,5 Stunden hatten wir den Gipfel erreicht und konnten eine kurze Pause mit Picknick einlegen. Weil, das meiste lag ja noch vor uns. Der Weg führte dann erst mal über felsiges Gestein abwärts und dann immer mal rauf unter runter über die Windscharte 2093 m bis zum Seeleinsee. Auch hier war es viel zum klettern und kraxeln. Bei unserer letzten Wanderung hier hatten wir jede Menge Steinböcke 🐐fotografieren können. Die hatten sich heute wohl gedacht: Nö, bei dem Wetter bleiben wir mal lieber irgendwo im Schatten liegen und die Wanderer da kennen wir schon. Lediglich zwei Gämsen haben wir auf einem Felsvorsprung über uns entdecken können.

    Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Seeleinsee und waren schlichtweg schockiert 😮, weil von dem schönen Bergsee nicht viel mehr als eine Pfütze übrig ist. Also mit Füße 👣 erfrischen war nix. Auch von den Schneefeldern, die hier früher noch zu sehen waren, war diesmal nichts mehr da.

    Von da ab ging’s an den Abstieg über den Stiergraben und hier auch wieder viel Kraxelei über Felsen und Geröllweg, Waldweg und über einen Wiesenweg bis wir an der Priesbergalm ankamen. Hier haben wir eine Pause eingelegt bevor wir zur letzten Etappe Richtung Parkplatz aufgebrochen sind. Nach einer Gehzeit von fast 7 Stunden und 19 km haben wir Hinterbrand erreicht, müde aber glücklich, es geschafft zu haben und das auch in einer guten Zeit.
    Die Wege sind hier meist gut beschildert und die Zeitangaben großzügig bemessen. Wir freuen uns immer, wenn wir noch nicht die angegebenen Zeiten brauchen. Irgendwann wird es sicher mal so sein, dass wir glücklich sind überhaupt noch wandern zu können und oben anzukommen und dann werden uns die Zeiten wurscht sein, dann nehmen wir auch die auf den Wegweisern. 😇
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