• Silke Pfeifer
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Im Berchtesgadener Land

A 15-day adventure by Silke Read more
  • Trip start
    August 3, 2026

    Stoißer Alm

    August 3 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir sind zurück in unsrer „2. Heimat“ ☺️ Über die Gegend hier - den Rupertiwinkel und das Berchtesgadener Land - habe ich vor zwei Jahren schon einmal berichtet.

    Nach unserer Ankunft heute, die wir noch nie nach einer Fahrtzeit von 4,5 Stunden geschafft haben, waren wir erst noch ein bisschen unschlüssig, ob es so die richtige Temperatur zum wandern ist…. Wir dachten uns, im Wald geht’s bestimmt und weiter oben ist es bestimmt nicht ganz so heiß 🔥

    Also doch Wanderklamotten und -Schuhe an und los. Naja 32 Grad sind 32 Grad - auch in den Bergen. 🤷🏻‍♀️ Aber da wir ja doch auch vernünftig sind und auch die Strecke gut kennen, sind wir nicht zu schnell losmarschiert und gut auf unserem Hausberg ⛰️und der Stoißer Alm angekommen. 💪🏼 Außer uns waren sehr wenige so ambitioniert und wir waren fast alleine unterwegs.

    Bergab hatte ich auch wieder Luft zum unterhalten und so kamen wir darauf, dass es für uns dieses Jahr eine Jubiläumsreise ist und wir möchten die für uns schönsten Touren und Berge nochmal erwandern. Mal sehen, ob das was wird….
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  • Chillout

    August 4 in Germany ⋅ ☀️ 34 °C

    Da es heute nochmal wärmer werden sollte als gestern, haben wir uns für einen Tag am Waginger See entschieden mit Schwimmen und SUPen und sonst nix. Der Waginger See zusammen mit dem Tachinger See sind dafür hervorragend geeignet und werden auch sehr gut besucht und trotz mehrerer Campingplätze rund um die Seen ist es nicht überfüllt. Auf den Seen hier darf man in der Regel immer zum Schwimmen oder auch aufs Wasser mit SUP und Co. Das ist richtig gut.

    Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang heute Abend haben wir den Tag vor dem Haus zusammen mit Regina und Willi ausklingen lassen. Morgen freuen wir uns auf eine Wanderung, wie sind ja schließlich nicht zum faulenzen hier. ;-)
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  • Auf die Reiteralpe

    August 5 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute stand eine Wanderung zu einer der schönsten Hütten auf dem Plan: die Neue Traunsteiner Hütte (es gibt auch eine Alte Traunsteiner Hütte, die ist aber nicht dauerhaft bewirtschaftet, sondern wird eher so im Einzelfall an Vereine o.ä. vermietet).
    Es gibt auch hier mehrere Wege auf die Reiteralpe - für uns ging der Weg heute von Oberjettenberg (einem Bundeswehrstützpunkt) über den Schrecksattel. Es war schon sehr schweißtreibend, weil 1100 Höhenmeter bewältigt werden wollten und es mit an die 30 Grad schon gemütlich warm war. 😅 Wir waren mit Brotzeit und viel Wasser ganz gut gerüstet und es ging ganz gut, sodass wir den auf dem Wegweiser angekündigten 4 Stunden eine Stunde abgenommen haben und das ganze in knapp 3 Stunden gegangen sind.
    Am Schrecksattel befindet sich eine Gedenkstätte für verunglückte Bergwanderer und auch Soldaten, die dort auf der Reiteralpe ihr Leben gelassen haben, entweder bei Bergunfällen, Lawinenunfällen oder auch Hubschrauberabstürzen - sehr traurig. Wenn man diese Stelle erreicht hat, hat man schon mal knapp 1000 Höhenmeter hinter sich. Danach folgt noch eine halbe Stunde auf und ab bis sich dann der Blick auf die Reiteralpe öffnet mit den verschiedenen Bergspitzen, die man auch noch erklimmen könnte, wenn man nicht wie ich, Höhenangst hat und leider nicht ganz schwindelfrei ist. Allerdings geht das auch nur, wenn man oben übernachtet. Sonst schafft man das zeitlich auch nicht.

    Nach einer Stärkung mit Skiwasser und Kaspressknödelsuppe ging es dann wieder abwärts.

    Aktuell haben die alpinen Hütten mit der Wasserknappheit zu kämpfen, so dass häufig Wasser auf die Almen geflogen werden muss, was sehr teuer ist. Das haben wir in all den Jahren hier bisher auch noch nicht erlebt. Auf der Traunsteiner Hütte war das heute aber alles ok, so dass auch Toiletten geöffnet waren. Ist ja auch nicht unwichtig. 😬
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  • Eine Hütte mit Landesgrenze

    August 7 in Austria ⋅ ☁️ 16 °C

    Gestern haben wir unserer Beinmuskulatur ein bisschen Pause gegönnt und sind einfach nur ein bisschen bummeln gewesen. Außerdem war Regen und Gewitter angesagt und da geht man einfach nicht in die Berge. 🤷🏻‍♀️ Der Regen kam dann auch und zwar heftig mit 55 l/m2 - das hat sich definitiv gelohnt für die Natur.

    Zum Glück war dann heute wieder die Sonne da und wir sind nach Berchtesgaden und über die Rossfeldhöhenstraße gefahren. Die Rossfeldstraße ist eine Mautstraße und führt auf 15,4 km auf eine Höhe von 1570 m. Bei schönem Wetter hat man herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und Täler. Vom Ahornkaser ging es dann zu Fuß über den Eckernsattel und den „österreichischen“ Weg aufs Purtschellerhaus auf 1692 m. Es gibt auch einen „deutschen“ Weg, den sind wir vor Jahren auch mal gegangen, der ist aber ziemlich rutschig und nach den Regen gestern keine gute Wahl.

    Losgegangen sind wir am Gatter mitten in einer Kuhherde und eine dieser Damen hat mir erst mal mit ihrem Schwanz eine mitgegeben 😮. So zeigt sie wohl, was sie von Wanderern hält…. Man geht vom Gatter erst mal ein paar Minuten bergab bevor es dann über einen Bergweg wieder bergauf geht. Es ist mit etwa 380 Hm eine kleine Runde, aber nichtsdestotrotz schweißtreibend, weil kurz und knackig. Oben angekommen lag die Hütte meist in den Wolken bzw. im Nebel, da zieht man dann wieder alles an, was man so im Rucksack hat. 🥶 Das Besondere dieser Berghütte liegt darin, dass die deutsch-österreichische Grenze mitten durch die Hütte geht, der westliche Teil des Gebäudes gehört zu Deutschland, der östliche Hüttenteil zu Österreich. Sie wurde bereits 1900 erbaut und in den Jahren 1910 und 1951 erweitert.
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  • Fast ein Zweitausender

    August 8 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach dem Gewitternachmittag vorgestern und gestern noch mit Wolken und teilweise Nebel, war für heute wieder „schön“ gemeldet, also war ein Wandertag angesagt. Und es sollte von Hintergern (bekannter ist wohl Maria Gern mit der Wallfahrtskirche aus dem frühen 18. Jahrhundert - die Wallfahrt dort gab es bereits um 1600, damals existierte jedoch nur ein Gnadenbild, das Kirchlein wurde erst später gebaut) aus losgehen. Unser Ziel liegt auf dem Untersberg: der Berchtesgadener Hochthron ist mit 1972 m der höchste Gipfel des Untersbergmassivs. Auf 1894 m liegt das Stöhrhaus, mit Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit, wenn man das Ganze als Zweitagestour oder auch eine Untersbergüberschreitung machen möchte.

    Für uns geht es aber die knapp 1300 Hm mit Zwischenstopp im Stöhrhaus bis zum Gipfel und auf gleichem Weg wieder nach unten. Es ist eine wunderschöne Tour mit tollen Ausblicken und am Gipfelkreuz hatten wir Glück, es waren mit uns grad nur sehr wenige Wanderer dort, obwohl heute viele Leute unterwegs waren.

    Zum Abschluss gab es für die müden Füße noch zwei Runden im Kneippbecken im Oberteisendorf. 👣 🥰
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  • Auf der Schulter von König Watzmann…

    August 10 in Germany ⋅ ☁️ 30 °C

    …sitzt das Watzmannhaus auf 1930 m und das war unser Ziel heute. ;-) Nachdem wir uns gestern wieder einen Tag am See ausgeruht hatten, kam der nächste Punkt unserer Bucketlist „unsere schönsten Wanderziele hier“ dran. 😏

    Der Wecker klingelte schon um kurz nach 6 Uhr, weil 1. sollte es wieder warm werden, b) ist der Parkplatz an der Wimbachbrücke oft früh schon sehr voll und III. weiß man nicht, wie lange man dann hoch braucht. 🤷🏻 Wir reden hier immerhin von 1300 Höhenmetern. Und der Weg ist teilweise so steil - vor allem am Anfang - dass man Gefahr läuft, nach hinten umzufallen, wenn man versucht, sich gerade hinzustellen. 😬 Wir haben heute mal einen neuen Start gewählt und sind durch die Wimbachklamm gegangen, um danach auf den regulären Aufstiegsweg zu wechseln. Das Wetter war dahingehend gnädig, dass es in den ersten 2/3 des Weges schattig und teilweise ein bisschen bewölkt war. Nur dann auf dem letzten Drittel auf dem Wiesenpfad war die Sonne voll da und es war ganz schön heiß.

    Die Sage von König Watzmann wird so erzählt: „Er war ein grausamer König und kannte kein Erbarmen. Mit seiner Frau und seinen sieben Kindern jagte er durchs Land und verbreitete überall Angst und Schrecken. Eines Tages ritt der König wutentbrannt in ein friedliches Tal und ließ seine Pferde über die Hütte einer Bauernfamilie hinwegtrampeln. Daraufhin erhob eine alte Frau die Hände zum Himmel und schickte einen Fluch aus: Der gerechte Gott möge den grausamen König und seine Familie bestrafen. Die Erde bebte, Feuer brach aus und ein heftiger Sturm zog auf. Der König, seine Frau und die Kinder erstarrten in ihrem Entsetzen zu Stein. Aus ihnen entstand so das heute bekannte, wunderschöne (Anm. von mir) Bergmassiv des Watzmann.“

    Nach knapp 3 Stunden hatten wir es geschafft und haben unser Ziel erreicht und wir konnten den wundervollen Ausblick in die umliegenden Täler und auf die Bergspitzen rundum genießen. Nach einer kurzen Stärkung ging es wieder an den Abstieg, der (wie nicht anders zu erwarten war 😂) genauso steil nach unten ging.
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  • Kletterparadies am nördlichsten Alpengletscher

    August 12 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Nein wir waren nicht klettern…. 😅

    Nachdem uns die Schnaken nachts wieder gepiesackt haben und um 6 Uhr an Schlaf nicht mehr zu denken war, konnten wir genausogut aufstehen und uns auf den Weg zu unserem heutigen Tagesziel machen. So haben wir den tollen Sonnenaufgang auch nicht verpasst! 🙃

    Gestartet sind wir zu unserer Wanderung am Parkplatz „Holzlager“ am Hintersee, Ramsau, und es ging über die Schärtenalm zur Blaueishütte. Der Aufstieg bis zur Schärtenalm ist in etwa so steil wie der Weg zum Watzmannhaus, lag aber heute früh noch im Schatten, so dass es von der Temperatur her ok war, nichtsdestotrotz anstrengend und schweißtreibend. Scheinbar gibt es eine Art „Wanderdemenz“, so dass man vergisst, wie steil oder anstrengend manche Touren sind. 🤭 Man ist dann einfach überrascht von der Art der Wege, wenn man nach ein paar Jahren die Wanderung noch einmal macht. 🤷🏻‍♀️
    Nach ca. 600 Hm erreicht man das erste Etappenziel mit der Schärtenalm und dort gab es zur Stärkung erstmal eine Buttermilch, bevor es weitere 300 Hm bergauf zur Blaueishütte ging.

    Die Blaueishütte liegt in der Kernzone des einzigen Alpennationalparks in Deutschland und wird umrahmt von mehreren Gipfeln, die bei Kletterern und Boulderern sehr beliebt sind: Steinberg (2065 m), Schärtenspitze ( 2153 m), Blaueisspitze (2481 m) und der Hochkalter (2607m). Im Schatten der Blaueisspitze ist im Sommer noch der letzte Rest des Gletschereises zu sehen.
    Die Überschreitung des Hochkalters ist wohl eine großartige Bergtour und neben der Watzmann-Überschreitung „die“ Überschreitung in den Berchtesgadener Alpen (so die Infos lt. DAV), allerdings ist sie wohl anspruchsvoller aufgrund fehlender Sicherungen als die bekannte Tour über den Watzmann.

    Uns muss die Wanderung auf die Blaueishütte genügen, da Kletterrouten, für die man schwindelfrei und trittsicher sein muss, speziell für mich nicht machbar sind. 🙂‍↔️ Aber es war wieder einmal wunderschön, dem mächtigen Hochkalter so nahe gekommen zu sein. Nach einer kleinen Stärkung ging es auf gleichem Weg wieder zurück.

    Jetzt freuen wir uns auf einen schönen Nachmittag zum erholen und sind gespannt, ob wir die Sonnenfinsternis heute Abend gut sehen werden. Als die totale Sonnenfinsternis im August 1999 stattfand, waren wir auch gerade hier. Ein tolles Erlebnis. 🌅
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  • Nachtrag

    August 13 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute wollten wir noch mal Kräfte sammeln für unsere nächsten beiden geplanten Wanderungen und haben uns für einen Faulenzer-Tag am See entschieden. Außer ein bisschen SUPen, schwimmen und lesen ist heute nicht viel passiert.

    Bleibt noch ein bisschen Platz, vom gestrigen Abend zu erzählen: Wie zu Anfang schon erwähnt, ist diese Reise ein kleines Jubiläum, weil wir zum 30. Mal hier sind. Das haben Regina und Willi zum Anlass genommen, eine kleine Grillparty zu organisieren. Der 3. Bürgermeister der Gemeinde Teisendorf hat ebenfalls sehr persönliche Worte gefunden und das Dankeschön des Tourismusverbandes überbracht. Es war ein wunderschöner Abend und wir haben uns sehr über diese Wertschätzung gefreut. 🥰

    Wir sind damals ja einfach durch Zufall hier gelandet, weil wir mit den Kindern Urlaub auf dem Bauernhof machen wollten. 😏 Die Herzlichkeit und Atmosphäre hier hat uns und auch unsere Mädels eingefangen und eingenommen, so dass wir einfach immer wieder herkommen wollten. Und irgendwann wurden aus Feriengastgebern Freunde, so dass es ein bisschen wie heimkommen ist. ☺️

    Es gab und gibt hier einfach so viele Möglichkeiten für Wanderungen, Aktionen und Erlebnisse mit den Kindern in der Gegend zwischen Chiemsee und Berchtesgaden, Salzburg, Inzell, Ruhpolding. Später kamen dann die anspruchsvolleren Touren in die Berge. Und es gibt immer noch Orte und Routen zu entdecken, es ist also noch was übrig… 🙃

    Es gibt sicher vieler solcher Fleckchen, und das hier ist unseres 🥰.
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  • Die kleine Reibn

    August 14 in Austria ⋅ ☀️ 17 °C

    Wer jetzt denkt, hier ist der Name Programm, liegt völlig falsch 😅. Von klein kann hier nicht die Rede sein, aber wir wussten ja, auf was wir uns einlassen: Wir sind es schon zweimal gegangen - einmal in umgekehrter Richtung und vor 3 Jahren so wie heute. Wobei: da war sie auch wieder meine „Wander-Demenz“ - ich hatte völlig vergessen wie MEGA-ANSTRENGEND diese Tour ist. Aber von Anfang an:

    Es hieß wieder früh aufstehen und in Richtung Berchtesgaden starten. Diesmal ging es in Berchtesgaden auch richtig rein und rauf auf den Wanderparkplatz Hinterbrand. Man kann diese Tour auch von dort komplett laufen, muss dann aber besser eine Übernachtung auf dem Carl-von Stahl-Haus einplanen. Unser Weg ging über die Jennerbahn, 🚡 mit der wir von der Mittelstation auf den Jenner gefahren sind. Von dort ist es bis zum Stahl-Haus auch noch eine halbe Stunde bis der eigentliche Anstieg auf den Schneibstein losgeht. Der ist nämlich das erste Etappenziel auf 2276 m.

    Gut, dass es noch früh war, so ging es temperaturmäßig noch, es ist ja immer noch Sommer und der Weg lag komplett in der Sonne. Es war ein Bergweg mit ziemlicher Kraxelei und teilweise muss man die Hände mit dazunehmen, Nach etwa 1,5 Stunden hatten wir den Gipfel erreicht und konnten eine kurze Pause mit Picknick einlegen. Weil, das meiste lag ja noch vor uns. Der Weg führte dann erst mal über felsiges Gestein abwärts und dann immer mal rauf unter runter über die Windscharte 2093 m bis zum Seeleinsee. Auch hier war es viel zum klettern und kraxeln. Bei unserer letzten Wanderung hier hatten wir jede Menge Steinböcke 🐐fotografieren können. Die hatten sich heute wohl gedacht: Nö, bei dem Wetter bleiben wir mal lieber irgendwo im Schatten liegen und die Wanderer da kennen wir schon. Lediglich zwei Gämsen haben wir auf einem Felsvorsprung über uns entdecken können.

    Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Seeleinsee und waren schlichtweg schockiert 😮, weil von dem schönen Bergsee nicht viel mehr als eine Pfütze übrig ist. Also mit Füße 👣 erfrischen war nix. Auch von den Schneefeldern, die hier früher noch zu sehen waren, war diesmal nichts mehr da.

    Von da ab ging’s an den Abstieg über den Stiergraben und hier auch wieder viel Kraxelei über Felsen und Geröllweg, Waldweg und über einen Wiesenweg bis wir an der Priesbergalm ankamen. Hier haben wir eine Pause eingelegt bevor wir zur letzten Etappe Richtung Parkplatz aufgebrochen sind. Nach einer Gehzeit von fast 7 Stunden und 19 km haben wir Hinterbrand erreicht, müde aber glücklich, es geschafft zu haben und das auch in einer guten Zeit.
    Die Wege sind hier meist gut beschildert und die Zeitangaben großzügig bemessen. Wir freuen uns immer, wenn wir noch nicht die angegebenen Zeiten brauchen. Irgendwann wird es sicher mal so sein, dass wir glücklich sind überhaupt noch wandern zu können und oben anzukommen und dann werden uns die Zeiten wurscht sein, dann nehmen wir auch die auf den Wegweisern. 😇
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  • Ein letztes Mal hoch hinaus

    August 15 in Austria ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute stand unsere letzte Wanderung an Es ging nach Österreich, genauer Saalfelden am Steinernen Meer. Wir mussten auch früh aufbrechen, da die Parkplätze am Wanderparkplatz in Bachwinkl begrenzt sind. Außerdem war heute Feiertag und da sind nicht nur die Urlauber hier unterwegs.

    Unser Ziel heute das Peter-Wiechenthaler-Haus unterhalb der Persailhorns. Das Haus liegt wunderschön auf 1707 m auf dem Kienalkopf. Es ist ein sehr schöner Bergweg zu gehen, erst im Wald (schattig war heute gut 😌) in zahlreichen Schleifen bis zu einem Sattel, dem Kreuzweg. Hier kann man sich entscheiden, ob man den direkten Weg wählt oder den Schattseitweg (rot - also machbar 😬) oder den Jagasteig (schwarz - also Trittsicherheit erforderlich). Diese beiden Wege liegen im Schatten und sind etwa 20 Minuten länger, als der direkte Anstieg, der schön in der Sonne ☀️ ☀️☀️ liegt. Weil ich ein Feigling bin, haben wir uns für den direkten und sonnigen Weg entschieden. (Steig heißt bei mir - zum Leidwesen Dietmar‘s - dass ich das nicht gehen wollen würde, könnte…. 🙊🙈🙉)
    Man hat auf dem Weg aber tolle Ausblicke ins Tal und auf den Zeller See im Hintergrund.
    Nach knapp 2 Stunden hatten wir es geschafft und es gab eine leckere Belohnung auf der Hütte.
    Auch hier herrscht noch Wasserknappheit, so dass die Übernachtungswanderer und -Kletterer aufs Duschen verzichten müssen. Von dort hat man jede Menge Möglichkeiten zum Klettern an verschiedenen Klettersteigen am Persailhorn (2347m). Außerdem kann man von hier aus ins Steinerne Meer weitergehen mit den Hütten Ingolstädter Haus, Riemann-Haus und Kärlingerhaus und letztendlich zum Königssee absteigen. Die kleine Reibn, die wir gestern gegangen sind, kann man vom Seeleinsee auf die große Reibn ausweiten, die sich dann über die Gotzenalm, Wasseralm und bis zum Kärlingerhaus zieht. Und dann könnte man weiterwandern zu die oben genannten Hütten und bis zum Peter Wiechenthaler Haus. Tolle Möglichkeiten im Steinernen Meer 💚

    Wir begnügen uns heute mit dem Wiechenthaler Haus und den tollen Ausblicken von oben bis zum Großvenediger und den Großglockner, die bei schneebedeckt waren. Aktuell liegt die Schneefallgrenze auf 4000 m +. Das wird sich die nächsten Tage wahrscheinlich ändern, da jetzt ab Montag Regen und kühler gemeldet ist.

    Auf gleichem Weg geht es wieder zurück.

    Tja und das waren nicht unsere 10 schönsten Touren im Berchtesgadener Land, sondern nur 8, aber immerhin. Und es sind auch mehr als 10, die wir als unsere Schönsten bezeichnen würden: Reichenhaller Haus auf dem Hochstaufen, Toni-Lenz-Hütte mit der Schellenberger Eishöhle, Seehorn, Schmidt-Zabierow-Hütte, Kärlingerhaus Haus, Gotzenalm und das Wimbachgries mit der Wimbachgrieshütte. Nicht zu vergessen die vielen kleinen „Feierabendalmen“, die auch wunderschön sind und die man machen kann, wenn es morgens noch geregnet hat oder für den Nachmittag Regen gemeldet ist….

    Morgen werden wir es an unserem letzten Tag ruhig angehen lassen. Und mal schauen, was es noch zu berichten gibt. 😌
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  • Ausklang

    August 16 in Germany ⋅ ☁️ 28 °C

    Da heute das Wetter schlechter gemeldet war (als es dann tatsächlich wurde), hatten wir für heute keine großen Pläne mehr. Eigentlich gehts es zum Abschluss immer noch mal auf die Stoisseralm und von dort zur Bäckeralm und wieder zurück. Das ist eine relativ lange Tour und das wollten wir mit drohenden Schauern und Gewittern dann doch nicht riskieren.

    So fiel die Entscheidung auf den verkaufsoffenen Salzsonntag in Berchtesgaden und einen kleinen gemütlichen Einkaufsbummel.

    Morgen geht es wieder nach Hause mit schönen Erinnerungen und der Vorfreude auf ein nächstes Mal. 😇

    Was bleibt ist ein Rückblick auf wunderschöne zwei Wochen im Rupertiwinkel zwischen Chiemgau und Berchtesgaden und unsere Liebeserklärung mit diesem Reisebericht an „unsere 2. Heimat“. 🫶🏼
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    Trip end
    August 17, 2026