• Das Orakel von Delphi

    October 12 in Greece ☁️ 22 °C

    Diesen Footprint erstelle ich direkt am Fuße der Akropolis auf dem Areopagfelsen. Denn hier sitze ich mit anderen Schaulustigen und schaue mir den Sonnenuntergang über Athen an. Doch beginnen wir den Tag von vorn.
    Der erste Teil des Tages bestand darin, das archäologische Museum und die Ausgrabungsstätten von Delphi anzuschauen. Allein diese Eindrücke reichen für einen einzigen Footprint und mindestens zwei A4-Seiten voll Begleittext zur Geschichte von Delphi. Hier die Kurzform:

    Delphi galt den Griechen als "Nabel der Welt". Der Sage nach tötete Apollon dort die Schlange Python und übernahm das Heiligtum.
    Im Apollontempel verkündete die "Pythia", eine Priesterin in Trance, die Antworten des Gottes. Sie war also das sagenumwobene Orakel.
    Priester formten daraus oft doppeldeutige Sprüche. Vom 8. bis 4. Jh. v. Chr. holten Könige und Stadtstaaten hier Rat vor Kriegen und Koloniegründungen.
    Berühmt ist die Weissagung an Krösus: Greife er Persien an, werde er ein großes Reich zerstören. Es war sein eigenes. Am Tempel stand „Erkenne dich selbst“. Ende des 4. Jh. n. Chr. ließ Kaiser Theodosius das Orakel schließen, heute ist Delphi UNESCO-Welterbe.

    Danach habe ich meine Fahrt fortgesetzt. Das Ziel heute war Piräus. Da ich morgen ab Piräus mit der Fähre nach Kreta fahre, habe ich mich mit der Metro ab Piräus schon einmal auf einen ersten Abstecher nach Athen gemacht. Morgen werde ich mir bei Regen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen, unter anderem auch die Akropolis.
    So viel griechische Mythologie an einem Tag. Übrigens habe ich heute früh in Delphi auch das Orakel befragt. Es prophezeite mir für heute Folgendes:

    „Wer heute den Berg verlässt, dem öffnet sich ein großes Reich. Doch ob es das eigene ist oder ein fremdes, verrät dir erst der Abend." Jetzt ist es Abend. Bin aber immer noch nicht schlauer.
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