• Gjirokaster - die Stadt aus Stein

    October 20 in Albania 🌙 18 °C

    Die Stadt wird nicht umsonst so genannt, denn viele der Häuser haben Dächer, die mit grauem Kalkstein gedeckt sind. Seit 2005 steht die Stadt auf der UNESCO-Welterbeliste. Entscheidend für das heutige Aussehen war die Eroberung durch das Osmanische Reich 1419. Dennoch sucht man fast vergebens nach Moscheen, denn es existieren in Gjirokaster gerade einmal noch zwei Moscheen. Enver Hoxha, geboren in Gjirokaster und bis 1985 Staatsoberhaupt des sozialistischen Albaniens, ließ zwölf Moscheen abreißen. Sein Ansinnen war, Albanien quasi zum ersten atheistischen Staat der Welt zu formieren. Nach seinem Tod und in den Jahren danach mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Regimes haben sich die Religionen neu formiert, sodass inzwischen ungefähr 60 % der Bevölkerung muslimisch sind und noch einmal knapp 20 % dem katholischen und orthodoxen Christentum angehören.
    Die Festung in Gjirokaster ist weithin zu sehen und ist im Gegensatz zu vielen weiteren albanischen Festungen nicht bewohnt. Sie wurde im letzten Jahrhundert sogar 40 Jahre lang als Gefängnis genutzt. Sichtbar wird, dass Albanien intensiv in den Ersten und Zweiten Weltkrieg involviert war. Auf dem Gelände findet man Kriegsbeute aus dem Zweiten Weltkrieg, vorrangig deutscher und italienischer Herkunft. So viel zum kurzen Geschichtsunterricht.
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