• POB 7: I am a beast!

    7月31日, モンテネグロ ⋅ ⛅ 15 °C

    Vusanje - Theth (the hard way!)

    Weil die Statistiken manchen nichts sagen: das war definitiv meine längste, vielleicht auch meine „höchste“/„steilste“ Wanderung ever.

    27km / 1550hm hoch / 1800hm runter / 07:23h netto / 08:16 brutto

    Eine Schlaufe um ein Bergmassiv gemacht, durch Krater / Mondlandschaft, zu Bergseen, ab vom Schuss, statt die „direkte“ Route nach Theth (7km und 600hm weniger).

    Die Views haben sich 100% ausgezahlt. Es war unbeschreiblich, vergleichbares habe ich bisher halt in den Dolomiten gesehen. Es hat sehr unscheinbar - wieder - über einen Forstweg angefangen - man hätte sich hier und am Ende jeweils 4km Weg sparen können mit einem Transfer. Dann ging es hoch in den Wald - nicht ganz so scary wie gestern 😁. Hab aber gleich gemerkt da is keine Power - ich brauch FOOD! Brauch ich so bald nicht normalerweise, aber ich glaub heute hätte ich tatsächlich richtig frühstücken sollen. Also, das last minute gekaufte Riesensandwhich verdrückt - es wird sich herausstellen: das war wichtig!

    1500hm und so eine Gehdauer sind halt echt nicht zu unterschätzen. Und den blödesten Stress den man am Berg gekommen kann, hab ich dann auch bekommen: Wetterstress! Ich komme nach dem Waldstück oben an, in einen Kessel aus Geröll, Bergseen, um mich herum die alpinen Gipfel. Und über denen - dunkle Wolken. Hm, da fehlt‘s mir noch an Erfahrung, die gut einschätzen zu können. Ich sag mir immer, am Berg kann sich das Wetter so schnell wenden. Die Wolken kamen mir leider auch böser und dunkler vor als die der letzten Tage (seht ihr auf den Fotos selbst). Trotzdem, Flucht nach vorne. Zusätzlicher kleiner Stein im Magen: stundenlang, weit und breit kein Mensch. Klar, ist nicht die gängige Route und offensichtlich nur ratsam für sehr trainierte / fitte. Trotzdem, irgendwie ungut.

    Die Landschaft war so toll. Leider wenig Zeit gehabt, sie voll zu genießen. Am Besten wäre hier eine Mittagspause oder Lunchbreak gewesen, aber ehrlich gesagt wollte ich schnell aus der exponierten Zone wieder raus. Auch wenn die Wolken nicht näher kamen oder böser wurden. Lieber runter von der Höhe. So stapf ich und stapf ich und stapf ich. Stundenlang. Neverending.

    Kilometer 16, ich erreiche wieder den „normalen“ Weg. Wow war ich erleichtert, wieder Menschen zu sehen!!

    Von da an dachte ich mir, wow ich habs geschafft! Dass es noch 200hm, 1000hm bergab und 12km waren hab ich irgendwie nicht ganz wahrhaben wollen 😆 Im Downhill dann die Müdigkeit langsam richtig gespürt. Bin sehr langsam und vorsichtig gegangen, trotzdem fast in den Bach gefallen einmal weil ich dachte das war ein Baumstamm auf den ich draufsteig war aber nur Laub 😂😂 Oh well.

    Den letzten Kilometer kaum ausgehalten. Meine Füße schmerzen. Alles schmerzt. Im Guesthouse ne eiskalte Dusche war nicht the cherry on top of the cake, dafür das Dinner. Carbs mit carbs, much much needed und als Nachspeise Pistazienprofiteral. Ciao war das nice 🥲🥲🥲

    Ich bin stolz auf mich, bissl sauer dass ich mir so Dinge manchmal beweisen muss und mich dann nicht 100% wohlfühl, aber das coolste - neben den views - war, dass ich echt immer 100% wusste, dass ich fit genug bin und das Ding nach Hause bringen kann! Was für ein top Ende meines POB Erlebnisses! ⛰️

    Hey, ich hab allein ne riesen Hüttenwanderung geplant und durchgezogen! Proud! Braucht schon auch Mut 🥰🙃🥰 Ich komme gerne wieder, vielleicht aber trotzdem in Begleitung? 🥰🙃
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