Hörndlwand 1684m
Mar 24–25 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C
Nach drei stressigen Wochen in der Arbeit war eine kleine Bergauszeit dringend nötig – und das Schöne: meinem lieben Hans ging es auch so. Wir mussten beide raus! Ich brauchte Abstand von der Welt und Zeit, um Gedanken und Schnapsideen zu sortieren. Zwei Tage vor unserer geplanten Tour, die ich wieder mit Übernachtung, evtl. weiterer Tour und Besuchen bei Paten und erweiterter Familie (Patenkind) verbinden wollte, drehte mein Herz leider etwas durch. Die Frage war, würde eine Wanderung mit rund 900hm überhaupt gehen? Aber für mich war klar: Es wird der Seele gut tun, ich wandere achtsam, dann wird es gut. Und genau so war es!
Hans hatte wieder eine tolle Tour ausgesucht, ganz nach meinem Geschmack. Gestartet sind wir in Klein-Kanada hinter Ruhpolding – eine Drei-Seen-Landschaft, die im Herbst sicher richtig schön ist. Von dort ging es auf einen Steig für Insider – schmal am Hang entlang, über Steine, Wurzeln, Grasflächen und an den ersten bunten Blümchen vorbei – in Serpentinen nach oben. Ich schlug ein etwas vorsichtigeres Tempo an, hörte aufs Herz – und wir waren dennoch in Hans-Normalzeit unterwegs! Langsam gehen war also dann doch irgendwie nicht, dafür war es sehr kontinuierlich. Immer wieder eröffneten sich Blicke auf den großen See im Tal, am schönsten war es am Aussichtspunkt Goldloch-Blick. Danach landeten wir wieder im Winter und im Abenteuer: Der Schnee war überwiegend überraschend fest, der Weg weg. Denn wir waren die ganze Tour absolut allein unterwegs – ein Traum! Also stapfe ich Hans durch Unterholz und Geäst hinterher, bis wir den Einstieg zum Gurnwandkopf (1691m) erreichen. Durch Latschen und Schnee kämpfen wir uns hinauf – klar ist: Grödeln zum Abstieg. Den nehmen wir recht rasch, denn nun ersprinten wir noch die beiden Gipfel der Hörndlwand (1684m). Es wird noch sonniger, das Herz ist glücklich. Die Gedanken sind nur bei mir und bei den Gesprächen mit Hans. Aber wir genießen beide großteils die Ruhe des Schweigens. Dann hören wir irgendwann wieder die Autos der Straße – die Zivilisation hat uns wieder. Ausklingen lassen wir den Tag bei Kuchen im Sonnenschein in Ruhpolding. Danke von Herzen für die Tour und die Freundschaft, Hans!
Wie heißt es so schön: A bisserl was geht allerweil! Der Wetterbericht meldete ab spätestens Mittag Wind, Wolken und sogar Regen/Schnee. Und nachdem ich es nicht übertreiben wollte und auch keinen Bock mehr auf Schnee hatte, suchte ich mir ne kleine Tour - zu Holzeralm und Kogelkopf. Die fiel dann wegen diverser gesperrter Wege aufgrund von Holzernte noch kürzer aus, hat für den Tag aber dennoch gepasst. 1,5 Stunden und rund 500hm sollten es vom Start zur Holzeralm sein. Mein Plan: achtsam wandern, Zeit egal. Das setzte ich auch um. Nach ner Stunde war ich trotzdem oben ... Gipfelkreuz in der Sonne, kein Mensch da, Aussicht OK. Trotzdem wollte ich noch Richtung Kogelkopf, auch wenn es schien, dass die Route nur vorbei und nicht hochführen würde. Aber nach knapp 15 Minuten: Wegesperre. Egal. Lange am Kreuz in der Sonne sitzen, nehm ich auch. Lange wurde dann auch nicht so lange, der Wind frischte Recht auf. Gut dann runter zum See und da noch weng spazieren und in der Sonne sitzen/liegen. Da durfte ich dann noch ein kleines Fotoshooting mit einem Zeitungsmitarbeiter machen inklusive nettem Plausch. Ein gemütlicher Ausklang von zwei schönen, erholsamen Tagen!Read more

















