• Kichi

    5 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 20 °C

    Morgen steht Kischi auf dem Programm. Auf der Insel im Onega See wurde vor über 300 Jahren die Christi Verklärungskirche gebaut. Finanziert von den Bauern der Umgebung errichtet mit 22 Zwiebeltürmen, zusammen gehalten ohne einen einzigen Nagel.
    Ansonsten gibt es noch eine kleinere Winterkirche (Maria Schutz und Fürbitte) , die im Gegensatz zur großen Sommerkirche entsprechend isoliert ist.
    Eigentlich wollten wir heute schon übersetzen, aber freie Plätze gab es erst wieder morgen. 170.000 Besucher kommen während des kurzen Karelischen Sommers um Kischi zu besuchen.
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  • Lebensaufgabe

    5 августа 2016 г., Россия ⋅ ☀️ 20 °C

    Im Hafen liegt Nikolai, der eigentlich, wenn wir in richtig verstanden haben, in Moskau wohnt.
    Hier, in Petrozavoks wohnt er auf einem 17 m langen Stahlschiff von 1955, welches der Republik Karelien gehört und das er restauriert.
    Eine Lebensaufgabe. Nikolai ist da scheinbar optimistischer und zeigt uns stolz die neue Erhöhung für den späteren Barbereich, der nach Fertigstellung noch zwei Kabinen beherbergen soll.
    Das Projekt wird ihn, zumindest im Sommer, weiter am den Onega See binden und vielleicht sticht er wirklich eines Tages in See.
    Der sechs Zylinder Diesel läuft angeblich perfekt.
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  • die "KometA-5" fliegt über der Onega See

    6 августа 2016 г., Россия ⋅ ☀️ 16 °C

    Mit fast 60 km/h (33 kn) fliegt das Tragflächen Boot über das Wasser. Kein schöner, ruhiger Tag sondern Regen und Wind sorgen für Seegang.
    Die Sitztreihen verfügen über erstaunlich viel Beinfreiheit, ansonsten ist es ein wenig wie im Linienbus. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch die porösen Fenster Dichtungen.
    Der Motor macht zwischendurch komische Geräusche (dies dafür regelmäßig) und durch das unruhige Wasser versetzt der grosse Wasserkäfer in kurzen Sprüngen nach rechts, links oben und unten. Und das bei einer Vorwärtsbewegung von 33 Knoten.
    Zwischen dem vorderen und hinterem Großraumabteil gibt es eine kleine Plattform, wo Regen und Spritzwasser den Fahrgast begrüßen.

    Die Rückfahrt über den ruhigen Onega ist dagegen unspektakulär langweilig.
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  • Freilichmuseeum Kischi

    6 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 20 °C

    Das Freilichmuseeum Kischi ist, leider, wie der Name schon sagt, ein Outdoor Museum. Bevor wir die große Holzkirche, Christi Verklärung, sehen konnten, waren wir bis auf die Haut nass.
    Die Kirche ist vor sieben Jahren aufwendig restauriert worden damit sie zum ihrem 300 jährigen Geburtstag, 2014, in frischem Glanz erstrahlen konnte.
    Ob sie in ihren Festjahr heraus geputzt war, entzieht sich unserer Kenntnis. Bei unserem Besuch war sie teilweise eingerüstet und nicht betretbar.
    Die kleinere Winterkirche, Maria Schutz und Fürbitte, haben wir, nachdem auch hier die Tür erst verschlossen war, zwischen zwei Reisegruppen besichtigen dürfen.
    In unmittelbarer Nähe steht noch ein typisches Bauernhaus mit einigen Nebengebäuden. Das etwas genervte Museumspersonal, das teilweise versuchte einzelnen Räume vor uns zu verschließen , haben wir galant ignoriert und gewannen somit zumindest einen Eindruck von dem Leben der Bauern in dieser Region.
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  • Wasserkraft

    7 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir befinden uns in der Nähe von Belomorsk. Hier haben über 130.000 Zwangsarbeiter unter Stalin innerhalb von 20 Monaten den Weißmeer Kanal, unter Ausnutzung natürlicher Seen und Wasserläufe, bis in die Ostsee gegraben. Mit Hammer und Meißel ist der Kanal in den blanken Fels gehauen worden. Über 30.000 Menschen haben dabei ihr Leben gelassen, sind an den ungeheuren körperlichen Belastung, an den Lebensbedingungen oder auf Grund der Kälte gestorben.
    Der Kanal war eines der ersten Großprojekte unter Stalin. Zur Realisierung des Plans wurden Menschen ohne Grund verhaftet und in sog. Gulags eingesprerrt, damit immer genug billige Arbeiter zur Verfügung standen.

    Wirtschaftliche spielt der Kanal heute keine besondere Rolle mehr. Zu seiner Fertigstellung in den dreißiger Jahren war die 227 km lange Wasserstraße die erste Verbindung zwischen dem weißen Meer und St Petersburg, die im Sommer genutzt werden konnte. Vorher hab es nur die Winterverbindung auf Straßen und Brücken aus Frost und Eis.

    Als wir die Brücke zum Soroka See queren, wird am Kraftwerk und am Sperrwerk Wasser vom Kanal abgelassen.
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  • Stellplatzsuche

    9 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir nähern uns langsam Murmansk. Keine 300 Kilometer mehr, verrät uns ein Hinweisschild auf dem außer der nördlichen Stadt kaum noch andere Ziele benannt werden.
    Ganz unspektakulär haben wir heute den Polarkreis überquert. Ein großer Parkplatz mit einer verlassenen Hütte scheint es gewesen zu sein. Fakt ist, dass es schon gestern Nacht nicht mehr dunkel wurde.
    Kurz vor unserem angedachtem Ziel plötzlich ein Campingplatz Schild. Wir fahren mal hin, könnte ja für eine Weile der Letzte sein. Am Wasser stehen schöne Holzhütten. Uns wird ein Wendeplatz im Wald angeboten. Sehr freundlich, aber lehnen dankend ab, fahren noch ein wenig und biegen zu einem Ausläufer des weißen Meeres ab.
    Ein kurzer und heftiger Schauer (mit Hagel) geht über dem Stand nieder. Wir warten ab und sind mit unseren Stellplatz ganz zufrieden. Es weht ein guter Wind, der für Mückenfreiheit sorgt. Zugegeben, es gibt ein paar Nachbarn, aber die verteilen sich auf der Fläche.
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  • Lands-End, aber nicht alleine

    11 августа 2016 г., Россия ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir stehen an der Barentsee, ca. 100km nordöstlich von Murmansk. Die Vegetation ist extrem reduziert, erinnert an die Nordkap Insel. Ist ja auch ein ähnlicher Breitengrad.
    Nach schlechten Asphalt Straßen und 40 nervigen Kilometern über eine Waschbrettpiste sind wir nach Tieribierka genommen. Eine fast verlassene Stadt mit eigenartiger Atmosphäre. Auf den Weg zur nördlich Küste wurden die Wege immer schlechter, sodass wir überlegt haben umzudrehen. Was hinter uns lag war allerdings noch weniger einladend. Plötzlich standen immer wieder Zelte und Autos am Weg auf. Naja, scheint ja alles soweit ok und kein militärisches Sperrgebiet zu sein (das war Tieribierka früher wirklich ).
    Ermutigt einen einsamen und geschützten Platz zu finden fahren wir weiter. Ein hochbeiniger UAZ Geländewagen neueren Baujahrs kommt uns freundlich grüssend entgegen.
    Der Weg wird schlechter, enger und steiler. Egal, wo der hergekommen ist, da kommen wir hin. Kämpfen uns über eine steile und felsige Kuppe und schauen in einen geschützen Kessel mit traumatischen Blick aufs Wasser.
    Weiterhin schauen wir auf eine, für diese entlegene und schwer zugängliche Stelle, ansehnliche Zahl an Zelten und Fahrzeugen.
    Letzlich beschließen wir zu bleiben und fragen höflich ob wir uns dazu stellen dürfen.
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  • der Erste seiner Art

    12 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 14 °C

    Der Atomeisbrecher "Lenin" war der erste seiner Art weltweit. Er war im Polarmeer und der Barentsee unterwegs, bis er 1989 außer Dienst gestellt wurde und dauerhaft in Murmansk vor Anker ging.
    Seine stählerne Aussenhülle war durch den ständigen Einsatz im Eis dünn geworden.
    Die "Lenin" sollte ein Meilenstein für die friedliche und gefahrlose Nutzung der Atomenergie sein. Die beiden Unfälle 1965 und 1967 werden (zumindest auf der Führung) nicht weiter thematisiert.
    Ein geschmolzener Reaktor der "Lenin" wurde einfach im Meer versenkt.
    Die Reaktoren wurden anlässlich des Umbaus zum Museum aus dem Schiff entfernt.
    Ein Besuch lohnt sich allemal.
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  • Kirche auf dem Wasser

    13 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 9 °C

    Ähnlich dem Kreuz der Duisburger Binnerschiffergemeinde, prangt die Kombination aus Anker und Kreuz über der "Kirche auf dem Wasser".
    Nicht weit davon ein, nicht als Leuchtfeuer genutzter, aber voll funktionsfähiger Leuchtturm, der den Opfern der Seefahrt gedenkt.
    Die ältere Dame am Eingang schaltet per Fernbedienung Meeresrauschen an, als wir eintreten.
    Draußen steht der original Turm der "Kursk", die am 12.08.2000 nach mehreren Explosionen an Bord in der Barentsee gesunken ist.
    Der Turm stand schon schon bei einem Schrotthändler, bevor er als Erinnerung auf das Gelände kam.
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  • Tankstellengrills im int. Vergleich

    13 августа 2016 г., Россия ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute: Russland

    Verfügbarkeit:
    hervorragend, alles was die Tanke nicht bietet ist die Spießbestückung
    Beratung:
    bei Statoil in Kandalaksha trotz Sprachbarriere hervorragend, sozusagen inklusiv
    Equipment:
    das Einsteigerset bestehend aus: Grill mittlerer Größe, Sack Kohle, Räucherchips (Schaschlik Spieße, Grillanzünder und Streichhölzer wären ebenfalls zu erwerben gewesen)
    Preis:
    unschlagbar, der Grill unter 4,- Euro
    Montage:
    auch für den Laien zu bewältigen, IKEA Stecksystem ohne Imbus
    Einsatzbereitschaft:
    Kohle fängt durch die Löcher in der Konstruktion schnell an zu glühen
    Kapazität:
    abhängig von Menge und Länge der Spieße, völlig ausreichend für zwei Personen, auch wenn noch Gäste kommen
    Geschmack:
    echter Grillgeschmack bildet sich nur über offenem Feuer, alles andere mag ok sein, aber nicht vergleichbar. Die Räucherchips sind nicht nötig, machen das Ganze aber spannender und vertreiben die Mücken besser
    Fazit:
    Preis / Leistungsverhältnis Super, mal schauen, wie demontierbar und somit wie transportabel der Grill bleibt...

    Nachtrag:
    Nach der ersten Benutzung bildet sich auf allen Teilen eine Rostschicht und verleiht dem Modell eine individuelle Note.
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  • Verbindungsstrassen

    15 августа 2016 г., Россия ⋅ ⛅ 12 °C

    Von Ost nach West sind bei weitem nicht so ausgebaut wie die M18, die St Petersburg mit Murmansk verbindet. So sind wir dann heute über 100 km durch russische Wälder, am Flüssen und Seen vorbeigerappelt. Manchmal unterbrochen durch ein Dorf.
    Dafür sind wir der finnischen Grenze schon so nah gekommen, dass wir heute schon von einem russischem Grenzbeamten kontrolliert wurden.
    Unser Stellplatz: ganz still....
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  • in the EU

    16 августа 2016 г., Финляндия ⋅ ☀️ 16 °C

    30 Minuten an der Russisch/Finnischen Grenze und wir waren durch. Wobei das russische Grenzprozedere immer etwas befremdlich wirkt.
    Wir freuen uns nach den letzten 300 Kilometern über Schlaglochpisten und Geschwindigkeiten von 30 km/h über asphaltierte Straßen.Читать далее

  • Olavinlinna

    17 августа 2016 г., Финляндия ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Burg in Savonlinna gilt als die am besten erhaltene Mittelalterburg in Nordeuropa. Gebaut 1475 und bis zum Frieden von Turku 1743 immer wieder von Schweden und Russen umkämpft. Im Jahre 1809 wurde Finnland als autonomes Großfürstentum mit Russland vereinigt und die Burg verlor ihre militärische Bedeutung.
    Das Wasser umströmt die Burg so stark, dass keine Eisbrücke zum Land entstehen kann.
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  • Nachsaison

    17 августа 2016 г., Финляндия ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir stellen fest, in Finnland ist die Saison schon fast vorbei. Zum einen ist das Wetter genauso durchwachsen wie am Polarmeer, zum anderen haben die Campingplätze geschlossen.
    Wir finden schließlich vor Mikkeli den Platz, auf dem wir vor 19 Jahren, damals zu Beginn der Sommersaison, am 28.05.1997 (?!) waren. Ebenfalls auf der Rückreise Richtung Helsinki.
    Der russische Tankstellengrill bekommt seinen zweiten Einsatz und wir vergrillen nochmal original russisches Schaschlik.
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  • Café Krypta

    18 августа 2016 г., Финляндия ⋅ ⛅ 16 °C

    Die kleine Krypta unter dem Dom von Helsinki hat aktuell einen Café Bereich, der mit Selbstgebackenem in süß und herzhaft lockt.

    Unseren Stellplatz haben wir etwas außerhalb der City, mit Blick aufs Wasser, direkt neben einem schwimmenden Café gefunden.Читать далее

  • Окончание поездки
    21 августа 2016 г.