• Wösti
May – Jun 2019

Pilgerreise

Camino Frances - Mein Jakobsweg 2019 Read more
  • Trip start
    May 20, 2019

    MEIN JAKOBSWEG, Camino Frances 2019

    May 20, 2019 in Belgium ⋅ 🌫 11 °C

    Hamm(Westf.)-Saint Jean Pierre de Port
    Mit einer Träne im Knopfloch verlasse ich den Bahnhof von Hamm. Nach einem Jahr Planung kann ich nun endlich sagen "Ich bin dann mal weg".... ich trete meine Reise zum Jakobsweg 2019 an. Zurück lasse ich, schweren Herzens, meinem Mann Markus, meinen Sohn Luca, die Hündin Anna und unsere Katzen Lotti und Rufus, die nun ohne mich auskommen müssen.
    Dennoch freue ich mich auf mein bevorstehende Abenteuer.
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  • Logroño-Navarrete

    May 30, 2019 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Nachdem Aufstehen musste ich unbedingt noch meine Ohrenstöpsel suchen. Es ließ mir keine Ruhe. Ha, gefunden. Also doch nicht verloren. Der Tag ist gerettet. So machte ich mich gegen 6.30 Uhr auf dem Weg nach ...? Ich denke, es wird Navarrete sein oder doch Najera? Erstmal laufen....
    Unterwegs kam ich durch einen Park. Ich denke, hier erholen sich die Logroñier am Wochenende oder gehen joggen oder sonst was. Es schön hier. Am Wegesrand ließ sich ein Eichhörnchen nieder. Unbeeindruckt von seiner Umgebung knabberte es etwas. Scheint wohl keine Angst vor uns Menschen zu haben. Es bleibt sitzen. Das ist erstmal ein Foto wert. Und weiter....
    Gegen 9 Uhr machte ich Frühstückspause. Ich holte meine Habseligkeiten aus meinem Rucksack und da.... wieder ein Eichhörnchen. Jetzt wurde es noch zutraulicher. Es kletterte etwas den Baum hoch, so in Höhe meiner Bank und hielt Ausschau nach etwas brauchbarem von meinem Rucksack. Ich hatte noch eine Nussmischung dabei. In der Hoffnung, dass ich danach Ruhe habe, schmiss ich ihm ein paar Nüsse zu. So, erstmal Ruhe. Na denkste, es wollte mehr. Nun gut. Da haste welche. Und siehe da... jetzt hatte auch ich meine Ruhe.
    So, weiter geht's. Ich hatte mich entschieden. Der heutige Boxenstopp ist doch in Navarrete.
    Gegen 11 Uhr angekommen. Lahm wie ne Schnecke. Na ja, ist ja auch kein Wettbewerb. Jetzt heißt es eine Unterkunft finden. Ich war sehr unschlüssig. Mein auserwähltes Refuge entpuppte sich allerdings als Reinfall. Das ist die 10 € nicht wert. Am liebsten wäre ich geflüchtet. Die Dusche... na ja. Stockflecken an der Decke und unsauber. Gut, dass ich mein Foot-Towel noch hab. Nach gefühlten 5 Minuten kam dann auch endlich mal warmes Wasser. Großartig dreckig bin ich ja nicht. Also blieb es nur bei einer Erfrischung...im wahrsten Sinne des Wortes. Jetzt hab ich mir mein Mittagsschläfchen verdient. Das Zimmer teilte ich mir inzwischen mit noch 3 weiteren Personen. Einem walisischen Ehepaar und, wie es sich etwas später herausstellte, Torsten aus Mainz. Wir begegnen uns seit dem ersten Tag immerwieder. Mir fiel er am Anfang auf, weil er über seinem Rucksack seinen Regenschutz hatte, obwohl es gar nicht regnete. Außerdem hielt ich ihn, aufgrund seines äußeren (Camouflage-Klamotten), für ein Engländer.
    In der Herberge kann man auch das Pilgermenue dazubuchen. Aber darauf verzichte ich mal heute. Irgendwas wird sich schon noch finden. Mal sehen, was der Tag noch bringt.....
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  • Najéra-Santo Domingo de la Calzada

    June 1, 2019 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Um 5 Uhr aufgestanden machte ich mich gegen 5.45 Uhr nach der Morgentoilette auf dem Weg. Ich war zunächst alleine. Es war herrlich, den Sonnenaufgang mitzubekommen. Dabei hatte ich sogar keine Lust aufs wandern. Wenn man mir gesagt hätte, du darfst nach Hause, dann wäre ich schnell dabei. Ich hatte Heimweh. Nach einem chaotischen Frühstück in Afzora rief ich gegen 8.30 Uhr Markus an. Der baute mich wieder auf. Nachdem ich aufgelegt habe, bekam ich einen befreienden Weinkrampf.... "weinen in den Weinbergen" halt...;) das maschieren fiel mir nun leichter und ich sah endlich alles wieder positiv.
    In Cirueña traf ich die beiden aus meiner gestrigen Herberge wieder.... Nora aus Bulgarien und Regina aus Minnesota, USA. Wir gingen ein Stück zusammen, bis eben meine Füße eine erneute Pause brauchten. Ich hoffte, sie später wieder sehen zu können. Denn ich fühlte mich am morgen mehr als allein. Alleine zu gehen und unabhängig zu sein ist toll. Gar keine Frage. Aber am Nachmittag und am Abend auch alleine zu sein, macht einsam. Es fehlen die Gespräche, das Lachen und Glücklichsein.
    So schloss ich mich am Abend den beiden an. Regina und Nora sprechen ein wenig deutsch und ich eben englisch. Wir verstehen uns auf Anhieb. So klang ein Tag voller Emotionen mit Sandria und Paella aus.
    Ich freue mich schon auf morgen. In der Herberge soll es einen Pool geben : D
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    Trip end
    June 9, 2019