• Tag 17: Nordatlantiktief #1

    10 de agosto de 2025, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 9 °C

    Der Wecker kommt pünktlich um 3 Uhr. Schichtübergabe. Die Nacht verlief bisher praktisch ereignislos. Die Windstärke ist zunächst sehr stabil, sodass man nichts am Segeltuch ändern muss. Der Autopilot hält uns immer am gleichen scheinbaren Windwinkel, Verkehr gibt es hier auch keinen, sodass die wesentlichen Aufgaben meiner Schicht darin bestanden wach zu bleiben und nach Sonnenaufgang die Navigationslichter auszuschalten.
    Um 7 Uhr übernimmt Hans das Steuer wieder und ich haue mich nochmal auf's Ohr.
    Über den Tag geraten wir immer mehr in die Ausläufer eines Tiefs. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, da die Windrichtung für uns passt.
    Der Solarstrom fliesst nur spärlich und so werfen wir zur Unterstützung die Wasserturbine ins Meer. Läuft gut und so können wir uns auch weiter aller Annehmlichkeiten wie dem Geschirrspüler erfreuen.
    Allerdings ändern sich Windintensität und Richtung nun immer stärker und so haben wir ganz gut zu tun, die Segel zu optimieren. Zunächst nehme wir den Genacker runter und verwenden die Genua. Dann das Strumsegel. Dann erstes Reff im Gross, dann Strumsegel auf die Hälfte. Es hat jetzt deutlich über 30 Knoten Wind und wir müssen Halber-Wind-Kurs fahren.Das bedeutet die Wellen (knapp 2 Meter) von der Seite zu haben. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und es kommen immer mehr Wascher übers Schiff. Dann kommt noch Regen auf. Alles in allem ist es genau so, wie ich mir das auf dem Nordatlantik so vorgestellt habe. Allerdings sind die Komfortbedingungen auf diesem Schiff wirklich unglaublich und das subjektive Sicherheitsgefühl (bis jetzt) hervorragend!
    Die Schichtverteilung wird heute geändert, Ich übernehme bis 24 Uhr, dann Hans, dann Sadik. Bevor wir in den Schichtbetrieb wechseln, machen wir noch das 2. Reff ins Gross, um etwas Sicherheitsmarge für die Nacht zu haben. Damit alle gut schlafen können und wir nicht bei Dunkelheit Manöver fahren müssen.
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