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Segeln: Grönland -> Färöer

Segeltrip mit Sadik und Hans auf dem 52“ Garcia Explocat Alu-Katamaran von Nuuk, Grönland, zu den Färöer Inseln. Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    25 luglio 2025

    Tag 1: Los geht’s…auf nach Nuuk

    25 luglio 2025, Svizzera ⋅ ☁️ 20 °C

    Abfahrt mit dem Zug in Romanshorn, dann Zürich Flughafen, über Kopenhagen nach Nuuk. Eine Stunde vor Landung in Nuuk macht der Pilot eine Durchsage, dass noch nicht klar ist, ob man landen kann (sehr dichter Nebel). Wir hatten Glück. Hans leider nicht, seine Maschine ist in Reykjavik erst gar nicht gestartet und so muss er sich nach einer Übernachtung schauen und hoffen, dass es morgen klappt.
    Die Stadt ist vom Flughafen nur gut 10 min entfernt. Aber leider gibt es zu wenig Taxis. Ein italienisches Pärchen nimmt mich mit. Dann gehe ich, bei wunderbarem Sonnenschein, eine Runde Joggen. Bei der Gelegenheit sehe ich auch das Boot zum ersten mal, angebunden an ein Fischerboot mitten im Hafen. Bei 5 m Tidenhub ist das ein praktisches Arrangement.
    Sadik und Crew hatten eine anstrengende Nacht. Die Einfahrt in den Fjord bei Nebel und mit Eisbergen und dann nur 3 Stunden Schlaf bis zu den Einreiseformalitäten. Wir treffen uns später trotzdem noch zum Essen und ich bekomme eine paar erste Eindrücke vom Bootsleben. Sounds good!
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  • Tag 2: Einchecken auf der SV Hafiz

    26 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 8 °C

    Aufwachen um 6 Uhr, immer noch etwas gejetlagged, stelle ich fest, dass die Cafes hier erst um 10 Uhr öffnen. Immerhin finde ich ein Hotel, dass mir um 8 Uhr einen Cappucco bereitet, dann geht's mit Sack und Pack runter an den Hafen. Sadik kommt mich mit dem super-schnieken Carbon-Dinghi abholen. Der Rest der Crew, Velida und Patrick, gleichen noch das Schlafdefizit von der Überfahrt aus. Nach reichhaltigem Frühstück, fangen wir mit den Reparaturarbeiten an. Sadik geht hoch in den Mast, die Grossfall muss getauscht werden und noch ein paar weitere Sachen. Dann machen wir noch eine Tour auf dem Fischkutter, an dem wir festgemacht sind. Nick erklärt uns wie die Fischfabrik an Bord funktioniert und zeigt uns den Maschinenraum. Hilft uns mit Werkzeug und Material aus. Sehr sehr nett. Die Typischen Ausfahrten sind 2 Wochen. In dieser Zeit arbeitet die Crew 18 Stunden am Tag (Kopf ab, Schwanz ab, Gewichtsselektion, Einpacken, Einfrieren). Der Lohn für eine Saison, 6 Monate, sind ca. 300.000 CAD!
    Hans hatte heute mehr Glück mit dem Flug und kommt abends noch aufs Schiff. Wir plaudern noch ein bisschen und stellen plötzlich fest es ist bereits 23 Uhr, aber immer noch vollkommen hell draussen.
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  • Tag 3: Einleben an Bord

    27 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 10 °C

    Frühstücken, dann gibt's weitere Arbeiten oben am Mast - leider hatten wir gestern ein wichtiges Detail übersehen - ich hab heute auch noch das Vergnügen, gute Aussicht, aber ein mulmiges Gefühl in 23 m Höhe. Die Elektrik braucht auch noch etwas Aufmerksamkeit - ein Kurzschluss für die Leitungen, die auf den Mast führen (Lichter, Radar, FLIR, etc.). Dann geht's an Land, einen Spaziergang am Boardwalk. Wir sehen die Eisberge aus dem Fjord treiben. Dann gibt's ein zweites Frühstück und die erste Runde Proviant einkaufen. Da Angebot ist nicht schlecht, allein die frischen Sachen sind so la la. Zurück zum Boot. Es ist super warm. Kurze Hose und T-Shirt.
    Und falls Ihr Euch fragt, wann es endlich losgeht mit dem Segeln, der aktuelle Plan ist, dass wir am Dienstag loslegen, da wir zum einen noch ein paar Arbeiten erledigen müssen, noch etwas Proviant brauchen, aber vor allem spricht der Wetterbericht dafür, da wir dann mit besseren Winden rechnen.
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  • Tag 4: Boot Tanken & Einkaufen

    27 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 11 °C

    Bevor wir morgen losziehen gehen wir noch das Boot mit Diesel betanken. Die Seetankstelle ist nur einmal um die Ecke und sehr betriebsam. Es fühlt sich ein bisschen an wie bei uns eine Autotankstelle, mehrere Tanksäulen, ein Tankstellenshop, etc. Allerdings bietet der Shop eine deutlich grössere Auswahl an Gewehren als bspw. Schokoriegel. Es ist so sonnig und warm, dass wir der Eis-am-Stil-Versuchung nicht widerstehen können.
    Dann geht's nochmal eine Runde Einkaufen. Sadik kauft dabei von einem Strassenhändler tatsächlich ein lokales Gemüse. So eine Art Kreuzung zwischen Sellerie und Petersilie. Auf dem Weg ans Land machen wir noch einen Stop bei der Garcia Explorer 45 und laden Stephan zum Abendessen ein. Pascal und Velida verlassen uns heute leider und fliegen zurück nach Deutschland.
    Der Abend mit Stephan wir interessant. Er ist Gehirnchirurg und einhändig über den Atlantik gesegelt. Schlafen tut er dabei meist so 20-30 min, dann geht es wieder 5 Stunden ohne. Eigentlich wollte er dieses Jahr durch die Nordwestpassage ist dann aber nur hinauf bis Disco-Bay und ist jetzt ebenfalls wieder auf dem Weg nach Europa. Nach einem Jahr unterwegs hat er immer noch franz. Rotwein an Lager und eine Flasche generös mit uns geteilt. Lecker.
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  • Tag 5: Aufbruch gen Süden, Foeringehavn

    29 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 7 °C

    Obwohl es mit Stephan etwas später wurde wachen wir früh auf. Herrlicher Sonnenschein aber leider kein Wind. Wir legen von unserem Fischkutter-Dock ab, fahren vorbei am Dreimaster Statsraad Lehmkuh und Motoren etwas über 40 nm (nautische Meilen) durch die Fjorde bis Foeringehavn. Bis auf eine "Tank-Farm" ist die Gegend inzwischen unbesiedelt, aber es gibt ein paar alte Schiffswracks und viele verlassene Häuser und auch Industriegebäude.
    Nachdem wir geankert haben, machen wir noch eine Ausfahrt mit dem Dinghi, schauen uns die Ruinen an Land an und wandern dann noch querfeldein zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf einen sehr türkisfarbenen See.
    Zurück am Boot halten wir die Angel ins Wasser. Die Kabeljaus beisen nach ca. 10 s. Wow. Das Abendessen ist schnell gefangen und zerlegt. Weiter gehts in der Küche. Yum!
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  • Tag 6: Qeqertarsuaq

    30 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 5 °C

    Die Übernachtung in Foeringehavn war sehr ruhig. Um 6 Uhr ziehen wir bereits den Anker rauf und setzen uns in Bewegung. Auch heute haben wir die meiste Zeit praktisch keinen Wind und fahren die gesamte Strecke von ca. 60 nm mit Motor. Für einen kurzen moment haben wir ein bisschen Wind aus einer guten Richtung und ziehen das Vorsegel raus. Immerhin ein Knoten mehr, aber halt leider nur eine viertel Stunde, bis der Wind auf Gegenrichtung dreht und dann einschläft.
    Ansonsten versuchen wir unser Glück mit der Angel. Leider etwas weniger erfolgreich als am Vortag und so erwischen wir nur ein paar kleine Kabeljaus und noch ein paar Sculpin Fische (geringe Fleischmenge).
    Später am Tag begegnen wir unserem ersten Eisberg ausserhalb des Fjords. Bei ruhiger See und ohne Nebel sind die grossen lange vor der Begegnung sichtbar, wenn man aufpasst und den Autopilot nicht sich selbst überlässt.
    Am Abend fahren wir einen Fjord entlang und ankern nahe dem Ort Qeqertarsuaq. Dieser hat ca. 230 Einwohner. Ein kurze Spaziergang zeigt eine überraschende Infrastruktur von Schulen, Sportplatz, Basketballplatz, Altenheim, Kirche etc. Bar gibt es leider keine und so geht's nach kurzer Plauderei mit ein paar netten Locals recht schnell zurück aufs Boot.
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  • Tag 7: Avigait

    31 luglio 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir hatten etwas bedenken, dass der Anker auf felsig abfallendem Grund hält, aber die Nacht war sehr ruhig und vermutlich hat die Kette allein schon das Boot gehalten. Die Oberfläche des Wassers ist ein perfekter Spiegel. Wir fahren aus dem kleinen Kessel unseres Ankerplatzes durch einen Kanal und sehen in Distanz das Ausblasen eines Wals, dann kommt auch das passende Geräusch dazu an. Beindruckend.
    Leider sieht es auch heute eher schlecht aus mit dem Wind uns so vertreiben wir uns die Zeit mit Eisbergfotografie und bestaunen das riesige "Frederikshåb Isblink", ein gigantischer Gletscher, der direkt vom Grönländischen Eispanzer abgeht. Zwischendurch scheint die Sonne und wir haben etwas Wind von achtern, sodass wir mit kurzen Hosen und T-Shirt auf dem Sonnendeck liegen. Nicht für lange.
    Sind etwas spät dran und schalten deshalb in den "ferry mode", das heisst beide Maschinen mit höherer Drehzahl. Plötzlich ändert sich die Wasserfarbe auf "sehr mineralisch" und die Wassertiefe reduziert sich sehr schnell von über 80 m auf unter 10 m. Stress. Motorendrehzahl runter. Irgendwie bringen die Ausflüsse vom Eispanzer so viel Sediment in den Küstenbereich, dass man sich nicht auf die Wassertiefen in den Seekarten verlassen kann.
    Wir schaffen es immerhin noch kurz nach halb neun zu unserem Ankerplatz. Eine weitere sehr friedliche Bucht an deren Küste das verlassene, aber noch gut erhaltene Dorf Avigait liegt.
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  • Tag 8: Endlich Segeln, Arsuk

    1 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 5 °C

    Zur Bundesfeier gibt's eine Schweizer Fahne, aber keine Signalraketen! 🇨🇭

    Etwas vernebelt geht es vorbei durch die vielen kleinen "Inseli" wieder hinaus aufs Meer die Küste runter. Bereits früh am Tag frischt der Wind auf und wir ziehen zunächst den Genacker (rotes Segel), dann noch die Genua. Der Wind kommt praktischer Weise von achtern und so segeln wir im Butterfly-Mode mit etwa 5 Knoten, also etwa gleich schnell wie wir vorher mit der Maschine unterwegs waren. Wir sehen wieder Eisberge vor uns und denken uns nicht viel dabei, plötzlich realisieren wir, dass wir uns inmitten eines riesigen Feldes voller Eisberge befinden und die Dichte nimmt ständig zu. Die meisten sind eher klein, aber wir wollen dennoch jegliche Kollision vermeiden und ändern den Kurs, nehmen den Genacker und Genua runter und setzen das kleinere Jib-Segel. Mit verringerter Geschwindigkeit halten wir weiter aufs Meer raus. Die Eisbergdichte nimmt ab. Nach etwa einer Stunde Ausweich-Parkur durchs Minenfeld wird die Sache wieder deutlich entspannter. Also wieder auf den Originalkurs Richtung Tagesziel mit voller Segelgarnitur. Der Wind frischt weiter auf und so fahren wir teilweise mit über 10 Knoten. Wow - das macht richtig Freude!

    Der erste Ankerplatz ist in einer sehr kleinen Bucht noch relativ weit draußen. Der Anker findet leider keinen Halt und so fahren wir am Dorf Arsuk vorbei den Fjord noch etwas rauf und biegen dann links ab in eine grössere Bucht. Wunderschön, kein Wind, tolle Bergwelt rundummedum.
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  • Tag 9: Sildefjord

    2 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 5 °C

    Um 8 Uhr lichten wir den Anker und tuckern bei Windstille aus der Bucht. Die Eisberge im Fjord haben sich mit der Tide etwas bewegt und sind schön anzuschauen. Wir setzen die Segel und freuen uns auf einen windigen Tag. Tatsächlich frischt es auf, sobald wir aus dem Fjord ausfahren. Windrichtung und Stärke sind perfekt, leider müssen wir erst mal durch eine längere Nebelbank, aber die zweite Tageshälfte ist wieder mit viel Sonnenschein. Das ist auch gut so, da wir wieder auf ein Feld mit vielen Eisbrocken treffen. Diesmal haben wir deutlich mehr Welle und sind unter Segel, aber wir passen auf und haben keine grosse Mühe. Das Eisfeld ist dieses Mal viel kleiner und wir erreichen kurz danach die Einfahrt zum Fjord.Leggi altro

  • Tag 10: Eqalugaarsuit

    3 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach zwei langen und intensiven Segeltagen heisst es heute erst mal ausschlafen. Wir machen heute einen "Urlaubstag". Brotbacken, Obstsalat, Wäschewaschen, etc. Am Mittag machen Sadik und ich noch eine Wanderung auf einen der Berge neben dem Liegeplatz. Auf halbem Weg treffen wir ein paar Rentiere und weiter noch zwei Alpenschneehühner. Die Aussicht auf das Eisschelf und die Fjorde davor ist gigantisch. Oben ist es extrem windig.
    Der Wind frisch nun auch im Fjord auf und da wir mit der Ankersituation nicht ganz zufrieden sind, machen wir abends noch einen Standortwechsel in eine geschützte Minibucht (Eqalugaarsuit).
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  • Tag 11: Basteltag

    4 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 10 °C

    Das Boot hat noch ein paar Kinderkrankheiten, die wir vor der Überfahrt zu den Färöer Inseln noch beseitigen wollen.. Wir nutzen die ruhige Bucht und das sonnige Wetter und legen einen Basteltag ein. Sadik studiert voller Hingabe die Schaltpläne der Bordelektronik und implementiert dann einen kreativen Ansatz für die Erdung der Verschiedenen Teilsysteme. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, ein paar Sicherungen brennen durch, aber am Ende erweist sich das Elektrotechnik Studium auch für Segeln als sehr nützlich. Ich fokussiere mehr auf die mechanischen Aspekte und die Essenszubereitung.Leggi altro

  • Tag 12: Qaqortoq, Tunullit

    5 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☁️ 6 °C

    Nach einem Tag ohne Fortbewegung geht's bereits um 6.40 Uhr los. Blauer Himmel, Sonnenschein, spiegelglatte Wasseroberfläche im Fjord - kein Wind. Unser erster Stop ist die "Hauptstadt des Südens", Qaqortoq. Wir haben Glück und bekommen einen Platz am Steg direkt bei der Hafeneinfahrt, ein netter Kanadier hilft uns beim Anlegemanöver. Der Hafenmeister und ein Mann vom Zoll schauen kurz vorbei, sehr freundlich. Dann ziehen wir los, die verbrannten Sicherungen ersetzen und vor allem Proviant für die Überfahrt zu den Färöern aufnehmen. Irgendwie waren wir wohl hungrig einkaufen und stellen beim Einräumen fest, dass wir Kalorien für ungefähr die nächsten 10 Wochen an Bord haben.
    Qaqortoq ist ein sehr nettes Städtchen, das Leben findet draussen statt, viele Kinder tollen am Fluss herum und auch sonst sind eine Menge Leute unterwegs. Das lokale Kaffee kann mit einer ferrariartigen Kaffeemaschine aufwarten. Die Atmosphäre ist sehr sympathisch.
    Dann geht's weiter zu unserer Übernachtungsbucht Tunullit. Auf dem Weg gibt es noch ein paar spektakuläre Eisriesen zu sehen. In der Bucht angekommen, stellen wir fest, dass schon ein Segelboot dort ist. Bummer. Overtourism.
    Es ist das dritte Segelboot, das wir auf unserer Reise treffen, alles Aluboote. In diesem Fall eine Art "Performance-Explorer" mit Dagger-Boards und Doppelruder. An Bord ein nettes Franzosenpäärchen, die von Island herübergestellt sind und das Boot in Grönland einwintern wollen.
    Sadik probiert noch sein Glück mit der Angel, bekommt aber nur Sculpins, dafür in rauen Mengen. Leider zu klein. Also kein Fisch zum Abendessen, sondern die Reste vom Mittag.
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  • Tag 13: Uunartoq, Sandhavn (Maukarneq)

    6 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ⛅ 7 °C

    7.30 Uhr wird der Anker gelichtet, unser erstes Ziel ist attraktiv. Eine heisse Quelle auf einer kleinen Insel mit Namen Uunartoq. Vorbei an ein paar spektakulären Eisbergen und dem Örtchen Alluitsup Pat, erreichen wir eine kleine Bucht sogar mit Sandstrand und etwas Infrastruktur. Einen Landungssteg, zwei Mülleimer und zwei kleine Häuschen, die als Umkleidekabinen dienen. Wir schätzen, dass die Infrastruktur mit dem Kreuzfahrtschifftourismus zu tun hat. Zum Glück ist kein Schiff in der Nähe und die einzigen anderen Spa-Gäste ist eine lokale Familie, die mit Ihren Kindern einen Badeausflug machen. Da wir nicht sicher sind, ob der Anker hält, wird in Gruppen gebadet. Sadik bleibt zunächst auf dem Schiff, ich löse Ihn später ab. Der Ort ist wirklich magisch. Man liegt im warmen Wasser und sieht die Eisberge vorbeiziehen.
    Nach dem Bad fahren wir unter Motor den Fjord raus. Auf dem Meer frischt der Wind auf und wir segeln noch etwas Richtung Süden. Die Seekarten für das Gebiet sind ziemlich ungenau, vor allem was die Kartografie der Seetiefen angeht. Den geplanten Weg durch die Inseln zum Ankerplatz können wir nicht nehmen, weil ein paar Felsen im Weg sind. Glücklicherweise ragen sie aus dem Wasser und sind aus der Ferne bereits gut sichtbar. Wir entscheiden uns für eine andere Bucht zum Ankern, damit wir nicht wieder zurück müssen. Die Bucht ist mässig geschützt und es liegen bereits ein paar rechte Brummer von Eisbergen darin. Aufgrund ihrer Grösse können sie den hinteren Teil der Bucht nicht erreichen. Gut für uns. Der Anker hält auch. Nach der Lammschulter haben wir eine ziemlich windige und unruhige Nacht.
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  • Tag 14: Aappilattoq, Kangerdluk

    7 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☀️ 7 °C

    Die weitere Törnplanung sieht vor, dass wir nicht "unten herum" ums Kap Farvel fahren, sondern die Route durch den Prins Christian Sund (PCS) bzw. Ikerassuaq nehmen. Das Pilot-Book beschreibt den Teil wie folgt: "Ikerassuaq is a deep, relatively narrow and very spectacular sound which joins Illua and Ikerassuaq to provide an east-west Passage N of Kap Farvel. It is one of the world's most magnificent passages. Mountains rise between 1200 and 1800 m on either side and several glaciers reach down to sea level to add their bergs and bergy bits to the pack ice which blocks it for much of the year. Winds are accentuated by the funnelling effect of the narrow passage and tides are strong."
    Und in der Tat, wir sind bereits beim Einfahren in den Fjord sehr beeindruckt. Es ist noch etwas nebelig und der kalte Wind pfeift uns um die Ohren, aber die Wolken lichten sich wie ein Vorhang nach und nach. Wir passieren den Miniort Aappilattoq, der gerade von einem Versorgungsschiff angefahren wird und zielen direkt auf unsere Ankerbucht Kangerdluk. Wieder eine schwierige Ankersituation, wir versuchen es eine Weile mit dem Hilfsanker, verwerfen dann den Plan und fangen nochmal von vorne an. Am Ende hält der Anker, aber Ankerunsicherheit macht schlechten Schlaf.
    Es ist noch früh am Tag und so nehmen Sadik und ich das Dinghy und gehen an Land. Nach dem Motto "etwas Bewegung wird uns nicht schaden" machen wir noch eine kleine Bergtour durch weglose Gelände. Zunächst müssen wir ein paar Bächlein überwinden, dann das Gestrüpp. Der Anstieg ist steil und bröselig, aber die Gletscherumgebung und die Ausblicke in den Fjord sind reichlich Lohn für die Mühe. Spektakulär!
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  • Tag 15: Ikerasassuag (PCS)

    8 agosto 2025, Groenlandia ⋅ ☀️ 8 °C

    Von der Ankerbucht geht's bei herrlichem blauen Himmel und Sonnenschein direkt in den Prins Christian Sund. Die Princess Emerald (Kreuzfahrtschiff) passiert uns an einer der schmalsten Stellen im Fjord. Auch das 300 m Schiff ist penibel bedacht jeglichen Eiskontakt zu vermeiden und wir nutzen die Gelegenheit und setzen uns ins Kielwasser. Links uns rechts fallen die Felsflanken steil ab und wir bestaunen die Wasserfälle und Gletscherausläufer entlang des Wegs. Crazy!
    Auf halbem Weg durch den PCS biegen wir links in einen Seitenarm ab und fahren bis knapp vor die Gletscherzunge, die ca. 40 m hoch ist. Als Vergleich, der Mast unseres Boots ist bereits beachtliche 23 m hoch. Ausser uns ist keiner da. Sadik möchte warten bis ein ordentliches Stück vom Gletscher abbricht, sodass wir auf der Welle aus dem Fjord surfen können. Es kommt nicht dazu. Die "sonoren Geräusche", die der Gletscher in unregelmäßigen Abständen abgibt, lassen keine Zweifel was für Kräfte hier am Werk sind. Nach etwas Drohnenfliegen begeben wir uns zur kleinen Bucht am Eingag des Seitenarms. Wieder ein schwieriger Ankerplatz. Es liegen bereits eine ganze Menge Bergy Bits herum, die sich munter in der Sonne tummeln und von Zeit zu Zeit drehen oder es bricht ein Stück ab.
    Wir machen das Boot klar für die Überfahrt, putzen und fetten noch zwei Winschen, dann schepprt's. Das hatten wir noch nicht. Einer der kleineren Bergy Bits hat den Weg zum Boot gefunden und ist nun zwischen den zwei Rümpfen gefangen. Sadik befreit ihn und wir haben ein neues Geräusch kennengelernt.
    Ein Blick auf Wetter und Winddaten verrät uns, dass wir morgen früh keine Zeit verschenken dürfen. Im grossen und ganzen sieht es sehr gut aus und wir sollten die meiste Zeit mit Rückenwind zu den Färöer Inseln unterwegs sein - so gut man das so weit vorher halt sagen kann. Ich bin schon happy, dass keine größeren Stürme angesagt sind. Die Simulation berechnet circa 7 Tage für die Überfahrt und gibt uns 4 Alternativen für die Routenführung. Schau mer mal.
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  • Tag 16: Abfahrt von Grönland 🇬🇱

    9 agosto 2025, Groenlandia ⋅ 🌙 5 °C

    3.45 Uhr aufstehen, noch kurz einen Kaffee, dann geht’s los. Entgegen unseren Erwartungen ist es trotz Vollmond noch recht duster. Wir sind halt schon weit im Süden.
    Die Ausfahrt aus dem PCS können wir bereits teilweise unter Segel machen. Wir nehmen noch ein paar Gletscher mit und rechter Hand beim Ausfahren die aufgegebene dänische Wetterstation und einen Eisbergfriedhof, dann sind wir auf offener See für eine Weile.
    Wir haben mittels Windy und PredictWind mehrere Routen berechnet und die meisten Modelle schlagen einen Routenverlauf vor, bei dem wir erst mal Kurs Richtung Südsüdost nehmen und erst nach und nach Richtung Ost bzw. Nordost wechseln. Passt uns gut, so haben wir erst mal den Wind und die Wellen von hinten. Das macht das Bordleben angenehm. Wir setzen den Genacker und erreichen relative schnell ein annehme Reisegeschwindigkeit von ca. 9 Knoten. Noch ein Blick zurück auf den mächtigen Grönländischen Eispanzer. Sehr imposant. Relativ weit draussen passieren wir dann unseren letzen Eisberg noch bei Tageslicht. Gut so!
    Alle machen im Wechsel noch einen Mittagsschlaf "um den Akku zu füllen".
    Heute ist unsere erste Nachtfahrt. Nach dem Nachtessen verteilt Sadik die Schichten. Hans startet mit der Wache von 21 Uhr bis 0 Uhr. Dann übernimmt Sadik bis 3 Uhr. Dann darf ich ran.
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  • Tag 17: Nordatlantiktief #1

    10 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 9 °C

    Der Wecker kommt pünktlich um 3 Uhr. Schichtübergabe. Die Nacht verlief bisher praktisch ereignislos. Die Windstärke ist zunächst sehr stabil, sodass man nichts am Segeltuch ändern muss. Der Autopilot hält uns immer am gleichen scheinbaren Windwinkel, Verkehr gibt es hier auch keinen, sodass die wesentlichen Aufgaben meiner Schicht darin bestanden wach zu bleiben und nach Sonnenaufgang die Navigationslichter auszuschalten.
    Um 7 Uhr übernimmt Hans das Steuer wieder und ich haue mich nochmal auf's Ohr.
    Über den Tag geraten wir immer mehr in die Ausläufer eines Tiefs. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, da die Windrichtung für uns passt.
    Der Solarstrom fliesst nur spärlich und so werfen wir zur Unterstützung die Wasserturbine ins Meer. Läuft gut und so können wir uns auch weiter aller Annehmlichkeiten wie dem Geschirrspüler erfreuen.
    Allerdings ändern sich Windintensität und Richtung nun immer stärker und so haben wir ganz gut zu tun, die Segel zu optimieren. Zunächst nehme wir den Genacker runter und verwenden die Genua. Dann das Strumsegel. Dann erstes Reff im Gross, dann Strumsegel auf die Hälfte. Es hat jetzt deutlich über 30 Knoten Wind und wir müssen Halber-Wind-Kurs fahren.Das bedeutet die Wellen (knapp 2 Meter) von der Seite zu haben. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und es kommen immer mehr Wascher übers Schiff. Dann kommt noch Regen auf. Alles in allem ist es genau so, wie ich mir das auf dem Nordatlantik so vorgestellt habe. Allerdings sind die Komfortbedingungen auf diesem Schiff wirklich unglaublich und das subjektive Sicherheitsgefühl (bis jetzt) hervorragend!
    Die Schichtverteilung wird heute geändert, Ich übernehme bis 24 Uhr, dann Hans, dann Sadik. Bevor wir in den Schichtbetrieb wechseln, machen wir noch das 2. Reff ins Gross, um etwas Sicherheitsmarge für die Nacht zu haben. Damit alle gut schlafen können und wir nicht bei Dunkelheit Manöver fahren müssen.
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  • Tag 18: Passage dritter Tag, 215 NM

    11 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 10 °C

    Ich hatte die dankbarste Schicht bis 24 Uhr und danach den Umständen entsprechend auch relativ gut geschlafen, dennoch kommt der Kreislauf am Morgen nicht recht auf Touren. Es wird ein recht anstrengender Tag. Körper und Geist sind zu einem grossen Teil damit beschäftigt mit dem beschleunigten Bezugsystem klarzukommen. Das zehrt.
    Die Segelbedingungen sind recht unkompliziert, auch heute kommen wir ohne grosse Manöver aus, und lassen uns weiter von den Ausläufern des Tiefs in Richtung Färöer Insel ziehen. Der Wind pendelt zwischen 20 und 30 Knoten und nimmt am Abend weiter zu. Die Wellenhöhe hat auf ca. 4 m zugenommen, die Regelmässigkeit ist so mittelmässig und so werden wir trotz angenehmen Vorwindkurs recht durch geschüttelt. Am Mittag lass sich zeitweise die Sonne blicken. Das tut gut. Alle Arbeiten die nicht sitzend am Tisch durchgeführt werden erfordern zunehmend Körperbeherrschung. Jederzeit ist mit Überraschungen zu rechnen. Kartoffeln fliegen durchs Schiff, die Sitzhocker sind längst festgebunden.
    Währen Hans und ich eher im "survival mode" operieren, schafft es Sadik noch bei den Bedingungen ein Grillhendl zuzubereiten. Das tut gut.
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  • Tag 19: Passage vierter Tag, 222 NM

    12 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 11 °C

    Um 0 Uhr geht's los mit der unangenehmsten Schicht. Wir haben ca. 30 Knoten Wind, Tendenz nach oben. Wir fahren mit dem erste Reff im Gross und vorn das Sturmsegel. Der Kurs ist 140 Grad scheinbarer Wind. Das ist so das Maximum, bevor die Segel unruhig werden, vor allem bei den Wellen. Alles in allem ist das Schiff damit "gut motorisiert" und macht im Schnitt so 10 Knoten. Wenn wir eine Welle gut erwischen, können es kurzfristig auch mal über 20 Knoten sein. Der Autopilot ist extrem beindruckend, wie er die Wellen ausregelt und das Boot auf Kurs hält. Wir verabreden für die Nacht, dass wir ab 38 Knoten Wind die Segel reffen. Es kommt aber erst morgens um halb sechs so weit. Bis dahin bleibt der Wind immer knapp drunter und wir fahren praktisch mit Vollgas.
    Als ich am Morgen wieder aufstehe, hat Sadik das Boot bereits im Butterfly-Modus vor dem Wind. Das geht noch eine Stunde ganz gut, dann klettert der Wind konsistent über die 40 Knoten Marke (8 Bf, Gale) und die Wellen so auf 5 Meter (sea state 5, "rough"). Die Butterfly-Segelstellung wird uns zu heikel. Wir wechseln wieder auf 140 Grad Raumschots. Der Kurs ist nicht ganz ideal für die Zielerreichung, aber bei 10 Knoten im Schnitt bleibt immer noch genügend Projektion in Richtung Färöer übrig.
    Mein kleines Zwischentief von gestern hat sich trotz Nachtschicht und Sea State 5 auch wieder ganz gut erholt was sich in einem gesunde Appetit und aktiver Beteiligung an den Segelmanövern niederschlägt. Dennoch gehen weiter einer grosser Teil mentaler und physischer Ressourcen für's Basisüberleben drauf, aber irgendwie gewöhnt man sich daran.
    Gegen Abend wird der Wind dann schwächer und wir tauschen bei der Halse die Jib durch die Genua aus. Trotz nachlassendem Wind erreichen wir am Ende ein Etmal von 222 NM. Wow - was für ein grandioser Segeltag!
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  • Tag 20: Passage fünfter Tag, 115 NM

    13 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 12 °C

    Als mich Sadik um 3 Uhr zur Frühschicht weckt, sind wir segeltechnisch bereits in einer völlig anderen Welt als gestern. Der Wind fällt teilweise unter 10 Knoten und auch die Windrichtung wird zunehmend inkonsistent. Erstaunlicherweise hat sich auch der "sea state" bereits beruhigt - sehr wohltuend.
    Bereits um halb viert dämmert es und die letzten Wolken verziehen sich rasch. Ab dann blauer Himmel, Sonnenschein - ein paar Schweinswale/Delphine kommen uns auch besuchen.
    Kurs und Wind sind heute genau richtig für das Code Zero Segel. Und tatsächlich machen wir damit auch mit wenig Wind immer noch 5-6 Knoten Fahrt. Allerdings wird unsere Freude schon nach kurzer Zeit durch ein eindeutiges Knacken getrübt. Ein Blick in den Mast verrät, beim Schäkel, an dem der Code Zero noch oben gezogen wird, hat sich eine Schraube gelöst und der Schäkel hat sich unter der Last bereits aufgebogen.
    Bevor wir das Problem angehen, wird erst noch gefrühstigt. Dann ziehe ich Sadik mit dem Klettergurt in den Mast. Wir lassen die Besegelung oben und fahren weiter auf Kurs. Das stabilisiert das Boot am besten, dennoch macht der Mast oben ein paar Meter Bewegung mit den Wellen.
    Nachdem die Mastarbeiten erledigt sind passiert Hans noch ein Missgeschick mit dem Teppichmesser und wir müssen lernen, wie man Schnittwunden wieder zusammentackert. Alles gut gegangen. Der Rest des Tags war praktisch ein Urlaubstag, gegen 19 Uhr sehen wir aus ca. 100 km auf Island und als ich abends um 21 Uhr meine Nachtschicht antrete, ist der Wind auf unter 8 Knoten gefallen. Die Segel schlagen und die Wetteraussichten sind nur verhalten optimistisch was den Wind angeht. Also starten wir den Motor für die Nacht.
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  • Tag 21: Passage sechster Tag, 162 NM

    14 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 13 °C

    Als ich am Morgen aufstehe, sind die Segel bereits im Butterfly-Modus, Genacker auf Steuerbord, Genua auf Backbord und wir machen vielleicht so 5 Knoten Fahrt bei etwas mehr als 10 Knoten Wind. Immerhin kein Motor mehr. Über den Tag hinweg nimmt der Wind überraschenderweise stetig zu und gegen 19 Uhr sind wir konsistent über 9 Knoten Fahrt und surfen die Wellen teilweise für 10 Sekunden und mehr. Wow, was für ein Spass! Fast die gleiche Geschwindigkeit wie noch vor 2 Tagen, aber ohne dass einem die Kartoffeln auf Augenhöhe begegnen.
    Nachdem wir eine 14 Meter Yacht Steuerbords überholen ersetzen wir den Genacker durch das Sturmsegel. Daa kostet uns etwas Fahrt, gibt uns aber mehr Flexibilität für die Nacht, da wir windmässig bereits am Limit für die Segelfläche sind. Schon witzig, wenn man bedenkt, dass wir davon ausgingen, dass wir den Rest der Strecke unter Motor fahren werden.
    Ansonsten verläuft der Tag auf angenehme Weise ereignislos.
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  • Tag 22: Passage siebter Tag

    15 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ ☀️ 13 °C

    Es ist Freitag, 0 Uhr als ich meine Schicht antrete. Das DTD (Distance to destination) Feld zeigt bereits eine Zahl unter 150 NM und wir machen im Schnitt gut 8 Knoten Fahrt bei 20 Knoten Wind ziemlich genau auf Kurs Färöer Inseln. Vor zwei Tagen hatte Sadik uns bereits bei der Färöer Zoll/Polizei in Torshavn für Samstag angekündigt. Mal sehe, vielleicht geht's auch etwas schneller? Wir wollen eigentlich nicht in der Nacht ankommen, evtl. müssen wir auch noch etwas vom Gas gehen, aber das entscheiden wir, wenn wir näher dran sind. Um 3 Uhr gehe ich dann noch ein paar Stündchen schlafen, als ich wieder aufwache hat Sadik bereits die Maschine gestartet und wir tuckern mit Motor und die Geschwindigkeit hat sich auf unter 5 Knoten reduziert.
    Es gibt nicht viel zu tun um das Schiff am Laufen zu halten und so ist der Fokus eher auf Cappuccino machen und die Kombüse bespielen. Es wird ein langer Tag werden und wir liefern uns mit dem Einhandsegler mit dem wir gestern Kontakt hatten ein kleines Rennen. Es wird zunehmend klar, dass wir die Färöer nicht bei Tageslicht mehr erreichen, wir fahren dennoch so schnell als möglich weiter. Die ETA ist jetzt so für Samstag morgen um 3 Uhr berechnet. Wir nehmen im Wechsel jeder nochmal ein Stündchen Schlaf.
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  • Tag 23: Ankunft Färöer 🇫🇴

    16 agosto 2025, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 13 °C

    Als wir die Inseln in der Dunkelheit erreichen, fahren wir gemeinsam mehr oder weniger wach zwischen den Färöer Inseln hindurch. Die Strömungen und auch der Wind sind enorm, wir müssen mit beiden Maschinen ziemlich Gas geben um in KOntrolle zu bleiben. Erst ist schiebt uns die Strömung mit knapp 4 Knoten, dann kommt es die Strömung abwechselnd von der Seite und zum Schluss auf die Nase. Als wir bei der Hauptstadt Tórshavn ankommen, dämmert es bereits und wir sind ziemlich paniert. Wir ankern deshalb erst mal vor dem eigentlichen Hafen und nehmen noch eine Mütze Schlaf.
    Um 9 Uhr geht's dann weiter, erst mal mit dem Dinghi die neue Motorsteuerung in einem Minihafen Nähe Ankerplatz holen. Der Einbau ist nicht unkompliziert und kostet uns ein paar Stunden, dann Kundsachaften wir den Hafen mit dem Dinghiaus. Es gibt mindestens zwei gute Plätze für uns. Dann holen wir das Boot und machen endlich wieder an Land fest. Geschafft! What a ride! Jetzt heisst es erst mal das Boot putzen...die weiteren Details dazu werde ich Euch ersparen.

    Das wichtigste zum Schluss:

    VIELEN HERZLICHEN DANK an Sadik für die Einladung auf diese fantastische Reise. Boot und Besatzung waren grossartig, danke auch an Hans. A lifetime memory indeed!

    Danke auch an alle, die bis hierher durchgehalten haben.

    -> Feedback und Kommentare gerne per DM oder benhelm@gmail.com
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    Fine del viaggio
    16 agosto 2025