• Tag 146: Goodbye Südkorea

    26 ottobre 2024, Corea del Sud ⋅ 🌬 22 °C

    Wir schlafen mal aus, gehen dann zum Nudelladen um die Ecke. Er erschien uns schon am Vortag sehr beliebt mit einer langen Schlange.
    Dort werden in der Outdoorküche die Nudeln selbst gemacht. Wir stehen mal wieder an, aber es geht schnell.
    Mindestens 5 Leute arbeiten für die ca. 20 Zweiertische auf 30qm und jeder hat seine Aufgabe: Nudeln abschöpfen 🍜 in Schüssel, Brühe und Gemüse dazu. Plätze zuweisen, servieren, kassieren, Nudeln machen, spülen.
    Faszinierend, sehr effizient und lecker.

    Danach besuchen wir noch den Busan Citizen Park, ein ganz normaler Park aber an einem Samstag ist die Hölle los.
    Freundesgruppen, Familien, Pärchen strömen mit kleinen Rollwägelchen, Zelten, Taschen und oder Bollerwägen voll gepackt mit Essen in den Park.
    Aber das meiste Essen ist nicht in Tupperboxen sondern abgepackt aus dem Markt, Sushi, Asiasuppen etc. Kaffee in Plastikbechern to Go.
    Wir sehen kaum jemanden, der eigenes Essen mitgebracht hat. Überhaupt wundern wir uns, ob und wie viel SüdkoreanerInnen zu Hause essen/ trinken. Wir haben den Eindruck nicht viel. Denn auch die Supermarktdichte, wo es Zutaten zum Kochen gibt und nicht nur Fertiggerichte, ist gering. Vielleicht täuschen wir uns auch, leider konnten wir bis über etwas Small Talk hinaus nicht wirklich mit Koreanern in Kontakt treten.
    Wir entspannen den Tag in einem sehr hippen Café und essen zum Abschluss nochmal Nudeln mit Bohnenpaste und Zwiebeln.
    Danach geht’s nämlich auf die Fähre nach Japan 🇯🇵!
    Eigentlich wäre es eine 3-stündige Fährfahrt von Busan nach Fukuoka aber dieser Anbieter hat alle Fährfahrten auf die nächsten Monate storniert, sodass wir noch auf unserer Fahrradreise eine Alternative suchen mussten. Um einen so kurzen Flug zu vermeiden, wollten wir Fähre fahren. Die einzige Möglichkeit war eine Nachtfähre, die natürlich schon weitestgehend ausgebucht war für unser Datum. Also haben wir unsere Hotelbuchungen angepasst und gebucht.
    Wir dachten, dass wir ein schuckeliges 2-Bettzimmer gebucht haben mit gutem Schlaf für die Nacht (es war eine japanische Internetseite). Als wir dann jedoch vor unserer Zimmernummer standen haben sich 8 sehr dünne, fleckige Futonmatten aufgetan. Ahhhhjaaaaa. 2 Klasse eben. Upgrade nicht möglich. Mich hat der Zustand des Schiffs (mindestens aus den 80ern) an die 3. Klasse der Titanic erinnert.
    Die Koreaner hatten ihren Spaß und mitgebrachtes Essen und jede Menge Alkohol getrunken. Vllt ist das der Mallorca-Ausflug der Koreaner?
    In unserem Zimmer waren noch ein kanadisches und ein mexikanisches Pärchen, mit denen wir uns nett unterhalten haben und ein komplett eingeschüchtertes koreanisches Pärchen. Wir haben die Futonmatten etwas auseinander gerückt und mit den Laken bezogen, dann war es eigentlich ganz bequem. Den steinharten Yoga-Block als Kopfstütze konnten wir echt nicht nutzen. Eine zusammengerollte Decke hat es auch getan.
    Überraschenderweise haben wir gut geschlafen und waren um 6 Uhr in Fukuoka. Warum wir trotzdem erst um 7:30 vom Schiff durften, ist unklar.
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