Tag 159: Hotelwechsel - Love again
8 novembre 2024, Giappone ⋅ ☀️ 17 °C
Wir wechseln heute unsere Unterkunft, denn eigentlich wollten wir bei einer Familie in einer kleinen Stadt wohnen - also in Kontakt mit Einheimischen treten. Wir haben uns dann dagegen entschieden, denn die Kleinstädte waren wirklich öde und die Familie frühestens um 19 Uhr zu Hause. Daher heute ein Hotelwechsel - in unser eigentliches Hotel in Kyoto - unser zweites Love Hotel.
Das Zimmer gleicht einer kleinen Wohnung und hat ca. 45m². Die Ausstattung ist speziell: Im Wohn- und Schlafraum steht ein Bett in Übergröße (ich vermute mehr als 2,50m in der Breite); der Fernseher an der Wand ist riesig, zusätzlich gibt es eine 4-Meter-Leinwand inkl. Beamer die wir herunterlassen können; es gibt explizite Fernsehprogramme und einen Automaten mit Sexspielzeug (neu/unbenutzt) zum Kauf, zusätzlich liegt ein riesiger Vibrator zur freien Verfügung (ein Gebrauchsgegenstand, ähnlich dem Haartrockner oder dem Glätteisen und Lockenstab im Bad) auf dem Nachtschrank; es gibt eine kleine Sitzecke wo wir unser Frühstück (wird durch eine Klappe in das Zimmer gereicht) konsumieren können; Toilette, Waschbecken/Kosmetiktisch sowie Dusche und Blubber-Badewanne (inkl. Spiegel und Haltestangen) sind auf einzelne unterschiedliche Räume verteilt.
Es liegt ein bezogener Topper auf der riesigen Matratze. Die Matratze darunter ist fleckig, nicht bezogen und einfach nur widerlich. Im Bad hängt die Deckenverkleidung herab. Mit 40€ pro Nacht zahlen wir. Ziemlich günstig, tagesaktuelm würde es 90 kosten!
Die Bewertunen bei Google/Booking waren auch durchweg positiv. Die Räume in der kleinen Wohnung sind staubig und nicht wirklich sauber. Es gibt Haare und undefinierbare Spritzer und Flecken überall. Das alles macht es für uns auch ein bisschen eklig. Wäre es sauber, wäre die Ausstattung und das plüschige Liebes-Ambiente kein Problem für uns. Den Reiseführer-Empfehlungen für das amüsante Erlebnis "Liebes-Hotel" können wir nicht folgen. Fazit: Für uns gibt es definitiv kein Liebes-Hotel mehr in Japan. Bäh.
Zudem machen wir eine kleine Umplanungs- und Umbuchungs-Action.
Wir lassen die japanischen Alpen aus und verbringen 2,5 Tage mehr in Tokio.
Rückblickend haben wir einiges umgebucht, weil Japan, die Städte und Gegenden nicht unseren Vorstellungen entsprachen oder wir Lust auf etwas anderes hatten. Das hat zwar Aufwand gemacht aber wussten wir zuvor nicht.
Verwunderlich sind auf jeden Fall die aktuellen Hotel-Preise. Wir haben im März/April für den November gebucht. Aktuell zahlen wir in Abhängigkeit der Stadt und der Unterkunft (Tempel, Business-Hotel, Liebes-Hotel) pro Nacht/Zimmer zwischen 40€ und 90€. Teilweise ist ein kleines Frühstück dabei. In Tokyo zahlen wir 80€ pro Nacht/Zimmer. Würden wir das gleiche Hotel heute für unseren Aufenthalt in Tokyo nächste Woche buchen, so würden wir jetzt zahlen wir 200€ pro Nacht/Zimmer zahlen. Das Hotel ist jedoch ausgebucht und die anderen 4-Sterne-Hotels in der Umgebung kosten ca. 400€ pro Nacht/Zimmer.
Daher: die frühe Buchung lohnt sich und für unseren zusätzlichen Aufenthalt in Tokio haben wir ein Schuhschachtel-großes AirBnb gebucht.
Wir besuchen die Burg Nijō. Sie ist komplett aus Zypressenholz gefertigt und wurde für den damaligen Herrscher gebaut. Die Räume sind mit aufwendigen Malereien an den Schiebetüren aus Gold verziert (Fotos nicht erlaubt). Zudem ist ein s.g. Nachtigall-Boden verlegt. Holzboden, der durch die Klammern quietscht - wie eine Nachtigall. Dadurch konnten der Herrscher oder die Leibwächter immer hören, wenn sich jemand nähert.
Zudem besuchen wir den Garten des ehemaligen Kaiserpalastes, bevor der kaiserliche Sitz nach Tokio verlegt wurde. Besichtigungen sind nur möglich, wenn man sich 3 Monate im Voraus angemeldet. Also laufen wir so umher. Eine der wenigen nicht versiegelten Flächen.
Mittagessen gibt es natürlich am Bahnhof in unserem vertrauten Udon-Lokal. Wir könne davon nicht genug bekommen.
Abends sind wir noch zum Fushimi Inari-Taisha gefahren.
Eines der berühmten Wahrzeichen Kyotos. Tausende Torii (die roten Tore, die den Eingang zu einem Schrein kennzeichnen und das Profane vom Sakralen damit trennen) ziehen sich dem Berg entlang.
Es war einfach nur voll. Komplettes Gedränge, daher gibt es wohl auch ein Wegesystem. Erst weiter oben wurde es ruhiger.
Bisher hat uns Japan noch nicht vom Hocker gerissen. Entweder sehr wenig zu bieten in den kleinen Städten und weil auch wenig los auf den Straßen wirkt es oft verschlafen (anders als in einem 50 Einwohner-Dorf in Spanien). Sehenswürdigkeiten sind auf der anderen Seite heillos überfüllt.Leggi altro




















Viaggiatore
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