• Tag 158: Kyoto

    7 novembre 2024, Giappone ⋅ ☁️ 9 °C

    Wir erkunden Kyoto und besuchen einen Tempel in der Nähe unseres Hotels. Im Anschluss spazieren wir durch einen japanischen Garten und werden von einer Gruppe Schulmädchen interviewt. Sie haben Fragebögen dabei und wollen wissen was wir in Japan machen, welches Essen wir in Japan mögen und so weiter. Sie sprechen/verstehen kaum Englisch. Das liegt nicht daran, dass sie kein Englisch können. Nur wird in der Schule kaum Wert auf Kommunikation gelegt sondern Grammatik, Lesen und Schreiben. D.h. die Anwendung fehlt.
    Überhaupt Schulklassen: sie sind überall, wo auch Touristen sind. Schon in Südkorea wurden sie durch alle Museen geschleust und auch hier werden sie Busse-weise angekarrt. Die Mädchen kamen aus der Region beim Mount Fuji und haben eine 2-tägige Reise nach Kyoto gemacht.

    Wir stellen verschiedene Dinge fest: In Japan wird noch sehr sehr oft eine einfache Digitalkamera für Fotos verwendet. Wir sehen täglich Kindergruppen - so wie die jungen Mädels aus der Mount-Fuji-Region - die auf einer Sightseeing-Tour sind. Alle immer in Schuluniform und quirlig, aufgedreht. Das ist mitunter ein wenig anstrengend, da die großen Kindergruppen (20 bis 30 Kinder) durch alle Sehenswürdigkeiten geschleust werden. Dabei dürfen sie nur als Gruppe stehenbleiben. Nachteil: Sie bleiben nicht so oft stehen sondern werden die meiste Zeit von einem erwachsenen Führer vorangetrieben. Das heißt, die Kinder sehen die Sehenswürdigkeiten nicht wirklich und lesen auch keine Informationstafeln, denn dafür müssten sie ab und an mal stehen bleiben. Durch die ständige Bewegung und dem natürlichen Lärm (quasseln und aufgedreht sein, weil Ausflug) einer Kindergruppe ist es immer irgendwie laut und wuselig. Ich glaube die Kinder nehmen nicht wirklich etwas mit von diesen Besuchen. Schade. Wir konnten leider noch nicht herausfinden, wie häufig so etwas stattfindet oder ob es zufällig gerade die Zeit im Jahr ist, wo besonders viele Ausflüge gemacht werden.

    Wir frühstücken nach unseren morgendlichen Spaziergängen in dem Lokal am Bahnhof, wo wir auch schon am Vortag waren. Auch hier werden wir die nächsten Tage erneut einkehren. Ein großer Topf Udon-Nudeln mit einer Curry-Rindfleisch-Suppe inkl. Reis für ca. 4,70€. Die Nudeln werden im Lokal frisch hergestellt. Sehr lecker.
    Übrigens: vegetarisch essen ist in Japan nicht so einfach. Überall ist Fleisch oder Fisch drin, auch wenn es nicht dabei steht. Zwar nicht unbedingt viel und vermutlich hochwertig aber eben nicht vegetarisch.

    Wir fahren anschließend mit dem Bus in den Norden von Kyoto und spazieren verschiedene Schreine und Tempel ab. U.a. Den Philosophenweg, ein Weg zwischen 2 Schreinen.
    Die wirken mittlerweile alle sehr gleich auf uns und wir sind gesättigt.
    Zudem sind die ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten wirklich sehr überlaufen und teilweise echt anstrengend.
    Den Nachmittag verbringen wir Zeitung lesend in einem Café. Den späteren Nachmittag besuchen wir noch das Museum of Modern Art Kyoto. Klein und nett. Mit dem Original Kleid der Künstlerin Misia von der Eröffnungsfeier.

    Wir beschließen den Tag mit einer weiteren guten Ramen-Suppe (diesmal mit Kohl-Einlage, das hatten wir bisher noch nicht) und gehen zurück ins Hotel.
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