Pico do Papagaio 🦜⛰️
February 26 in Brazil ⋅ 🌧 21 °C
Abschied von Ilha Grande und aufstieg durch den Regenwald 🌿⛰️
Unser letzter Tag auf Ilha Grande begann überraschend freundlich. Nach mehreren wechselhaften Tagen begrüßte uns der Morgen mit recht gutem Wetter (leider etwas bewölkt), halbwegs gute Bedingungen für unser Vorhaben: den Aufstieg auf den Pico do Papagaio, den zweithöchsten Berg der Insel mit ca. 950 Metern Höhe.
Da wir bereits aus dem Hotel auschecken mussten, ließen wir unser großes Gepäck dort zurück und packten nur das Nötigste in unsere Rucksäcke. Besonders wichtig: genug Wasser. Uns wurde eindringlich geraten, mindestens zwei Liter pro Person mitzunehmen, wir entschieden uns vorsichtshalber für drei. Eine Entscheidung, für die wir später sehr dankbar waren.
Gut eingesprüht gegen Mücken und alles, was im tropischen Regenwald sonst noch sticht oder beißt, machten wir uns auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass dieser Aufstieg kein gewöhnlicher Spaziergang werden würde. Die Luftfeuchtigkeit lag gefühlt bei 100 %, und selbst im Schatten des dichten atlantischen Regenwaldes waren wir bald komplett durchgeschwitzt.
Der Weg führte tief hinein in die grüne Wildnis, begleitet vom Rascheln im Unterholz und Vogelstimmen aus allen Richtungen. Auch Brüllaffen haben wir gehört. Plötzlich bewegte sich etwas vor uns auf dem Pfad: Eine Caninana, eine in unseren Augen große Schlange, schlängelte sich etwa drei Meter vor uns über den Weg. Rund zwei Meter lang, kräftig gebaut und überraschend schnell verschwand sie wieder im Unterholz, beeindruckend und ein bisschen erschrocken zugleich, auch wenn sie für Menschen ungefährlich ist.
Je höher wir kamen, desto nebliger wurde es. Kurz unterhalb des Gipfels hing die Wolkendecke tief zwischen den Bäumen. Die letzten etwa hundert Höhenmeter gingen wir trotzdem noch weiter, in der Hoffnung, dass sich oben alles aufklären würde.
Ganz reichte es leider nicht. Statt des berühmten Rundblicks über Ilha Grande riss der Nebel nur kurz auf und gab den Blick in eine Richtung über den Regenwald frei. Kein Panorama, aber trotzdem ein besonderer Moment nach diesem intensiven Aufstieg.
Dass wir insgesamt sechs Liter Wasser dabeihatten, erwies sich als absolut notwendig. Die zwei Liter, die jeder von uns bis dahin getrunken hatte, hatten wir gefühlt direkt wieder ausgeschwitzt. Umso erstaunter waren wir über Wanderer, die uns mit kleinen 0,5 Liter Flaschen entgegenkamen.
Beim Abstieg entdeckten wir noch mehr vom Leben im Regenwald: bunte Vögel, darunter ein kleiner grüner Kolibri, und immer wieder Rascheln im Gebüsch. Besonders ärgerlich war nur, dass wir unterwegs mehrfach Tukane gehört hatten, welches und allerdings erst im Nachhinein klar wurde. Sonst hätten wir sicher genauer Ausschau gehalten. Olivia wurde noch auf die Cap geschissen, wir denken es war ein Tukan ;).
Zurück im Ort gönnten wir uns erst einmal eine Dusche und ein großes Sandwich, wohlverdient nach diesem tropischen Kraftakt. Anschließend liefen wir am Strand entlang zur Fähre.
Gegen 21 Uhr waren wir wieder in unserer Wohnung in Rio, erschöpft aber glücklich nach dem letzten Tag auf der Ihla Grande.Read more












TravelerDie Ilha Grande scheint ja wirklich einen Besuch wert zu sein! Euer sportliches Programm schaffen wir allerdings nicht mehr😂. Noch einen schönen Tag in Rio (Corcovado?) und einen guten Rückflug bzw. Weiterflug!😘
TravelerIhr meint von Strand zu Strand kutschiert zu werden um dann zu schnorcheln 🤿😏? Ich bin mir sicher, dass ihr das schafft :). Im Juni-Oktober ist wohl die beste Zeit um dort zu sein. Viele nicht so heiße Sonnenstunden und Walsaison ikls. Orcas und Delfinen...
Traveler👍