• Bombastic Side Eye 🥸

    February 27 in Brazil ⋅ ☁️ 24 °C

    Letzte Eindrücke aus Rio, Zwischen Wolken, Affen und bunten Fliesen 🌥️🐒

    Heute Morgen klingelte der Wecker früh. Wir hatten Tickets für die zweite Bahn hinauf zum Cristo Redentor (Cocorvado), und unser Zeitfenster begann um 7:20 Uhr.

    Mit der Zahnradbahn ging es durch den dichten Wald des Tijuca-Nationalparks nach oben. Trotz vieler Wolken hatten wir Glück: Für eine Weile war die Sicht noch halbwegs klar, sodass wir über Rio hinunterblicken und einige schöne Fotos machen konnten, bevor sich die Wolken wieder schlossen. Was ansonsten oben alles sein Unwesen trieb ist mehr oder weniger unchristlich…

    Selbst zu dieser frühen Uhrzeit war es bereits erstaunlich voll. Wir fragten uns unwillkürlich, wie es wohl am Nachmittag aussehen muss. Trotzdem waren wir uns einig: Wenn man schon in Rio ist, gehört der Besuch beim Cristo einfach dazu. Das Maracanã konnten wir auch kurz sehen, kleiner throwback zum WM Titel 2014.

    Danach ging es weiter zum Parque Lage. Zwischen Palmen und alten Bäumen spazierten wir durch die Anlage, ein ruhiger Kontrast zum Trubel am Morgen. Leider war das historische Gebäude mit dem berühmten Innenhof-Café wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.

    Anschließend fuhren wir in die Innenstadt zu den Arcos da Lapa, dem alten Aquädukt, über das heute die historische Straßenbahn nach Santa Teresa fährt.

    Nicht weit entfernt besuchten wir danach noch die berühmte Escadaria Selarón, die bunte Künstlertreppe zwischen Lapa und Santa Teresa. Zwischen den unzähligen Fliesen aus aller Welt hielten wir gezielt Ausschau nach den Stadtplaketten von Orten, mit denen wir eine persönliche Verbindung haben. Gerade das machte den Besuch ein bisschen witziger als bei unserer Stadtführung, die kleinen Spuren von Zuhause inmitten dieser internationalen Sammlung zu entdecken.

    Von dort liefen wir weiter hinauf nach Santa Teresa, eines der charmantesten Viertel Rios. Zwischen alten Häusern, schmalen Gassen und viel Grün fühlt sich das Viertel fast wie eine kleine eigene Welt über der Stadt an.

    In einer kleinen, liebevoll eingerichteten Churrascaria machten wir (zu Tims Freuden) Pause und hatten ein richtig gutes Essen genau das, was wir nach den intensiven Tagen gebraucht hatten. Es gab ein hervorragendes Picanha und gemischte Vorspeisen. (Das Video ist leider ziemlich cringe und nicht so süß wie erhofft.

    Und dann tauchten sie plötzlich auf: die kleinen Affen von Santa Teresa, Saguis, kleine Marmosetten mit neugierigen Gesichtern. Sie sprangen über Dächer und Stromleitungen und bewegten sich völlig selbstverständlich mitten durch die Stadt. Ein unerwartetes Highlight. (Siehe Video 2)

    Eigentlich wollten wir danach noch mit der historischen Straßenbahn fahren, aber wir merkten etwas zu spät, dass man dafür Tickets vorher organisieren muss. Also liefen wir noch ein Stück weiter durch das Viertel.

    Langsam machte sich die Erschöpfung der letzten Tage bemerkbar. Olivia war inzwischen ziemlich platt, und als wir dann durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit beinahe ein Handy verloren hätten, entschieden wir uns endgültig für den Rückweg. Der Uber Fahrer hatte uns noch eine Standpauke gehalten, denn der Motorraddieb war nur einen halben Meter vorbeigefahren. Es gab ein Bombastic Side Eye…

    Mit dem Uber ging es zurück zur Wohnung.

    Jetzt gehen wir noch eine Kleinigkeit essen und dann früh ins Bett. Morgen wird gepackt und dann heißt es Abschied nehmen von Rio und von Brasilien.

    Eine Reise voller Regenwald, Berge, Meer, Tiere und intensiver Eindrücke geht zu Ende und es fühlt sich ein bisschen unwirklich an, dass wir morgen schon wieder weiterziehen. 🇧🇷✈️
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