• Whanganui mit dem Velo

    December 12, 2025 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Immer noch spüren wir den Muskelkater von den vielen Stufen am Mount Taranaki, deshalb mieten wir am Campingplatz Whanganui River zwei Velos. Wir fahren gemütlich entlang dem Fluss bis zur Mündung ins Meer. Einen grossen Teil des Weges können wir tatsächlich auf speziellen Velowegen zurücklegen, aber wir sind fast die einzigen, die mit zwei Rädern unterwegs sind.
    Danach entdecken wir die Stadt noch ein wenig zu Fuss - es gibt viele kleine Läden mit Secondhand-Angebot und oder mit Antiquitäten. Die Häuserzeilen sind zum grossen Teil im Stil der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts errichtet - alles ein bisschen alt und gemütlich.
    In dieser Zeit wurde ein neues Quartier mit einem Lift erschlossen, weil man hoffte, dass damit die Attraktivität gesteigert werden könnte. Dieser Lift ist immer noch im Originalzustand vorhanden und führt auch zu einem Turm (Memorial für die Opfer des ersten Weltkriegs).
    Wir machen uns mit dem Velo auf zur Besichtigung dieses Turms und müssen dazu eine Strasse überqueren, bei der die Ampel auf rot steht. Vor uns wartet eine Frau mit einem Rennvelo und saisongemäss angezogen in einem roten Kleid mit Rentieren und Samichläusen. Sie führt uns direkt zum Lifteingang, wobei zuerst ein langer Tunnel durchfahren werden muss (fast wie beim alten Elbtunnel in Hamburg). Mit einer Klingel wird der Lift gerufen und nach einigen Minuten öffnet sich die Lifttür und der Liftboy lässt uns einsteigen. Wir zahlen die Gebühr (ca. 1.50 CHF pro Person), das können wir mit der Karte erledigen. Unsere Begleiterin hat anscheinend ein Abo, und dieses ist direkt im Lift deponiert. Der Liftboy muss also in einer Kartei, welche an der Wand des Liftes befestigt ist, die entsprechende Karte suchen und eine Fahrt abbuchen - alles genau gleich wie vor 100 Jahren. Erst wenn dies erledigt ist, fährt der Lift los.
    Oben angelangt fahren wir zum Durie-Tower, einem Turm aus Muschelsteinen, welche damals in der Nàhe abgebaut wurden, und wir besichtigen die Stadt von oben. Schliesslich fahren wir den steilen Hügel hinunter und machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz.
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