Wunderbare Natur -bizarres Hafenviertel
December 26, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C
Als erstes fahren wir zu den Clay Cliffs ganz in der Nähe von Twizel. Erneut passieren wir viele Felder, die bewässert werden, und dies sogar heute Vormittag nachdem es doch ziemlich geregnet hat letzte Nacht. Anscheinend versickert hier das Wasser sogleich, man sieht kaum Pfützen oder feuchte Stellen.
Die Clay Cliffs erreichen wir über eine holprige Naturstrasse. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich spitze Felsen auf - sehr ungewöhnlich in dieser Landschaft, die geprägt ist durch weichfliessende braungrüne Hügel. Hier wurden Schichten von Lehm und Schotter entlang einer Verwerfung hochgepresst und über Jahrtausende unterschiedlich rasch abgetragen, das ergibt faszinierende und surreal wirkende Formationen.
Wir fahren weiter entlang dem Waitaki River, der mehrmals in einen See mündet. Beim Waitaki Damm lese ich, dass dieser Fluss auf seiner Länge achtmal gestaut wird zur Stromerzeugung. Der Damm, vor dem ich stehe, wurde 1935 als erstes Elektrizitätswerk auf der Südinsel gebaut. Während ich ganz interessiert die altehrwürdige Anlage bestaune, hält neben mir eine Velofahrerin und fragt, ob ich eine Foto von mit mit dem Gebäude haben möchte. Sie berichtet, dass sie die Bike-Route „Alps To Ocean“ mache in vier Tagen (von Mount Cook nach Oamaro) - das ist eine der relativ neu erstellten Fahrrad-Wege hier auf der Südinsel. Sie ist unterwegs auf einem schnellen Gravelbike mit relativ wenig Gepäck.
Bald kommen wir an der Küste in der Stadt Oamaru an und besuchen dort die Altstadt. Das sind vorwiegend Industriegebäude aus dem 19. Jahrhundert, in denen nun viele kleine Läden und Ausstellungsräume entstanden sind. Das Angebot reicht von Wolle, Gestricktem und weiteren Handarbeiten bis hin zu Secondhand- und Antiquitäten-Läden. Im ehemaligen Mühlesilo (Elevator) hat sich die „Steampunk“-Szene eingerichtet. Hier wird viel Skurriles gezeigt, viele Kunstwerke aus alten Eisenkonstruktionen, aber auch Ausstellungsobjekte mit Aspekten von Science Fiction. Wir sind fasziniert, aber auch ein bisschen überfordert von den vielen Eindrücken, von schrägen Bildern und Tönen.
Gegen Abend fahren wir nach Moeraki, wo wir am Strand ein weiteres Naturphänomen bestaunen können, die Moeraki Boulders. Wie zufällig liegen hier Kugeln aus Stein mit einem Durchmesser von ca. einem Meter. Einige der Kugeln sind auseinandergefallen, und zeigen eine sehr klare Struktur mit einem Hohlraum in der Mitte. Die Entstehung dieser Kugeln ist anscheinend noch nicht geklärt, man kann nur spekulieren und fantasieren.
Wir übernachten in Moeraki Village, wo wir am Strand erneut Seebären beobachten können, diesmal ohne Jungtiere.Read more




















TravelerIch freue mich jedesmal über den detaillierten Bericht und die Fotos dazu - so reise ich auch ein wenig mit😊🍀😊
TravelerLiebe Christine, lieber Toni - danke für euren Reisebericht in Wort und Bild! So kann ich auch ein bisschen mitreisen! Geniesst es weiterhin! Liebe Grüsse Kathrin Matter