• Geysir und Maori-Land

    January 25 in New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Die Hauptattraktion von Rotorua ist das Gebiet mit den Geysiren. Es befindet sich auf dem Land, das den Maori gehört, und diese leben auch hier. Wenn man den grossen Pohutu Geysir anschauen möchte, dann muss man eine geführte Tour buchen, erst danach kann man auf dem Gelände herumstreifen. Es wirkt zwar alles sehr kommerziell, dennoch wirkt die Maori-Frau, die uns herumgeführt hat, auf mich sehr authentisch, sie zeigt ein grosses Sendungsbewusstsein.
    Zuerst geht es durch ein Kiwi-Haus, wo wir drei Kiwis im Dunkeln beobachten können, danach werden uns ein paar traditionelle Häuser gezeigt und auch die traditionelle Begrüssungszeremonie können wir anschauen. Besonders interessant ist das „New Zealand Maori Arts and Crafts Institute“ - eine Schule, in der das traditionelle Handwerk erlernt werden kann: Steine schleifen, Holz schnitzen sowie flechten und weben. Da heute Sonntag ist, sind nur wenige Personen an der Arbeit. Wir sind besonders beeindruckt von den Holzarbeiten. Bei der textilen Abteilung erfahren wir endlich, warum die grossen Stauden mit langen lanzettförmigen Blättern „Neu Seeland Flachs“ genannt werden. Aus diesen Blättern werden nämlich Fasern gewonnen, die dann zu Schnüren und Fäden verarbeitet werden - ähnlich wie der Flachs zu Leinenfasern verarbeitet wird.
    Die Hauptsache für uns ist aber die vielfältige geothermische Tätigkeit auf dem Gelände, insbesondere der Pohutu Geysir, aus dem pro Tag ungefähr zwanzigmal eine Wasserfontäne in der Höhe von 30 Metern austritt. Wir müssen sicher eine halbe Stunde warten bis wir das besondere Naturphänomen erleben können. Als dann tatsächlich plötzlich Wasser aus dem dampfenden Loch in die Höhe schiesst, übertrifft dies unsere Erwartungen bei weitem.
    Gegen Abend fahren wir weiter bis an die Küste (Waihi Beach), wo wir kurz den Strand begutachten und dann dem plötzlich auftretenden Regen entfliehen und noch ein Bier trinken im Beizli vom Life-Guard Club. Bevor wir das Bier kaufen können, müssen wir uns ausweisen, dann erhalten wir einen „Guest and Visitor Pass“.
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