• Phillip Island

    23 febbraio, Australia ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir fahren weiter Richtung Melbourne und machen einen Zwischenhalt am Cape Liptrap, um uns von der wilden Küste des Wilsons Promontory zu verabschieden. Ein richtig fotogener Leuchtturm erwartet uns an diesem einsamen Ort. Für unseren obligaten Kaffeehalt fahren wir danach nach Meeniyan zu einer anscheinend sehr bekannten Bäckerei, wo wir geschützt vom Regen unter einem Vordach die feinen Süssigkeiten geniessen können.
    In Inverloch wandern wir dem Strand entlang bis es dann auch dort zu regnen beginnt und wir weiterfahren bis Phillip Island. In Woolamai treffen wir schliesslich Marg wieder, hier wohnt ihre Tochter in einem kleinen Haus mit grosser Terasse. Marg hat für uns eine Übernachtungsmöglichkeit im Ferienhaus einer Freundin organisiert für die kommenden vier Nächte. Wir richten uns gemütlich ein in diesem komfortablen Haus in Wimbledon Heights.
    Die kommenden Tage geben uns einen umfassenden Eindruck von der Insel - obschon wir die Pinguine, die hier jeden Abend an Land kommen, nicht sehen können. Die Eintritte zur Pinguinparade, wie das Naturphänomen genannt wird, seien schon seit Wochen ausverkauft, meint Marg, der Grund sei das chinesische Neujahr und die zusätzlichen Touristen, die damit auf die Insel kommen.
    Wir schauen uns die Bucht, in der die Pinguine landen, bei Tag an. In einigen Nestern am Hang kann man erkennen, dass sich hier ein Pinguin zurückgezogen hat. Es ist aktuell die Zeit der Mauser für die ausgewachsenen Pinguine. In dieser Zeit verlassen sie das Nest nicht, denn sie können nicht schwimmen. Es hätte also sowieso nicht so viele Pinguine gehabt, die am Abend am Strand landen - Pech für die chinesischen Touristen….
    Wir erkunden fast jeden Arm der Insel, wobei die Tour rund ums Cape Woolamai die spektakulärste Wanderung ist. Die Wellen branden hier mit grosser Wucht an den Strand und an die Felsen, und oberhalb der Klippen sehen wir die Spuren von unzähligen Vögeln. Es sind die „Mutton Birds“ oder „Shear Water“, die hier ihre Jungen in kleinen Bodensenken ausbrüten. Während des Tages sieht man nur die Spuren und die Löcher, aber am Abend kommen die grossen Vögel vom Meer. Sie kreisen in rasantem Tempo über die Insel und bringen den Jungen Futter.
    Am Montagnachmittag machen wir eine Schiffstour bis zu den Felsen etwas ausserhalb von den Pinguinfelsen, zu den „Nobbies“. Dort draussen befindet sich eine riesige Kolonie Seebären. So viele zusammen haben wir in Neuseeland nie gesehen. Die Jungtiere über das Schwimmen im Wasser, sie springen und tauchen wie wild im unruhigen Wasser, denn hier prallen mächtige Wellen auf die Felsen.
    Mit einem Kaffee im Restaurant in Woolamai verabschieden wir uns von Marg und fahren nach Melbourne, wo wir dem Yarra River entlang flanieren und durch einige Gassen rund um den Queen Victoria Market. Melbourne wirkt auf uns ziemlich hektisch und kühl, die Strassen in der Innenstadt werden gesäumt von modernen, Hochhäusern, die wenigen kleineren und älteren Bauten werden fast verdrückt dazwischen.
    Am Abend bringen wir unser Mietauto zurück und lassen uns zum Flughafen führen. Der Flug nach Singapore startet kurz nach Mitternacht.
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