• Tag 9: von Posina nach Limone sul Garda

    June 26 in Italy ☀️ 31 °C

    Ciao!
    Heute war es wie erwartet sehr anstrengend. Wir sind 100 km gefahren und haben mehr als 2200
    Höhenmeter eingebaut. Unser Ziel war heute der Lago und wir hatten eine Unterkunft in Limone gebucht.
    Da mussten wir hin!
    Aber ich hatte mir auch noch zwei Höhepunkte für heute vorgenommen, die Strada degli Scarubbi, die auf den Monte Pasubio auf über 1900m führt und die Strada dei Eroi, die Heldenstraße wieder runter. Beides Schotterstraßen der extremen Art aus dem ersten Weltkrieg. Und wie es so ist, manche Helden fallen. Aber der Reihe nach. Um zur Strada degli Scarubbi zu gelangen mussten wir zuerst auf den Passo Xomo rauf, auch das schon nicht ohne. Dann ging es weiter hoch zur Strada dei 52 Gallerie (Straße der 52 Tunnel), die für Radfahrer verboten ist (auch schieben). Das wäre auch wirklich zu gefährlich. Schaut es euch auf YouTube mal an.
    Dort startete sie dann und es hing fast weitere zehn Kilometer nur bergauf bei losem Schotter. Wirklich nicht einfach zu fahren.
    Lange Zeit fühlten wir uns alleine, aber oben an der Hütte waren dann doch einige Radfahrer und Wanderer.
    Wir machten eine Pause und stärkten uns für die Abfahrt. Ich hab mal versucht, einen Eindruck zu geben, aber es ist schon nicht ohne zu filmen und einhändig zu bremsen und zu lenken, wenn es neben dir ohne Leitplanke mehrere hundert Meter runtergeht. Verzeiht also meine Wackler.
    Und dann passierte es, in einer Kurve fuhr ich in losen Schotter und das Vorderrad rutschte weg. Und ich fand mich auf dem
    Boden unter meinem Fahrrad wieder. Nicht viel passiert, dem Rad gar nichts und ich eine kleine Schürfwunde am linken Knie und am rechten kleinen Finger. Zum
    Glück war ich sehr vorsichtig und sehr langsam unterwegs. Schon hatte die Straße wieder einen Helden fallen gesehen.
    Zum Glück kamen wir dann bald wieder auf die Teerstraße nach Rovereto und wir konnten Kilometer machen, denn wir hatten streckenmäßig den größten Teil noch vor uns.
    Eigentlich sollte es fast immer bergab gehen nach Rovereto, aber es waren doch einige heftige Anstiege dabei. Gut, dass ich Akku gespart habe,denn ich brauche in Rovereto noch 20% wenn sicher nach Limone kommen will.
    Endlich kam Rovereto, runter an die Etsch, unter der Autobahn durch und rauf zum See. Wie viel Keaft man bei der Hitze entwickeln kann, wenn man den See fast schon spüren kann.
    In Nago wollte ich den neuen Radweg ausprobieren, er geht von dem großen Kreisverkehr weg. Echt ein super Radweg! Toller Blick auf Torbole! Doch anstatt uns dahin zu bringen macht er einen Schlenker nach Arco! So ein Unsinn! Nach Arco und wieder vor sind mindestens zehn Kilometer Umweg. Fluchend fuhren wir dann zurück nach Torbole. Dann nach Riva und weiter nach Limone, zum Schluss auf dem neuen Radweg, der über dem See hängt.
    Es war viel los, vor allem am Strand lag alles dicht an dicht. Warum das an Ostern ganz anders ist?
    Dieses Mal haben wir ein Appartement mit Schlafzimmer und Schlafcouch gebucht. Seeblick, zwei große Terrassen, modern, aber nur ein Bad, dafür mit Waschmaschine. Die ist auch schon gelaufen, meine Radklamotten sahen gar nicht gut aus nach dem Sturz.
    Jetzt waren wir noch in der Stadt am Hafen beim Essen. Zu mehr sind wir nicht mehr in der Lage, deshalb sage ich jetzt auch „Buonnanotte“!
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