• Das Kloster Chozoviotissa

    Oct 10–11 in Greece ☀️ 22 °C

    Am frühen Samstagmorgen musste ich zum nächstbesten Tauchshop. Die Blamage, bei perfekten Wetterbedingungen und super Sichtweiten im Wasser keine Schnorchelausrüstung dabei zu haben, wollte ich mir die kommenden Tage nicht antun.
    Nach erfolgreichem Kauf ging es dann zum nahegelegenen Strand Agios Pavlos. Während Sophie sich mit Sudoku und Steine flitschten, auf der spiegelglatten Meeresoberfläche, übte, sollte ich die Unterwasserwelt erkunden. Bis auf ein paar Brassen, Meerbarben und Pfauenfische war hier nicht großartig was zu sehen.
    Nach einem weiteren schönen Sonnenuntergang am Abend war der Tag bereits vorbei und wir verabschiedeten uns früh ins Bett.

    Am nächsten Morgen klingelte nämlich das erste Mal in diesem Urlaub der Wecker, damit wir früh morgens dem zweitältesten Kloster Griechenlands einen Besuch abstatten konnten.
    Das Kloster Chozoviotissa wurde im 9. Jahrhundert im byzantinischen Reich erbaut und liegt auch heute noch in orthodoxer Hand. Es liegt 300m über dem Meeresspiegel und wurde in die Felswand hineingeschlagen. Damit es vor Piraten sicher war, verzichtete man auf einen Anstrich, sodass dieses Kloster förmlich unsichtbar in der Felswand verschwand.
    Heute wird es einmal im Jahr durch die, noch immer dort lebenden Mönche, weiß angestrichen. Da das Kloster mit nur 5m Breite und 40m Länge auf 8 Etagen relativ klein ist, müssen sich die Mönche in kleinen Räumlichkeiten zurechtfinden, die selten über 1,70m hoch sind. Zudem ist ein recht großer Teil öffentlich für Touristen zu auserwählten Öffnungszeiten begehbar.

    Für uns startet es aber zunächst in Chora. Von dort machen wir uns zu einer dreißigminütigen Wander(Kletter-)partie auf. Aufgrund unserer langen Kleidung (Vorgabe zum Betreten des Klosters) sind wir bereits nach den 30 Minuten nass geschwitzt. Nun fängt allerdings die richtige Tortur an:
    Das Kloster liegt 300m über dem Meeresspiegel - Es sind also exakt 300 Stufen, die es zu „erklimmen“ gilt. Oben angekommen, werden wir von den Mönchen mit Wasser und Raki begrüßt. Dies lässt uns die nasse Kleidung schnell vergessen. Leider herrschte im Großteil des Klosters Fotografie-Verbot. Die Räumlichkeiten und die netten Menschen bleiben uns aber in Erinnerung.
    Während wir uns auf den Rückweg machen, quälen uns die Gedanken auf die noch bevorstehenden Kletterpartie - Es soll aber anders kommen. Ein nettes, französisches Taucherpärchen nimmt uns bis nach Chora im Auto mit 🚗 Weitere Schweißausbrüche bleiben uns also erspart.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es für uns anschließend zu einem, von mir auserwählten Strand. Nicht nur ist die Fahrt dorthin aber sehr abenteuerlich, der Strand ist leider auch eine Enttäuschung. Während das Meer glasklar und schimmernd türkis scheint, sammelt sich am Strand der Müll der Meere. Deswegen entschließen wir uns kurzerhand der ersten Bucht unserer Amorgos-Reise einen weiteren Besuch abzustatten „Agia Anna“. Auch hier kann ich mit der neugewonnenen Schnorchelausrüstung aber leider nichts spektakuläres entdecken…
    Als die Sonne untergeht machen wir uns auf den Weg nach Hause, um morgen den letzten Tag auf Amorgos anzutreten😊
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