• Trolldemuseet in Gjöl

    October 1, 2024 in Denmark ⋅ 🌬 13 °C

    Im Hafen stand ein Schild "Troldemuseet 600m". Natürlich musste ich nachsehen... und siehe da... es sind die Trolle mit den langen Strubbelhaaren gemeint. Ich glaube, die kennt jeder.
    Durch Zufall haben wir den Ort erwischt, wo Thomas Dam geboren wurde, lebte und wirkte und gemeinsam mit seiner Familie das Trollimperium aufbaute. Heute gibt es natürlich viele nachgemachte, insbesondere aus China, aber es werden wohl immer noch echte Dam Trolle hergestellt. Das wohl wirklich entscheidende Markenzeichen ist, dass die Haare der echten Trolle schon immer aus einem Stück Schafhaut gefertigt wurden. Die unechten haben synthetische Haare.
    In den 80ern brach in der Fabrik ein Feuer aus, davon erholte sich das Familienunternehmen nicht wieder und es gab die Fabrik 6 Jahre später auf.
    Ich kann leider wenig von dem wiedergeben, was ich in diesem sehr kleinen liebevollen Museum gelesen habe, aber es war sehr interessant.
    Ich bin immer wieder beeindruckt, was aus einer (fixen) Idee eines Einzelnen werden kann, wenn er von anderen ( hier seine Frau und Kinder) unterstützt wird.
    Als 3. Sohn eines Fischers, sollte er den gleichen Beruf ergreifen. Er war als Kind aber wohl schon ein Tagträumer und und in der Schule wohl nur am Malen. Da seine Konstitution wohl auch nicht fürs Fischen geeignet war, versuchte er sich dann auch als Maurer und Bäcker. Beim Tortenbacken/-verzieren konnte er wohl mit seinem kreativen Können überzeugen, aber auch das war nicht wirklich seins. Nebenher hat er wohl schon immer Holzschnitzereien gemacht und mit Ton gearbeitet und 1950 seinen ersten Troll kreiert. Bis er damit aber Geld verdiente, ging wohl noch viel Zeit ins Land. Erst seine Kinder überzeugten ihn davon, dass es sinnvoller sei viele kleine Trolle zu je 10DKK zu verkaufen als einen großen zu 15000DKK.
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