Struer Museum
October 2, 2024 in Denmark ⋅ ☀️ 11 °C
Gestern stand unser Tag ganz unter dem Zeichen der "Geburtsstätten". Wir hatten morgens nicht nur die Wiege der Lucky Trolls entdeckt, sondern mussten abends auch noch feststellen, dass wir in Struer die Geburtsstätte der Firma Bang&Olufsen finden würden. Erste Anzeichen im Ort waren Hinweisschilder wie z.B. Sound Hub Denmark oder Sound Art Lab...
Was sollte das sein? Aber als wir an der Fabrik mit großem B&O Schild vorbei kamen, ergab das Sinn. Natürlich haben wir nach Ankunft noch gegoogelt und herausgefunden, dass es im Stadtmuseum eine B&O-Ausstellung gibt. Endlich mal was, wo Meikels Herz höher schlägt.
Also heute steht auf jeden Fall das Museum auf dem Plan.
Für das Eisenbahnmuseum haben wir uns zu lange ausgetrödelt, das schließt leider doch schon um 12 Uhr. Schade. Also weiter ins Struer Museum. Die B&O- Ausstellung in dem pyramidenartigen Anbau ist sehr schön gemacht, aber leider nur auf dänisch. Mich persönlich holen die verschiedenen zu dem Zeitabschnitt der ausgestellten Exponate passenden Sitzmöbel viel mehr ab, als die Radios, TVs, Telefone und Stereoanlagen, um die es hier eigentlich geht.
Die 2. Ausstellung "Das Klanguniversum" ist hingegen sehr interessant. Neben Filmen und Hörproben gibt es ganz vieles zum Anfassen und Ausprobieren. Ich dachte, ich wäre schon Experte zum Thema Hören, aber es gibt hier doch einiges, was ich so noch nicht wusste. Die anderen beiden Ausstellungen "Frühling" und "Blau" - Kunstausstellungen... sprechen mich nicht an (und Meikel schon gar nicht ;-) ).
Was mich aber absolut abholt, ist das Buchholz-Haus nebenan. Johannes Buchholz ist wohl Dänemarks meistgelesenster Romanautor. Er baute 1911 dieses Haus nach eigenen Plänen und lebte dort 30 Jahre mit seiner Frau. Neben dem, dass in diesem Haus bekannte dänische Künstler ein und aus gingen, hat er selbst wohl das Stadtmuseum aufgebaut. Dies führte letztendlich dazu, dass nach seinem Tod (1940) bzw. dem Tod seiner Frau 1957 das Haus komplett, so wie es war in den Besitz des Museums überging und es dadurch genau so erhalten geblieben ist, wie zu ihren Lebzeiten. Mit allen Möbeln und reichlich Inventar!
Ein tolles Stück Zeitgeschichte!
Unterstützt wird diese Zeitreise noch durch Klanginstallationen im ganzen Haus, die einem vorgaukeln, dass die Bewohner noch im Raum sind. Die Uhr tickt, das Wasser rauscht, Vögel singen und man hört immer wieder Gesprächsfetzen von den imaginären Bewohnern. 28 Lautsprecher sind im Haus versteckt. Man müsste nur dänisch verstehen...
Mir hat es sehr gefallen.Read more


















