Tag 3 Larrasoana - Zariquiegui - 27 km
April 12, 2025 in Spain ⋅ 🌩️ 19 °C
Das Zimmer hat sich gestern noch gut gefüllt. Zum Glück alles Frühaufsteher. Um sieben steh ich auf der Straße, geh ein paar Schritte um die nächste Ecke und beschließe, noch einmal zurück zu gehen, da die Gurtlänge meines Backpacks nicht stimmt. Gleichzeitig ruft mir jemand hinterher. Als ich wieder in der Unterkunft stehe muß ich feststellen, daß ich den Beutel mit Bargeld für die ersten Tage vergessen hab einzupacken. Ich bin happy. Wenn das Tragesystem nicht gestimmt hätte, dann wäre ich weiter gelaufen. Nun kann es losgehen. Auf dem Weg nach Pamplona kann man sich in einer kleinen Kapelle in Trinidad de Arre selbst einen Stempel in den Pilgerpass setzen. Jeder Stempel ist einzigartig und ich kann mich dieser Sammelwut nicht ganz entziehen. Ich geh weiter und dann geht es durch ein Tor in die Altstadt von Pamplona. Durch diese engen Straßen geht also dir Stierhatz jedes Jahr. Muß ja wirklich toll sein. Ich suche das Café Iruna am Schloßplatz, Ernest Hemingways Lieblingscafé während seiner Zeit in Pamplona. Hier soll es ein Zimmer geben, das nur ihm gewidmet ist. Steh zwar im Café, kann aber nichts entdecken. Enttäuscht mich etwas. Dann geh ich eben zur Kathedrale. Für Pellegrinos ermäßigter Eintritt. Ich zahle die drei Euro und darf mir den Prachtbau von innen ansehen. Dann will ich weiter. Die engen vollen Straßen hier sind nicht meins. Auf dem Weg aus der Stadt treffe ich auf Jold aus Ungarn. Wir gehen ein Stück zusammen, ich hab aber nicht sein Tempo. Nach vier erreiche ich endlich die Unterkunft und wir sehen uns wieder. Dann spricht mich noch jemand an, daß ich ja ganz gut zu Fuß wäre. Es ist Sebastian aus Kolumbien. Wir kennen uns vom ersten Tag in Saint-Jean-Pied-de-Port. Ich verschwinde als erstes unter der Dusche, dann wie üblich Sachen waschen. Am Abend unterhalten wir uns noch eine Stunde und dann reicht es mir für heute. Die Herberge ist schöner als die gestern. Ach ja, und die Welt ist klein. Im Doppelstockbett neben mir ist Philipp aus der Nähe von Blankenburg, nicht weit von Templin, untergebracht. Ist doch bei mir zu Hause um die Ecke.Read more





















