• Tag 4: Gammel Kalvehave - Køge

    June 28 in Denmark ⋅ ☀️ 29 °C

    Ich starte 4:10 Uhr. Hatte ja nach dieser Nacht weniger wegzuräumen. Es ist bei 23° Tiefsttemperatur und sehr hoher Luftfeuchtigkeit total drückend-schwül. Heute ist Sonntag und die Straßen sind leer.
    Der Himmel ist zwar noch wolkenverhangen, die Sonne will sich aber durchkämpfen. Ich mache gut Meter, genau 1 Stunde 15 Minuten lang, dann seh ich, daß ich da einer Gewitterfront entgegen fahre. Schaue schon immer, ob irgendwo was zum Unterstellen kommt. Dann krieg ich die ersten Tropfen ab und sehe aber auch schon meine Rettung. Da leuchten mir ein auf gespannter Schirm und ein kleiner Imbisswagen entgegen. Haben die Bewohner des Hauses nebenan aufgestellt.
    Mein Herz macht einen Hüpfer. "Thank's for your hospitality!" Mein Fahrrad passt unter den Schirm und ich krabbel unter den Wagen - und bin dann dort volle drei Stunden zum Ausharren verdammt. Die Gewitterfront sollte eigentlich nach einer Stunde rübergezogen sein, nein, sie kreist drei Stunden über mir.
    Als ich endlich raus kann guck ich mir den Wagen an. Tiefkühlschrank mit Eis, großer Kanister Trinkwasser und eine Kaffeemaschine. Für 10 DKK kann man sich einen Kaffee machen. Handy noch ein bisschen laden. Als es endlich weiter gehen kann habe ich volle vier Stunden verloren und mein Ziel, heute noch Kopenhagen zu erreichen, rückt in weite Ferne.
    Das Wetter wird immer freundlicher, ich erreiche Køge. Schöne Innenstadt. Bei mir meldet sich mein Magen. Ich sehe viele Leute in einen Innenhof gehen. Hoffe, in der Kneipe auch was zu essen zu bekommen - Fehlanzeige. Sowas hab ich ja noch gar nicht gesehen. Hinter dem Tresen steht der "König der Biere" und die Unmasse von Zapfhähnen sind nummeriert. Die Leute sagen nur, welche Nummer sie haben wollen. Was zu essen ist hier nich. Ich nehme aber auch ein Bier. Am Nachbartisch sitzt ein Ehepaar von hier. Sie Dänin er Deutscher. Ich Frage nach 'nem guten Campingplatz und lande im "Køge Vallø - Camping".
    Total ordentlich und sauber hier.
    Endlich mal duschen und die ekligen klebrigen und stinkenden Sachen der letzten Tage waschen.
    Die zwei Bilder mit den LKW, das sind Abiturienten. Die fahren hier mit viel Lärm durch die Stadt. Das geht wohl 'ne ganze Woche lang so. Große Sauftour.
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