• Kleine Grenze, große Kontrolle.

    June 12 in Croatia ⋅ ⛅ 22 °C

    Weil ich sehr zeitig schlafen ging, wurde ich entsprechend früh wach an meinem Fußballplatz. Und noch vor halb sechs drapierten die ersten Händler eines Flohmarktes ihre Waren um mich herum. Frühstück und Kaffee ließ ich mir dennoch nicht nehmen und setzte mich um halb sieben in Bewegung. Da ich mein ursprüngliches Ziel, einen kleinen Campingplatz am Ufer der Vrbas bereits um 11 Uhr erreicht hatte, beschloss ich weiter zu fahren. Bis dahin war die Route durch das Rama-Tal, entlang des gleichnamigen Flusses, eine sehr kurzweilige Strecke, mit imposanter Landschaft und Zusammenspiel von Sonne und sich allmählich auflösendem Nebel und dunklen Wolken. Im weitereren Verlauf entlang des Raduša- und Makljen-Gebirges, veränderte sich dann hinter Banja Luka die Landschaft drastisch. "Fast wie zu Hause" dachte ich noch.
    Der Grenzübergang nach Kroatien in Kostajnica war sehr klein, dafür bisher der gründlichste. Das erste Mal kontrollierte ein "Grenzer" mein Gefährt und schaute auch ins Duschbad, derweil seine Kollegin nach Spirituosen, Zigaretten oder sonstigen Einkäufen aus Bosnien und Herzegowina fragte. Das Ganze war dann dennoch zügig erledigt und ich fand wegen einer Veranstaltung keinen Platz an meinem ausgewählten Standort. Ein paar Meter weiter parkte ich nach 278 km und 8,5 Stunden Fahrt den Düx auf den Parkplatz des "Bahnohfs"....ein 100 Meter langer Bahnsteig, sonst nix. Hier blieb ich über Nacht.
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