Tag 5 – Die ersten Eindrücke von Neufundland
August 6 in Canada ⋅ 🌬 13 °C
Heute ließen wir den Tag etwas entspannter angehen und schliefen erst einmal aus. Langsam gewöhnen wir uns an den Tagesablauf bei Emmas Gastmutter Heather. Nach einem Kaffee von Tim Hortons sowie Toast und Marmelade starteten wir gemütlich in den Tag.
Kurz darauf kamen Heathers Tochter mit ihren Kindern zu Besuch. Besonders Paul verstand sich auf Anhieb mit den Jungs. Die Sprachbarriere war erstaunlich schnell vergessen und es wurde gemeinsam gespielt. Schade, dass die gemeinsame Zeit nur kurz war – aber ein weiteres Treffen steht ja noch bevor.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den ersten Highlights der Insel. Unser erster Stopp war Cape Spear, der östlichste Punkt Nordamerikas. Der Wind war unglaublich stark – und laut Wetter-App sollte es noch nicht einmal windig sein. Da sind wir gespannt, was hier noch auf uns zukommt. Es ist auf jeden Fall ein Ort, an dem man stundenlang sitzen und einfach nur aufs Meer schauen könnte.
Weiter ging es über die hügeligen Straßen zurück nach St. John's zum Signal Hill. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und die Hafeneinfahrt. Die vielen Wanderwege, die von dort bis ans Wasser führen, haben uns sofort neugierig gemacht. Hierher werden wir auf jeden Fall noch einmal zurückkehren.
Am Nachmittag besuchten wir die Royal St. John's Regatta am Quidi Vidi Lake. Was für uns zunächst wie ein Volksfest aussah, entpuppte sich als eine ganz besondere Veranstaltung. Statt großer Fahrgeschäfte gab es viele kleine Stände von privaten Anbietern und Vereinen sowie die Möglichkeit, auf die Rennen zu wetten. Leider hatten wir kaum Bargeld dabei und kurz darauf setzte auch noch Regen ein. Deshalb machten wir uns früher als geplant auf den Heimweg. Trotzdem war es spannend zu erleben, wie hier in Neufundland gefeiert wird.
Vor der Rückkehr kauften wir noch etwas zu essen und Wasser ein. Dabei stellten wir fest, dass wir im Urlaub definitiv zu wenig trinken. Wendy's konnte uns übrigens nicht wirklich überzeugen, und ein Bier fand ich im Walmart auf die Schnelle auch nicht. Alkohol scheint hier etwas anders verkauft zu werden als bei uns.
Emma verbrachte den Abend mit Freunden aus ihrer Schulzeit – genau so soll es sein. Wir blieben derweil bei Heather und Fred. Trotz unseres noch ausbaufähigen Englischs entstanden tolle Gespräche und wir erfuhren viel über das Leben in Neufundland und Heathers Erfahrungen als Gastmutter. Unser Englisch ist zwar noch nicht perfekt, aber wir sind sicher: In zehn Tagen wird es schon deutlich besser sein. 😉
Um 22:30 Uhr war schließlich Feierabend. Eines haben wir heute schon gelernt: Autofahren entschleunigt hier ungemein. Teilweise fühlt sich selbst Tempo 30 schon fast schnell an.Read more











