Tag 7 – Signal Hill von einer ganz anderen Seite
August 7 in Canada ⋅ ☁️ 15 °C
Heute durften wir etwas länger schlafen und starteten erst gegen 9 Uhr in den Tag. Nach einem gemütlichen Frühstück – heute wurden Bagels ausprobiert – ging es los. Mit dabei war eine ehemalige Klassenkameradin von Emma, die uns unterwegs einige interessante Dinge über die Gegend und das Leben hier erzählen konnte.
Unser erster Stopp war der Bowring Park mitten in St. John's. Der über 100 Jahre alte Park gehört zu den größten und bekanntesten Grünanlagen der Stadt und bietet neben vielen Spazierwegen auch Teiche, Bäche und jede Menge Natur. Kaum zu glauben, dass man sich eigentlich mitten in St. John's befindet und der Highway direkt in der Nähe verläuft. Zwar hört man diesen stellenweise, aber trotzdem ist der Park eine richtige grüne Oase mitten in der Stadt.
Danach ging es zum Lester's Farm Market, einem familiengeführten Bauernhof und Markt, auf dem viele Produkte direkt vor Ort angebaut werden. Besonders beliebt ist das Selbstpflücken, bei dem je nach Jahreszeit unter anderem Erdbeeren und anderes Obst und Gemüse geerntet werden können. Heute waren für uns die Erdbeeren dran – allerdings mit klaren Regeln: Nicht die Reihe verlassen und nicht naschen! Der gut gelaunte Traktorfahrer brachte uns gemütlich mit gefühlten 10 km/h zu den Feldern. Natürlich durfte anschließend ein Eis nicht fehlen und Paul suchte im Hofladen noch eine kleine Pflanze für Heather aus – als Dankeschön für die tolle Zeit bei ihr.
Danach wollten wir noch einmal auf den Signal Hill, denn vom Meer zog langsam dichter Nebel herein. Der Berg gehört zu den bekanntesten Orten von St. John's und spielte durch seine Lage oberhalb der Hafeneinfahrt über Jahrhunderte eine wichtige Rolle für die Verteidigung und Kommunikation. Berühmt wurde Signal Hill außerdem, weil Guglielmo Marconi hier 1901 das erste transatlantische Funksignal empfing.
Oben angekommen hatten wir Glück und ergatterten noch einen Parkplatz. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, hinunter auf das Plateau unterhalb des Signal Hill zu steigen.
Und das war genau die richtige Entscheidung.
Mit jedem Schritt nach unten veränderte sich der Blick auf den Atlantik und die gewaltige Felslandschaft. Einfach fantastisch, was die Natur hier geschaffen hat. Der Nebel zog langsam herein, verschwand wieder und schwebte teilweise wie eine Wand über dem Meer.
Statt denselben Weg zurückzugehen, entschieden wir uns für den Trail weiter in Richtung Hafen. Teilweise war der schmale Weg ganz schön abenteuerlich und direkt neben uns ging es ordentlich in die Tiefe. Dafür wurde man immer wieder mit neuen Ausblicken belohnt – auch auf Fort Amherst, das wir gestern noch von der anderen Seite gesehen hatten.
Am Ende musste natürlich jemand wieder hoch zum Auto. Also hieß es für mich: laufen! Und ich kann bestätigen, dass 800 Meter bergauf verdammt lang werden können. Oben angekommen wollte ich noch einmal auf das Plateau schauen – aber das war inzwischen komplett im Nebel verschwunden.
Zurück zu Hause wartete unser erstes richtiges „Supper“, wie man hier zum Abendessen sagt. Fred hatte Chicken vom Grill gemacht und dazu gab es unter anderem Kartoffeln mit Butter – simpel, aber richtig lecker und definitiv etwas, das wir zu Hause noch einmal machen werden.
Zum Abschluss gab es ein Coors Light und wieder viele schöne Gespräche mit Heather und Fred.
Um 23:30 Uhr gingen schließlich die Lichter aus. Ein weiterer Tag, an dem wir Neufundland wieder ein kleines Stück besser kennengelernt haben.Read more






















Traveler
Mutig!🙈
TravelerWar echt nicht zu unterschätzen 😊
Traveler
Karls Zweigstelle? 😍
TravelerJepppppppp