• Tag 8 – Endlich Dildo! 😁

    August 8 in Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute hieß es um 7:30 Uhr aufstehen, denn es ging zu einem Ort, an den ich unbedingt wollte: Dildo. Ja, der Ort heißt wirklich so!

    Zusammen mit Emmas ehemaliger Klassenkameradin ging es auf den Highway. Auffahrt genutzt, Reisegeschwindigkeit von 100 km/h erreicht und dann erst einmal gemütlich Richtung Dildo. An die Geschwindigkeiten hier haben wir uns inzwischen gewöhnt – und bei Strafen von bis zu 1.500 Dollar in Baustellen hält man sich sowieso lieber an die Schilder. Unterwegs konnten wir wieder diese beeindruckende Landschaft genießen, von der wir auf unserer Fahrt Richtung Norden sicherlich noch viel mehr sehen werden. Nur eines sucht man hier vergeblich: Raststätten und Parkplätze wie an deutschen Autobahnen.

    Und dann waren wir endlich in Dildo. Der kleine Ort liegt an der Trinity Bay und sein ungewöhnlicher Name ist bereits seit mindestens dem frühen 18. Jahrhundert auf Karten zu finden. Woher der Name tatsächlich stammt, weiß heute niemand mehr so genau – verschiedene Geschichten gibt es genug. Spätestens seit US-Talkmaster Jimmy Kimmel 2019 zum ehrenamtlichen Bürgermeister ernannt wurde, ist Dildo weit über Neufundland hinaus bekannt.

    Natürlich führte unser erster Weg zur Dildo Brewing Company. Die kleine Craftbeer-Brauerei liegt direkt am Wasser und ist inzwischen selbst zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Neben verschiedenen eigenen Bieren gibt es dort lokales Essen und – gefährlich für mich – einen ziemlich gut ausgestatteten Merchandise-Shop.

    Zurückhalten konnte ich mich natürlich nicht und so wurde gleich etwas Geld auf den Kopf gehauen. Egal – Dildo ist einfach cool!

    Zum Mittagessen blieben wir direkt in der Brauerei. Fish Tacos und Fish & Chips – verdammt lecker! Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang am Wasser ging es wieder ins Auto.

    Unser nächstes Ziel war Brigus und das dort stattfindende Blueberry Festival. Brigus ist ein historischer Küstenort an der Conception Bay mit alten Häusern, kleinen Straßen und einer langen Verbindung zur Seefahrt. Einmal im Jahr dreht sich hier beim Blueberry Festival mehrere Tage lang fast alles um die heimischen Blaubeeren – mit Musik, Essen, Wettbewerben und vielen kleinen Aktionen.

    Für uns fühlte es sich wie ein richtig schönes Dorffest an, nur mit erstaunlich vielen Besuchern. Wir schauten beim Blaubeerkuchen-Wettessen zu, entdeckten verschiedene Spiele und probierten natürlich eine leckere Blueberry-Limonade. Dazu gab es viele kleine Stände mit selbstgemachten Sachen, bei denen auch das eine oder andere mitgenommen wurde. Gerade weil es nicht wie ein riesiges kommerzielles Fest wirkte, hat es uns richtig gut gefallen.

    Danach hieß es wieder: ab auf den Highway und zurück nach Hause. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen und bereits gegen 22 Uhr war heute Feierabend.

    Ein schöner Roadtrip mit zwei völlig unterschiedlichen Stopps – und ich kann jetzt endlich sagen: Ich war in Dildo! 😁
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