Tag 23 – Zurück in den Gros-Morne-Nationalpark ⛰️
August 23 in Canada ⋅ ☀️ 18 °C
Heute hieß es gegen 8:30 Uhr aufstehen und erst einmal gemütlich in unserer Cabin frühstücken. Anschließend wurden die letzten Sachen gepackt und wieder im Auto verstaut. Unsere Reise konnte weitergehen – heute warteten rund 380 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft in Norris Point auf uns.
Und heute waren auch endlich wieder alle Akkus der Drohne voll. Auf den letzten Etappen unserer Reise wollte ich unbedingt noch ein paar schöne Aufnahmen von Neufundland aus der Luft bekommen – und das sollte heute tatsächlich klappen.
Unser Ziel war Norris Point im Gros-Morne-Nationalpark. Gros Morne gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist mit rund 1.800 Quadratkilometern einer der beeindruckendsten Nationalparks Kanadas. Besonders außergewöhnlich ist seine Geologie: Hier findet man Gestein, das ursprünglich tief aus dem Erdmantel stammt und durch die Bewegung der Erdplatten an die Oberfläche gelangte. Dazu kommen Fjorde, hohe Berge, Wälder und eine Küstenlandschaft, die sich immer wieder komplett verändert.
Über unsere heutige Fahrt gibt es ansonsten eigentlich gar nicht so viel zu erzählen. Tempomat auf ungefähr 90 km/h und immer schön die Augen auf die Straße: Schlaglöcher und Bremsspuren der anderen Autos waren inzwischen ein ziemlich zuverlässiges Warnsystem für die teilweise heftigen Bodenwellen.
Es ging wieder lange an der Küste entlang und durch teilweise extrem windige Gebiete. Und natürlich hielten wir weiterhin Ausschau nach einem Elch.
Ergebnis: wieder keiner! 🫎
Aber wenn man bedenkt, was wir inzwischen alles über Zusammenstöße mit Elchen gehört haben, ist es vielleicht gar nicht so schlecht. Dann lieber keinen Elch am Straßenrand und dafür den Mietwagen am Ende unserer Reise wieder heil zurückgeben.
Dafür bekam heute die Drohne ihren großen Auftritt. Insgesamt gab es drei Drohnenstopps. Einmal an der für diese Strecke so typischen Küste, wo sie dank wenig Wind wunderbar fliegen konnte. Dann an einem breiten Fluss mit fantastischem Blick auf das Hinterland. Mein persönliches Highlight war aber ein kleiner Fluss, den ich ganz alleine und ohne störende Zuschauer entlangfliegen konnte. Genau auf solche Aufnahmen hatte ich gehofft.
Und heute geschah tatsächlich etwas Überraschendes: Wir waren richtig pünktlich an unserer Unterkunft!
Nur wollte uns niemand reinlassen. 😁
Das Office war nicht besetzt, sämtliche Türen standen aber offen und selbst auf den Computer im Büro konnte ich einen Blick werfen. Mein Name stand dort – wir waren also definitiv richtig. Und wir wussten jetzt auch: Unsere Cabin kostet 250 kanadische Dollar pro Nacht.
Da niemand auftauchte, machten wir eben das, was wir inzwischen ziemlich gut können: wandern gehen.
Also ab zum Lobster Cove Head Lighthouse bei Rocky Harbour. Rund um den historischen Leuchtturm gibt es einen kleinen Wanderweg entlang der Küste, den wir natürlich direkt absolvierten. Dort trafen wir einen Mitarbeiter von Parks Canada, der uns gleich zwei Tipps für unsere nächsten Tage gab: unbedingt die Tablelands anschauen und außerdem Green Point besuchen. Beides wurde natürlich sofort auf unserer Liste notiert.
Danach meldete sich der Hunger. Zum Glück gibt es hier wieder deutlich mehr Restaurants zur Auswahl und wir wurden schnell fündig. Für mich gab es heute etwas ganz Besonderes, das ich so definitiv noch nie gegessen hatte: einen Burger mit Bärenfleisch und Salat. Der Bärenburger war wirklich lecker und geschmacklich eine interessante Erfahrung. Nur die Menge war etwas überschaubar – nach mittlerweile mehr als drei Wochen in Kanada sind wir wohl einfach größere Portionen gewohnt. 😁
Jetzt hieß es noch einmal zurück zu unserer Unterkunft und dieses Mal klappte es auch mit dem Einchecken. Wir konnten endlich unsere Cabin beziehen und erst einmal alles verstauen.
Die Kinder wurden dort anschließend „abgegeben“, denn Mama und Papa wollten noch einmal alleine los. Direkt gegenüber lockte ein kleiner Berg mit einem Wanderweg. Also Schuhe wieder an und noch einmal rund 2,4 Kilometer wandern. Eine richtig schöne kleine Runde und vor allem ein gemütlicher Abschluss nach dem langen Tag im Auto.
Zurück in der Cabin wurde noch die endgültige Planung für morgen gemacht. Schließlich wollen wir unsere letzten Tage im Gros-Morne-Nationalpark noch einmal richtig ausnutzen.
Nach der Tagesschau hieß es gegen 23 Uhr:
Licht aus und gute Nacht aus Norris Point. ⛰️Read more


















