Tag 27 & 28 – Goodbye Newfoundland, zurück nach Ha
August 28 in Canada ⋅ ☀️ 25 °C
Was für eine letzte Nacht auf Neufundland!
Diesmal mussten tatsächlich sogar die Ohropax her. Direkt vor unserem Fenster stand ein Lkw mit Kühlaggregat, das natürlich nicht gleichmäßig lief, sondern immer wieder an- und ausging. Dazu waren die Wände und Decken unseres Hotels so hellhörig, dass wir unseren Mitbewohner über uns bis ungefähr 0:30 Uhr ziemlich gut verfolgen konnten.
Macht am Ende ungefähr fünf Stunden Schlaf.
Perfekte Voraussetzungen für einen langen Reisetag. 😁
Gegen 8 Uhr hieß es trotzdem aufstehen und ein letztes Mal in Kanada frühstücken. Danach begann die große Herausforderung:
Koffer packen und bloß unter 23 Kilogramm bleiben!
Die alkoholischen Mitbringsel wurden sicherheitshalber auf die Koffer der Eltern verteilt. Ein anderer Koffer bestand dagegen gefühlt zu 100 Prozent aus Kuscheltieren. Irgendwie hatten sich während unserer Reise erstaunlich viele neue Mitreisende gefunden, die nun unbedingt mit nach Europa wollten. 🧸
Am Ende: Alles safe!
Koffergewicht passt und auch das Handgepäck war bis oben hin gefüllt – hauptsächlich mit Süßigkeiten. Verhungern würden wir auf dem Heimweg definitiv nicht.
Gegen 11:30 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zum Flughafen, der gerade einmal sieben Kilometer entfernt war. Der Vater hätte natürlich gerne schon etwas früher losgewollt, aber der Rest der Familie wollte lieber noch gemütlich im Hotelzimmer chillen. 😁
Am Deer Lake Regional Airport angekommen, waren wir erst einmal von seiner überschaubaren Größe beeindruckt. Eine Start- und Landebahn, eine kleine Ankunfts- und Abflughalle und gefühlt keine Menschen. Selbst St. John’s kam uns dagegen schon fast wie ein Großflughafen vor.
Auch die Gepäckabgabe funktionierte etwas anders. Beim Check-in wurden die Koffer gewogen und bekamen ihre Banderole – anschließend durften wir sie selbst zur Gepäckabgabe bringen.
Dann zur Sicherheitskontrolle. Obwohl wir über Toronto weiter nach Frankfurt flogen, wurden wir hier genauso abgefertigt wie die Inlandsreisenden. Und kaum tauchten wir dort auf, kamen plötzlich Mitarbeiter aus allen Ecken.
Hilfe – Kundschaft! 😂
Nachdem ein Teil unseres Handgepäcks noch einmal ausgepackt, kontrolliert und anschließend wieder verstaut war, hieß es warten. Unser Platz lag direkt am Fenster, vielleicht 100 Meter von der Rollbahn entfernt.
Und hier konnte man schön beobachten, wie ein kleiner Flughafen funktioniert. Einige Mitarbeiter hatten offensichtlich gleich mehrere Aufgaben: Eben noch das Flugzeug einweisen, danach Gepäck verladen, einen Rollstuhl ins Flugzeug bringen, Bremsklötze platzieren oder die Maschine vom Müll befreien.
Irgendwann sahen wir dann sogar unser Flugzeug ankommen.
Jetzt wurde es ernst.
Boarding – und ab nach Toronto.
Dort warteten rund fünfeinhalb Stunden Aufenthalt auf uns. Nach der Landung durften wir erst einmal ungefähr 18 Minuten durch das Terminal laufen, bis wir im internationalen Bereich angekommen waren.
Und dann begann das lustige Gatespiel:
Gate 70. Gate 79. Gate 73…
Wo werden wir wohl tatsächlich abfliegen? 😁
Wir suchten uns erst einmal einen Platz und beratschlagten, wie wir die nächsten Stunden verbringen. Drei von uns gingen direkt etwas essen – und das war auch bitter nötig. Am Flughafen in Deer Lake hatten wir nichts mehr gegessen und das Frühstück lag mittlerweile einige Stunden zurück.
Nachdem schließlich alle versorgt waren, suchten wir uns einen festen Platz zum Warten. Abflug sollte gegen 21:30 Uhr sein.
Natürlich schlenderten wir noch einmal durch die Geschäfte. Nach fast vier Wochen Kanada sollte man meinen, dass wir wirklich nichts mehr brauchen.
Falsch gedacht.
Nackenkissen für alle! 😂
Irgendwann stand dann tatsächlich unser endgültiges Gate fest:
Gate 69.
Und das Beste: Unser Flugzeug stand sogar schon dort.
Kurz vor dem Boarding wurde es noch einmal interessant. Unser Flug war um vier Plätze überbucht. Deshalb wurden vier Freiwillige gesucht, die auf eine spätere Verbindung umsteigen würden. Als Entschädigung gab es jeweils 800 kanadische Dollar als Air-Canada-Reisegutschein. Die alternative Reise sollte später über Lissabon nach Frankfurt gehen und ungefähr fünf Stunden zusätzliche Reisezeit bedeuten.
800 Dollar?
Klang kurz interessant.
Aber nein – nach fast vier Wochen wollten wir jetzt einfach nach Hause.
Also rein ins Flugzeug.
Dort wartete gleich die nächste kleine Überraschung: Auf zwei unserer reservierten Plätze saßen bereits zwei andere Passagiere. Offenbar kamen sie von einer umgebuchten Verbindung und hatten sich dort niedergelassen. Das Flugpersonal kümmerte sich darum und fand für sie andere freie Plätze.
Und dann hieß es endgültig:
Goodbye Canada. 🇨🇦
Was soll man über den Nachtflug sagen?
Mit unserer Boeing wurden wir nicht unbedingt beste Freunde. Für uns gab es ziemlich wenig Platz und auch das Entertainmentsystem überzeugte uns nicht wirklich. Eine vernünftige Kartendarstellung fehlte uns und Bluetooth gab es ebenfalls nicht. Für zukünftige Flüge steht diese Art von Flugzeug jedenfalls nicht ganz oben auf unserer Wunschliste.
Schlafen?
Meine Smartwatch behauptete später, ich hätte 1 Stunde und 16 Minuten geschlafen.
Gefühlt waren es deutlich weniger. 😁
Aber irgendwann tauchte Europa unter uns auf und schließlich landeten wir wieder in Frankfurt.
Geschafft!
Jetzt hieß es erst einmal den Ort aufsuchen, wo selbst der Kaiser alleine hingeht, anschließend Gepäck einsammeln und unseren Parkservice kontaktieren.
Eigentlich hatten wir in diesem Moment aber nur einen Wunsch:
Einen Kaffee von Tim Hortons. ☕
Tja.
Dafür hätten wir wohl noch einmal acht Stunden zurückfliegen müssen.
Dann kam endlich unser Auto.
Da ist er wieder – unser roter Flitzer! ❤️
Nur beim Starten gab es kurz Verwirrung. Nach mehreren Wochen Automatik war irgendwie abgespeichert: Bremse treten und starten.
Unser Auto hatte da eine andere Idee.
Kupplung!
Ach ja, da war ja was. 😂
Nach den ersten zehn Kilometern funktionierte das Schalten aber wieder, als wären wir nie weg gewesen.
Am nächsten Parkplatz hielten wir noch einmal kurz an und stornierten unser ursprünglich geplantes Hotelzimmer. Wir wollten jetzt nicht mehr irgendwo übernachten.
Wir wollten nach Hause.
Und damit begann die letzte Herausforderung dieser Reise: möglichst lange wach bleiben, damit wir schnell wieder in den mitteleuropäischen Rhythmus kommen.
Erstaunlicherweise funktionierte das ziemlich gut.
Erst gegen 21:30 Uhr war endgültig Schluss.
Und damit endet nach 28 Tagen auch unser FindPenguins-Tagebuch über unseren Kanada-Urlaub 2026.
Vier Wochen voller unglaublicher Eindrücke. Toronto, Niagara Falls und danach einmal quer durch Neufundland. Kleine Küstenorte, endlose Highways, Puffins, Karibus, Bootstouren, Wanderungen, Berge, Atlantik, Western Brook Pond, jede Menge frischer Fisch und vermutlich genug Tim Hortons für die nächsten Monate.
Okay…
Tim Hortons fehlt uns jetzt schon. 😁
Einen Elch haben wir bis zum Schluss nicht gesehen. Dafür aber so viele andere Dinge erlebt, mit denen wir vorher überhaupt nicht gerechnet hatten.
Und vielleicht ist genau das das Schöne an so einer Reise.
Jetzt sind wir wieder zu Hause in Riegel – mit vollen Koffern, unzähligen Fotos und Videos und ganz vielen Erinnerungen im Gepäck. ❤️
Danke Kanada. Danke Neufundland. 🇨🇦
Das war ganz sicher nicht unser letzter Besuch.
Und an alle, die unser Tagebuch die vergangenen Wochen verfolgt haben:
Schreibt uns gerne in die Kommentare, wie euch unsere Reise gefallen hat.
Ganz liebe Grüße
Familie Gerberich aus Riegel ❤️🇨🇦🇩🇪Read more























